Die Unmoralische
So ein paar grundgelehrte Zitate
zieren den ganzen Menschen
(Heinrich Heine)
 
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Zitate von Lesern 3




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Neben den Zitaten gibt es dort Chroniken über die dümmsten Ganoven, kuriosesten Nachrichten und die dämlichsten Gesetze der Welt. Schau einfach mal rein...

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Leserzitate, Teil 3



An dieser Stelle werden Zitate veröffentlicht, die von Lesern dieser Site gemailed wurden. Wenn auch Sie ein Zitat kennen, dann zögern Sie nicht und schicken es mir zu.


Ich vergesse nichts; ich selektiere nur.
(gemailt von: Adnan Zelkanovic)

Ein Informatiker ohne Internet ist wie ein Fisch ohne Wasser.
(gemailt von: Adnan Zelkanovic)

Es gibt zwei Wege um an eine Million Mark zu kommen. Der erste lautet Arbeiten, und das ein Leben lang. Der zweite Weg ist die Kunst eine Million Menschen dazu zu überreden, einem jeweils eine Mark zu geben. Das Internet ist für den zweiten Weg wie geschaffen.
(gemailt von: Adnan Zelkanovic)

Werbung ist die Kunst, an der Unvollkommenheit der Masse zu profitieren.
(gemailt von: Adnan Zelkanovic)

Wir sind alle Sklaven unseres eigenen Geldes.
(gemailt von: Adnan Zelkanovic)

Die Augen sind die Fenster der Seele.
(gemailt von: Christina)

Schlagfertigkeit ist das; worauf man immer erst 24 Stunden spaeter kommt.
(gemailt von: Christina)

Geduld ist die Mutter der Weisheit.
(gemailt von: Christina)

Nehmen und Geben - so ist das Leben.
(gemailt von: Christina)

Schoene Dinge wachsen inmitten der Dornen.
(gemailt von: Christina)

Shakespeare??? Denn kenn ich, mir fällt jetzt nur nicht ein ob der Filme oder Dokumentationen gedreht hat!
(Zlatko)
(gemailt von: Michael Fedesin)

Mögen täten wir schon wollen -
nur dürfen haben wir uns nicht getraut !!!
(gemailt von: Peter Gehrke)

Religion ist der Katalysator zwischen den legitimierten Interessen und dem Status Quo
(Mann im Hintergrund bei der Bergpredigt in das Leben des Brian)
(gemailt von: Lars)

Ich denke niemals an die Zukunft, sie kommt früh genug.
(Albert Einstein)
(gemailt von: Monika)

Die Atomkraftwerke bleiben noch 32 Jahre am Netz. Aber trotz ihrer biologische natürlich gesunden Ernährung werden das einige Grüne nicht mehr erleben.
(Wolfgang Gerhard)
(gemailt von: Albert H.)

Schenke dem Tag ein Lachen, dem Tod ein Lächeln, den Teufel aber lache aus...
(unbekannt)
(gemailt von: Woof)

Die Schönheit einer Frau ist unvergänglich...
Sie unterliegt nur einem Wandel, dem der männliche Verstand oft nicht zu folgen vermag.
(Arabisches Sprichwort)
(gemailt von: Woof)

Gibt es ein Leben nach der Geburt?
(gemailt von: JCG)

In einen hohlen Kopf geht viel Wissen.
(gemailt von: Heidi Di Rocco)

Die meisten Frauen verbringen ihr Leben damit Gutes zu tun und sich dabei schlecht zu fühlen. Ich bin Frauen begegnet die "Schlechtes" taten und sich gut fühlten dabei.
(gemailt von: Heidi Di Rocco)

Viele Menschen versäumen das das kleine Glück, während sie auf das Grosse warten.
(gemailt von: Heidi Di Rocco)

Das beste Mittel einen Tag gut zu beginnen ist, beim erwachen daran zu denken, ob man nicht wenigstens einem Menschen etwas Gutes tun könnte!
(gemailt von: Heidi Di Rocco)

Zahme Vögel fliegen, freie Vögel fliegen!
(gemailt von: Heidi Di Rocco)

Verlaß Dich ruhig auf deine Ahnungen. Sie beruhen gewöhnlich auf dicht unterhalb der Bewußtseinsschwelle registrierten Fakten.
(gemailt von: Marion Jones)

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann.
(gemailt von: Marion Jones)

Den Glauben an die Menschheit sollte man behalten; aber sind die Menschen heute noch glaubwürdig ?
(Marion Jones)
(gemailt von: Marion Jones)

Wo die Toleranz aufhört, fangen Vorurteile an.
(gemailt von: Nils H.)

Mode ist das was man kaufen soll.
(Adnan Zelkanovic)
(gemailt von: Adnan Zelkanovic)

Boygroups (be)singen immer wieder das gleiche. Nur jedesmal mit einem anderen Text.
(Adnan Zelkanovic)
(gemailt von: Adnan Zelkanovic)

In unserer Fabrik produzieren wir Kosmetikartikel; über den Ladentisch verkaufen wir die Hoffnung auf Schönheit.
(Charles Revlon)
(gemailt von: Toni Lama)

Die Klage über die Stärke des Wettbewerbs ist nur das Eingeständnis des eigenen Mangels an Ideen.
(Unbekannt)
(gemailt von: Toni Lama)

Klagen ist das Lied des Kaufmanns.
(Arabisches Sprichwort)
(gemailt von: Toni Lama)

Führen bedeutet, dem Mitarbeiter klar zu machen, daß er für einen Tag Urlaub zu wertvoll, für eine Gehaltserhöhung aber nicht wertvoll genug ist.
(Unbekannt)
(gemailt von: Toni Lama)

Alle folgenden Zitate wurden von Vicky Burkert gemailed:


Der Kitsch ist die absolute Verneinung der Scheiße.
(Die Unendliche Leichtigkeit des Seins)

Weil er alles liest, was er will, soll er eingesperrt werden. Und deswegen muß er jetzt wohin, wo er lesen kann, was er will.
(Sansibar oder der letzte Grund)

Es ist aus mit dem Künstler, sobald er Mensch wird und zu empfinden beginnt.
(Tonio Kröger)

Nun angenommen, es gäbe die Menschen noch... Gut, nehmen wir an. Und diesmal wollen wir füreinander und außerdem friedlich, hörst Du, in Liebe und sanft, wie wir geschaffen sind von Natur... Ein schöner Traum , sagte die Ratte, und verging.
(Die Rättin)

Es gibt keine Romanhelden mehr, weil es keine Individualisten mehr gibt, weil die Individualität verlorengegangen, weil der Mensch einsam, jeder Mensch gleich einsam, ohne Recht auf individuelle Einsamkeit ist und eine namen- und heldenlose Masse bildet.
(Die Blechtrommel)

Unsereins darf nie zu den Zuschauern gehören. Unsereins muß auf die Bühne, in die Arena. Unsereins muß vorspielen und die Handlung bestimmen, sonst wird unsereins von jenen da behandelt. Und jene da spielen uns allzu gerne übel mit.
(Die Blechtrommel)

Bildung ist das, was übrig bleibt, nachdem man alles andere vergessen hat.

Alle Männer, die ich kenne, sind tot. Erst gestern habe ich einen toten Mann beim Abendspaziergang mit seinem toten Dackel getroffen. Du bist tot, habe ich zu ihm gesagt. Und er hat geantwortet: Weißt Du was Besseres?
(Du sollst nicht lieben)

Du bist ein Kind. Schön und poetisch. Das sind so Vorstellungen. Die Wirklichkeit ist anders, und oft ist es gut, daß es statt Liebe und Schimmer ein Dunkel gibt.
(Effi Briest)

Ein Schriftsteller ist einer, der nicht scheißen kann, weil er den ganzen Tag vor seiner Schreibmaschine sitzt und sich nicht von der Stelle rührt. Aber statt daß er nun aufsteht und ein paar Runden um den Block läuft, bleibt er sitzen und schreibt darüber, daß er nicht scheißen kann.
(Regenroman)

Nur ein toter Gott ist ein guter Gott. Wenn Gott nicht schon tot wäre, er stürbe spätestens an dieser Erkenntnis.
(Ludger Lütkehaus)

Es ist, wie wenn man auf einem Turm steht und vor lauter Angst, herunterzufallen, springen möchte.
(Die Babysitterin)

Der Zyniker ist ein Mensch, der sich beim Duft von Blumen nach dem Sarg umsieht.
(H.L. Mencken)

Ödipus in zehn Sekunden: Ödipus wacht auf und sagt: Welches Schwein hat mit meiner Mutter geschlafen? Ach, das war ja ich.
(Woody Allen)

Er hat ein Gesicht, das man nur einmal gesehen haben muß, um es für immer zu vergessen.
(Oscar Wilde)

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Und auf vorgeschriebnen Bahnen zieht die Masse durch die Flur, den entrollten Lügenfahnen folgen alle Schafnatur.
(Faust)

... der Dichter all derer, die am Rande der Erschöpfung arbeiten, der Überbürdeten, schon Aufgeriebenen, sich noch Aufrechterhaltenden, all dieser Moralisten der Leistung, die, schmächtig von Wuchs und spröde von Mitteln, durch Willensverzückung und kluge Verwaltung sich wenigstens eine Zeitlang die Wirkung der Größe abgewinnen.
(Tonio Kröger)

Was galt ihm noch Kunst und Tugend gegenüber den Vorteilen des Chaos?
(Tonio Kröger)

... wenn alles in Ordnung ist, leg ich mich wieder auf den Rücken, wärme mich an der Verwesung und lächle ...
(Frühlings Erwachen)

Wir finden doch immer was, um uns einzureden, daß wir existieren, nicht wahr, Didi? - Ja, ja, wir sind Zauberer.
(Warten auf Godot)

Ein kultivierter Mensch muss nicht alle Bilder durchgelesen haben. (René Descartes)

Das Leben ist so kurz! Selbst wenn Sie ein Bücherfresser sind, und nur fünf Tage brauchen, um ein Buch zweimal zu lesen, schaffen Sie im Jahr nur 70. Und für die fünfundvierzig Jahre, von Fünfzehn bis Sechzig, die man aufnahmefähig ist, ergibt das 3150 Bände: die wollen sorgfältig ausgewählt sein!
(Arno Schmidt)

... wenn alles in Ordnung ist, leg ich mich wieder auf den Rücken, wärme mich an der Verwesung und lächle ...
(Frühlings Erwachen)

Ein kultivierter Mensch muss nicht alle Bücher durchgelesen haben.
(René Descartes)

"Kein Mensch, wenn er die Welt sieht, die sie ihm hinterlassen, versteht seine Eltern."
(Andorra)

Ich schein wohl froher Dinge / Und schaffe auf und ab, / Und, ob das Herz zerspringe, / Ich grabe fort und singe / Und grab mir bald mein Grab.
(Taugenichts)

Wir Genies - denn ich bin auch eins - machen uns aus der Welt ebensowenig, als sie aus uns, wir schreiten vielmehr ohne besondere Umstände in unsern Siebenmeilenstiefeln, die wir bald mit auf die Welt bringen, grade auf die Ewigkeit los..
(Taugenichts)

... das ganze betriebsame Getue, die ganze Streberei, die ganze Eitelkeit, das ganze oberflächliche Spiel einer eingebildeten, seichten Geistigkeit - ach, und leider ging der Blick noch tiefer, ging noch viel weiter als bloß auf Mängel und Hoffnungslosigkeiten unsrer Zeit, unserer Geistigkeit, unsrer Kultur. Er ging bis ins Herz alles Menschentums, er sprach beredt in einer einzigen Sekunde den ganzen Zweifel des Denkers, eines vielleicht Wissenden aus der Würde, am Sinn des Menschenlebens überhaupt. Dieser Blick sagte: "Schau solche Affen sind wir! Schau, so ist der Mensch!" und alle Berühmtheit, alle Gescheitheit, alle Errungenschaften des Geistes, alle Anläufe zu Erhabenheit, Größe, Dauer im Menschlichen fielen zusammen und waren ein Affenspiel!
(Steppenwolf)

Eine Natur wie Nietzsche hat das heutige Elend um mehr als eine Generation voraus erleiden müssen, - was er einsam und unverstanden auszukosten hatte, das erleiden heute Tausende.
(Steppenwolf)

Die allermeisten Intellektuellen, der größte Teil der Künstlermenschen gehört demselben Typus an. Nur die stärksten von ihnen durchstoßen die Atmosphäre der Bürgerrede und gelangen ins Kosmische, verachten das Bürgertum und gehören ihm dennoch an und stärken und verherrlichen es, indem sie letzten Endes es bejahen müssen, um noch leben zu können.
(Steppenwolf)

Die Ewigkeit ist bloß ein Augenblick, gerade lange genug für einen Spaß.
(Steppenwolf)

Immer ist es so gewesen und wird immer so sein, daß die Zeit und die Welt, das Geld und die Macht den Kleinen und Flachen gehört, und den andern, den eigentlichen Menschen, gehört nichts. Nichts als der Tod. - Sonst gar nichts? - Doch, die Ewigkeit. - Du meinst den Namen, den Ruhm bei der Nachwelt? - Nein, Wölfchen, nicht den Ruhm - hat denn der einen Wert? Und glaubst du denn, daß alle wirklich echten und vollen Menschen berühmt geworden und der Nachwelt bekannt seien? - Nein, natürlich nicht..
(Steppenwolf)

Das Bild des Menschen, einst ein hohes Ideal, ist im Begriff, zu einem Klischee zu werden. Wir Verrückten werden es vielleicht wieder adeln.
(Steppenwolf)

So wie die Verrücktheit, in einem höheren Sinn, der Anfang aller Weisheiten ist, so ist Schizophrenie der Anfang aller Kunst, aller Phantasie.
(Steppenwolf)

Hausschuhe stehen für alles, wogegen man sein Leben lang kämpfen muss.

Aus dunklem Wein und tausend Rosen rinnt die Stunde rauchend in den Traum der Nacht.
(Rilke)

In des Herzens heilig stille Räume / mußt Du fliehen aus des Lebens Drang! / Freiheit ist nur in dem Reich der Träume / Und das Schöne blüht nur im Gesang."
(Der Antritt des neuen Jahrhunderts)

Es ist was Gemeines, daß Menschen fallen und Paradiese verloren werden; aber wenn die Pest unter Engel wütet, so rufe man Trauer aus durch die ganze Natur.
(Kabale und Liebe)

Dieser Idealismus ist die schmählichste Verachtung der menschlichen Natur.
(Lenz)

Man muß die Menschheit lieben, um in das eigentümliche Wesen jedes einzudringen; es darf einem keiner zu gering, keiner zu häßlich sein, erst dann kann man sie verstehen; das unbedeutendste Gesicht macht einen tiefern Eindruck als die bloße Empfindung des Schönen, und man kann die Gestalten aus sich heraustreten lassen, ohne etwas vom Äußern hinein zu kopieren, wo einem kein Leben, keine Muskeln, kein Puls entgegenschwillt und pocht.
(Lenz)

Wer keinen Schatten hat, gehe nicht in die Sonne, das ist das Vernünftigste und Sicherste.
(Peter Schlemihls wundersame Geschichte)

... die Schriftsteller sind die Stellvertreter der Propheten, die verschollen sind.
(Wolfgang Weyrauch)

Stein, der stammelt, / muß versuchen, / sprechen zu lernen; / damit jedermann versteht, / was es auf dem Herzen hat. / Denn in dieser Zeit, / da die Menschen keine Herzen haben, / haben die Steine Herzen. / Irgendwo müssen die Herzen / geblieben sein.
(Wolfgang Weyrauch)

Die Menschen wollten erfahren, / wie sich die Lungen, Häute / der Schafe, Ziegen verhalten, / wenn eine Atombombe gefallen ist. / Denn die Lungen, Häute der Schafe, Ziegen / ähneln den Lungen, Häuten der Menschen. / Warum haben die Menschen / keine Menschen genommen? / Sie hatten keine. / Sie holten sich keine. / Sie wollten den Menschen / nichts Böses antun.
(Wolfgang Weyrauch)

Einige deutsche Autoren tappen herum und wissen nicht, was tun. Sie wissen es in der Literatur nicht, sie wissen es in der Realität nicht, und sie wissen nicht, daß Realität und Literatur kommunizieren.
(Wolfgang Weyrauch)

Auf den Nägeln brenne uns die Aufgabe, mit jedem Satz eine Wahrheit zu setzen.
(Langgässer)

Es sollte, stets und überall, zwei Literaturen geben: eine Literatur für jedermann, die, wenn sie weniger gut als am besten ist, schlecht ist, und eine Literatur des Versuchs, der Kühnheit und des Ausgesetztseins, welche die kommende Literatur für jedermann vorbereitet.
(Wolfgang Weyrauch)

Der Rest ist Schweigen.
(Hamlet)

Und bebt ihr Herz, dann halte sie so fest, / Daß ihr zusammen in die Tiefe stürzt. / Was wollt ihr mehr! - Und Schweigen ist der Rest.
(Theodor Storm)

Wahnsinn bei Großen darf nicht ohne Wache gehn.
(Hamlet)

Zweifle an der Sonne Klarheit, / Zweifle an der Sterne Licht, /Zweifl, ob lügen kann die Wahrheit, / Nur an meiner Liebe nicht.
(Hamlet)

Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage: / Obs edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern / Des wütenden Geschicks erdulden, oder / Sich waffnend gegen eine See von Plagen, / Durch Widerstand sie enden?
(Hamlet)

Sterben – schlafen / Nichts weiter! - und zu wissen, daß ein Schlaf / Das Herzweh und die tausend Stöße endet, / Die unsers Fleisch Erbteil - `s ist ein Ziel, / Aufs innigste zu wünschen. Sterben - -schlafen - / Vielleicht auch träumen! - Ja, da liegts: / Was in dem Schlaf für Träume kommen mögen, / Wenn wir den Drang des Ird’schen abgeschüttelt, / Das zwingt uns still zu stehn.
(Hamlet)

Heute, nur heute / Bin ich so schön; / Morgen, ach morgen /Muß alles vergehn! / Nur diese Stunde / Bist du noch mein; / Sterben, ach sterben / Soll ich allein.
(Theodor Storm)

Fern hallt Musik; doch hier ist stille Nacht, / Mit Schlummerdurft anhauchen mich die Pflanzen. / Ich habe immer, immer dein gedacht; / Ich möchte schlafen, aber du mußt tanzen.
(Theodor Storm)

Laß einmal noch durch meine Brust / Des vollsten Lebens Schauer wehn, /Eh seufzend in die große Nacht / Auch meine Sterne untergehn.
(Theodor Storm)

Hüte, hüte den Fuß und die Hände, / Eh sie berühren das ärmste Ding! / Denn du zertrittst eine häßliche Raupe / Und tötest den schönsten Schmetterling.
(Theodor Storm)

Einschlafen, fühl ich, will das Ding, die Seele, / Und näher kommt die rätselhafte Nacht!
(Theodor Storm)

Wer fotografiert, hat mehr vom Tod.
(Wolfgang Weyrauch)

Hör nicht auf mit mir zu tauchen / laß nicht los, nicht heute Nacht / nur ein Schritt nach vorn zum Leben / egal wie es passiert.
(Rosenstolz)

Künstler ist nur einer, der auf der Lösung ein Rätsel machen kann.
(Karl Kraus)

Einen Krieg beginnen, heißt nicht weiter, als einen Knoten zerschlagen, statt ihn aufzulösen.
(Christian Morgenstern)

Wie gern würde ich mir als Fremder einmal zuhören, ohne mich zu erkennen, und später erst erfahren, daß ich es war.
(Elias Canetti)

Der Dichter trägt Welten in sich - und dann ist der Dichter immer reich - und wenn er Hungers stürbe.
(Rainer Maria Rilke)

Was uns in der Unruhe und Anstrengung des Schreibens hält, ist die Gewißheit, daß auf jeder Seite etwas Nicht-Gesagtes übrig bleibt.
(Cesare Pavese)

Das Kunstwerk ist eine Idee, die übertrieben wird.
(André Gide)

Künstler ist, wer die Welt immer neu sieht, wie zum erstenmal, und der es vermag, daß auch andere so sehen.
(René Schickele)

Genie besteht immer darin, daß einem etwas Selbstverständliches zum erstenmal einfällt.
(Herman Bahr)

Wahr sind mir ie Gedanken, die sich selbst nicht verstehen.
(Theodor W. Adorno)

Ein Zeitalter ist um so aufgeklärter, je mehr Rätsel es entdeckt.
(gon Friedell)

Jede Generation hat Anspruch auf ihr eigenes Wort.
(Reinhold Schneider)

Nur jene Worte können leben, die ein Schweigen durchbrechen mußten, um zu entstehen.
(Paul La Cour)

Nein, es ist eine Narrheit! Es gibt keine Hoffnung mehr! Die Nichtigkeitsbeschwerde ist eine Kette, an der man über dem Abgrund hängt und die man jeden Augenblick klirren hört, bis sie zerbricht. Es ist so, als brauchte das Messer der Guillotine sechs Wochen, um niederzusausen.
(Der letzte Tag eines Verurteilten)

Tanzen soll er im Wind / Dort, wo keine Balken sind.
(Der letzte Tag eines Verurteilten)

Ach, ein Gefängnis ist eine abscheuliche Einrichtung! Es gibt dort ein Gift, das alles beschmutzt. Dort wird alles befleckt [...]. Man findet dort einen Vogel, und er hat Kot auf den Flügeln; man pflückt dort eine liebliche Blume, man riecht an ihr: sie stinkt.
(Der letzte Tag eines Verurteilten)

Totschlagen - Erst die Zeit / dann eine Fliege / vielleicht eine Maus / dann möglichst viele Menschen / dann wieder die Zeit.
(Erich Fried)

Überlaßt die Lieder den Lerchen, / sie überleben durch Gesang.
(Horst Bingel)

Verprechen - Unkraut, / ich will dein Gärtner sein, / in diesen Zeiten, / da alle / die Rosen hätscheln.
(Hans-Jürgen Heise)

Es gibt nur eine Gewißheit, mein Tod: Und die / ist dein Kommen. So komm denn, gemäß / den Gesichtern, die Der von dir hatte, / der dich im Zorne erschuf und nun geschlagen / mitansieht, wie du tötest, ohne zu hassen. / Komme, mein Tod, in all deinen Schrecken.
(Wolfdietrich Schnurre)

Ehe, ehe die somali- / braune Nacht die Sterne bleckt, / schmelze, was mir als morali- / sches Gesetz im Halse steckt.
(Peter Rühmkopf)

Presse dich eng / an den Boden. / Die Erde / riecht noch nach Sommer, / und der Körper / riecht noch nach Liebe. / Aber das Gras / ist schon gelb über dir. / der Wind ist kalt / und voll Distelsamen. / Und der Traum, der dir nachstellt, / schattenfüßig, / dein Traum / hat Herbstaugen.
(Hilde Domin)

Ich bin ein Geschöpf aus Versprechungen / Gesell des Konjunktivs.
(Herbert Heckmann)

Oh Mädchen, stürze dich nochmals ins Wasser, damit ich ein zweites Mal Gelegenheit habe, uns beide zu retten!
(Der Fall)

Wenn wir alle schuldig sind, dann beginnt die Demokratie.
(Der Fall)

Schauen Sie bloß unsere Moralisten an. Sie sind voll sittlichen Ernstes und Nächstenliebe und was sonst so dazugehört, und so trennt sie eigentlich nichts von den Christen, außer vielleicht der Umstand, daß sie nicht in den Kirchen predigen. Was hindert sie Ihrer Meinung nach daran, sich zu bekehren? Die Rücksicht, vielleicht, die Rücksicht auf die Menschen? Ja, das ist es, die Rücksicht auf die Meinung der Welt.
(Der Fall)

Man muß dem Papst vergeben. Denn erstens hat er es nötiger als alle anderen, und zweitens ist es die einzige Möglichkeit, über ihm zu stehen.
(Der Fall)

Es ist schwer, die Wahrheit zu sagen, denn es gibt zwar nur eine, aber sie ist lebendig und hat daher ein lebendig wechselndes Gesicht.
(Kafka)

Bist ein seltner Fisch / wieder / hat sich mein Netz / in dir / verfangen.
(Konstantin Wecker)

Sei leise / vielleicht / wächst dein kleines Vertrauen / irgendwann / groß in die Sonne.
(Konstantin Wecker)

Männer mit Beilen bestimmen die Gegend. / Doch wir Bäume sind nie verloren. / Unter der Erde / unsere Wurzeln berühren sich leis.
(Konstantin Wecker)

Manchen gelingt es / sich so zu entfalten / daß sie sich immer / die Unschuld erhalten. – Die warten im Schatten / um besser zu sehen / können ohne Applaus / der Angst widerstehen. – Die schreiben nie Lieder. / Die sind Melodie. / So aufrecht zu gehen / lerne ich nie.
(Konstantin Wecker)

Nächstens. Zehnter Stock. Terrasse. / Nebenan, Appartement sieben / starrt ein Nächster auf die Straße / und beschließt, davonzufliegen.
(Konstantin Wecker)

Vielleicht stand es in den berühmten Sternen / daß ich dich traf. Doch das stand nicht darin: / Ich habe noch so viel von dir zu lernen / bis ich dir nahe bin.
(Konstantin Wecker)

Jetzt weiß ich erst, daß ich mir all die Jahre / verboten hatte, was so glücklich macht / und es entdeckte sich das Wunderbare / nur kurz als Sternenflimmern in der Nacht.
(Konstantin Wecker)

Wissend, hinter Traum und Wachen / liegt die eigentliche Welt. / Doch auch dies – es ist das Lachen / das uns in Bewegung hält.
(Konstantin Wecker)

Schreiben zu können, heißt noch nicht, daß man etwas zu sagen hat.
(Pierre Salvadori)

Die Zeilen, die den Dichter am meisten Arbeit kosten, sind die, bei denen ein uneingeweihter Leser denkt, sie hätten ihn gar keine gekostet.
(Casanova)

Wer sich nicht ruiniert, aus dem wird nichts.
(Peter Rühmkorf)

Nichts so schien es, konnte einen in seinen Vorsätzen so schwankend machen wie eine Nacht im Straßengraben.
(David Sedaris)

Man soll an einem Tag nie mehr erleben, als man aufschreiben kann.
(Aus dem Tagebuch der Brüder Goncourt)

Ich gäbe alles auf der Welt, wenn ich nur einen Augenblick auf die Erde zurück könnte, einen einzigen Augenblick, und tanzen.
(Geschlossene Gesellschaft)

Da oben auf dem Seil leben wir, der Rest ist nur Warten.

Wenn Du wie ein Schmetterling von These zu These, von Frau zu Frau, von Mann zu Mann flatterst, dann nur, weil Du meinst, dass es eine Dummheit wäre, ein für alle Mal an der gleichen Meinung festzuhalten. Dein Relativismus umfasst Freude und Fröhlichkeit; die Liebe zum Leben und zur Veränderung hat bei Dir Oberhand, Du verzichtest lieber auf die Wahrheit, um Dich des Lebens zu erfreuen.
(Eric-Emmanuel Schmitt)

Aber an manchen Abenden geschah es, daß wir heimlich und sehnsüchtig ihrer verhallenden Musik nachweinen.
(Ernst Stadler)

Das Essen wurde zuletzt so miserabel, / Daß mir die Eingeweide davonkrochen.
(Wilhelm Klemm)

Religion, nicht wahr, / Ist eine vereinfachte Taschenausgabe der Philosophie.
(Wilhelm Klemm)

Die Erde hat ein freundliches Gesicht, / So groß, daß man’s von weitem nur erfaßt. / Komm, sage mir, was du für Sorgen hast. / Reich willst du werden? – Warum bist du’s nicht?
(Joachim Ringelnatz)

Da hilft kein Zorn. Da hilft kein Spott. / Da hilft kein Weinen, hilft kein Beten. / Die Nachricht stimmt! Der Liebe Gott / ist aus der Kirche ausgetreten.
(Erich Kästner)

Wir sehen Euern Henkerkittel, / wir sehn das Massengrab. / Ihr seid nur ein Abführmittel / und führt Euch selber ab.
(Werner Riegel)

Im wenig Dauerhaften, / von Wind und Schein verführt - / weiß ich, ob wir die Sterne verkraften / bis man uns abserviert?
(Peter Rühmkorf)

An jedem Menschen die Merkmale finden, die ihn von den anderen unterscheiden, heißt ihn erkennen.
(Narziss und Goldmund)

Du hast die schönsten Augen, die es geben kann, und die traurigsten. Ich glaube, das ist, weil du heimatlos bist. Du bist aus den Wäldern zu mir gekommen, und einmal wirst du wieder fortgehen und auf Moos schlafen und wandern.
(Narziss und Goldmund)

Wenn wir nun als Künstler Bilder schaffen oder als Denker Gesetze suchen und Gedanken formulieren, so tun wir es, um doch irgend etwas aus dem großen Totentanz zu retten, etwas hinzustellen, was längere Dauer hat als wir selbst.
(Narziss und Goldmund)

Während man singt, denkt man nicht darüber nach, ob das Singen etwa nützlich sei oder nicht, sondern man singt.
(Narziss und Goldmund)

Es war vielleicht schwerer, tapferer und edler, mit zerrissenen Schuhen durch die Wälder und auf den Landstraßen zu wandern, Sonne und Regen, Hunger und Not zu leiden, mit Freuden der Sinne zu spielen und sie mit Leiden zu bezahlen.
(Narziss und Goldmund)

Wir wollen wie der Mondenschein / Die stille Frühlingsnacht durchwachen. / Wir wollen wie zwei Kinder sein. / Du hüllst mich in dein Leben ein / Und lehrst mich so wie du zu lachen.
(Else Lasker-Schüler)

Komm zu mir in der Nacht -– wir schlafen engverschlungen. / Müde bin ich sehr, vom Wachen einsam. / Ein fremder Vogel hat in dunkler Frühe schon gesungen, / Als noch mein Traum mit sich und mir gerungen.
(Else Lasker-Schüler)

Ist es Funkel, ist es dunkel, / Ist es Sang, Gebet, Gemunkel, / Sind’s Paläste oder Plunder? / Schweig, wir sind im Reich der Wunder.
(Jan van Hoddis)

Form will mich verschnüren und verengen, / Doch ich will mein Sein in alle Weiten drängen.
(Ernst Stadler)

Die Welt zerdacht. Und Raum und Zeiten / und was die Menschheit wob und wog, / Funktion nur von Unendlichkeiten – / die Mythe log.
(Gottfried Benn)

Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick, / die Braue, Pupillen, die Lider - / Was war das? vielleicht dein Lebensglück ... / vorbei, verweht, nie wieder.
(Kurt Tucholsky)

Die Revolution / findet im Hörsaal statt.
(Günther Deicke)

Manchmal kann einem das Leben Augenblicke von absoluter Vollkommenheit bieten und einen in himmlischen Staub hüllen.
(Philippe Djian)

Leben ist das Einatmen der Zukunft.
(Pierre Leroux)

Eines Schatten Traum ist der Mensch.
(Pindar)

Interessante Selbstgespräche setzen einen klugen Partner voraus.
(H.G. Wells)

Unter Intuition versteht man die Fähigkeit gewisser Leute, eine Lage in Sekundenschnelle falsch zu beurteilen.
(Friedrich Dürrenmatt)

Hier ist noch eine weitere Perle an der Schnur der Verwirrung.
(Carl Sandburg)

Ein Freund ist einer, vor dem ich laut denken darf.
(Ralph Waldo Emerson)

Ein Dogma ist nicht anders als ein ausdrückliches Verbot zu denken.
(Ludwig Feuerbach)

... denn das Unbekannte ist das, was uns suchen, was uns leben lässt.
(Milan Kundera)

Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.
(Hermann Hesse)

Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.
(Philip Rosenthal)

Wer sagt: hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht.
(Erich Fried)

Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.
(Victor Hugo)

Die ganze Kunst des Redens besteht darin, zu wissen, was man nicht sagen darf.
(George Canning)

Zeit ist das, was man an der Uhr abliest.
(Albert Einstein)

Das Buch ist die Axt für das gefrorene Meer in uns.
(Franz Kafka)

Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.
(Heinrich Heine)

Denken ist die Arbeit des Intellekts, Träumen sein Vergnügen.
(Victor Hugo)

So mancher, der den Wunsch hat, ewig zu leben, weiss oft nicht, wie er eine kurze Stunde ausfüllen soll.
(Upton Sinclair)

Die meisten Menschen machen das Glück zur Bedingung. Aber das Glück findet sich nur ein, wenn man keine Bedingungen stellt.
(Arthur Rubinstein)

„Auch in einer Träne kann sich die Sonne spiegeln.
(Maxi Böhm)

Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Denn die einzig wirklichen Menschen sind für mich die Verrückten, die verrückt danach sind zu leben, verrückt danach zu sprechen, verrückt danach, erlöst zu werden, und nach allem gleichzeitig gieren - jene, die niemals gähnen oder etwas Alltägliches sagen, sondern brennen, brennen, brennen wie phantastische gelbe Wunderkerzen.
(Jack Kerouac)

Erfahrung ist fast immer eine Parodie auf die Idee.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Vertrauen ist eine Oase des Herzens, die von der Karawane des Denkens nie erreicht wird.
(Khalil Gibran)

Ein Traum ist unerläßlich, wenn man die Zukunft gestalten will.
(Victor Hugo)

Die Kalenderblätter fallen nur so herunter. Sie sind der Haarausfall der Zeit.
(Saul Bellow)

Das gefährlichste Unterfangen auf der Welt ist, einen Abgrund mit zwei Sprüngen zu überqueren.
(David Lloyd George)

Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.
(Max Frisch)

Würdest Du mir bitte sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll? - Das hängt zum großen Teil davon ab, wohin Du möchtest, sagte die Katze.
(Lewis Carroll)

Die gefährlichsten Menschen der Welt, sind Wissenschaftler mit Geldsorgen.
(Adnan Zelkanovic)

Das Glück kommt lautlos, aber man hört, wenn es geht.
(Annemarie Selinko)

Der Gedanke an den Selbstmord ist ein starkes Trostmittel: mit ihm kommt man gut über manche böse Nacht hinweg.
(Friedrich Nietzsche)

Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat.
(Mark Twain)


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