Die Unmoralische
You want me to believe the word’s you read
but i don’t believe in what your good book says,
i just believe that when i’m dead, i’m dead.
You say i must repent,
bow down and show respect,
i am a man and i will not be led.
(Nazareth)
 
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Atheistische Zitate 3




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Zitate und Aphorismen über Religion, Kirche und Moral, Teil 3



Die Bibel, das konservativste Buch der Weltliteratur, das Buch, mit dem man Todesstrafe, Obrigkeitsstaat, ewiges Bleiben von reich und arm, Kapitalistenausbeutung und Ausgebeutet-Sein begründen kann.
(Helmut Gollwitzer, dt. ev. Theologe, 1908-1993)

Unsere abendländische Kultur, auf Altertum und Renaissance beruhend, ist im härtesten Kampf gegen die ausgesprochen kulturhemmenden Kräfte des Christentums entstanden!
(Arno Schmidt, dt. Schriftsteller, 1914-1979)

Ohne die Jahrhunderte mit christlichem Katechismus, Predigten und Schmähungen wären Hitlers Lehren, Propaganda und Schmähungen nicht möglich gewesen.
(Jules Isaac, frz.-jüd. Wissenschaftler, über den Antisemitismus des Dritten Reiches)



Stollbergs Inferno Literatur-Tipp:
M.S. Salomon - Stollbergs Inferno
Der Atheist und Religionskritiker Jan Stollberg stirbt und findet sich zu seiner maßlosen Überraschung in der katholischen Vorhölle wieder, wo er zusammen mit anderen kritischen Geistern von geläuterten NS-Schergen bewacht und gequält wird. Der unmittelbar bevorstehende Abtransport Ludwig Feuerbachs zur "Himmlischen Rampe" wird für eine Gruppe Gepeinigter zum Anlaß, die höllischen Zustände nicht länger widerstandslos zu akzeptieren - sie planen den Sturz und den Tod Gottes...
Urteil: Teuflisch gut
>>> Das interessiert mich


Religion ist eine Sammlung unbefriedigender Antworten auf nicht gestellte Fragen.
(gemailed von Martin S.)

Die Götter der Menschheit sind eine pathetische und unzulängliche Schöpfung, tief unter dem Niveau der Menschheit.
(Hermann Kesten, dt. Schriftsteller, 1900-1996)

Oh, wir haben dich gesucht, Gott, in jeder Ruine, in jedem Granattrichter, in jeder Nacht. Wir haben dich gerufen. Gott! Wir haben nach dir gebrüllt, geweint, geflucht! Wo warst du da, lieber Gott?
(Wolfgang Borchert, dt. Dichter, 1921-1947, 'Draußen vor der Tür')

Viele Leute glauben, wenn man die Gottesvorstellung aufgäbe, müsse man notwendig allen religiösen Glauben und alle Moralbegriffe mit aufgeben. Das ist einfach nicht wahr.
(Sir Julian Huxley, brit. Biologe und Schriftsteller, 1887-1975)

Dieser Glaube aus Gewohnheit ist eine der traurigsten und verderblichsten Erscheinungen unseres Lebens; im Bereich dieses Glaubens wächst alles Neue, wie im Schatten einer steinernen Mauer, langsam, verbogen und saftlos empor...
(Maxim Gorkij, russischer Schriftsteller, 1868-1936)

Nicht die Sexualkunde verdirbt die Minderjährigen - der Religionsunterricht!
(Karlheinz Deschner, dt. Autor u. Historiker, *1924)

Es ist eine unbestrittene Wahrheit, daß die Päpste Jahrhunderte lang an der Spitze eines Mord- und Raubsystems gestanden haben, das mehr Menschenleben geschlachtet, als irgend ein Krieg oder eine Seuche "im Namen Gottes und Christi". Der Weg des Papsttums ist ein Weg des Grauens und Entsetzens. Rechts und links ist er eingesäumt von Tausenden von Scheiterhaufen und Tausenden von Blutgerüsten. Prasselnd schlagen die Flammen zum Himmel empor.
(Graf Paul von Hoensbroech, Philosoph)

Die Hohlheit ist längst dagewesen, denn die Religion ist der Akt der Selbstaushöhlung des Menschen; und ihr wundert euch, daß sie jetzt, nachdem der Purpur, der sie verdeckte, verblichen, nachdem der Dunst, der sie einhüllte, gestorben ist, daß sie jetzt zu eurem Schrecken ans Tageslicht tritt?
(Friedrich Engels, Die Lage Englands)

"Mir willst du zum Gotte machen
Solch ein Jammerbild am Holze!"
(Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter, 1749-1832)

Kein Glaubenssatz wurde uneingeschränkter gelehrt - im katholischen Worten unfehlbarer -, als 'die Juden sind verflucht, weil sie Gott getötet haben', eine Beschuldigung, die bis heute nicht offiziell zurückgenommen ist.
(Peter de Rosa, Gottes erste Diener - die dunkle Seite des Pabsttums)

Denn bevor es dem Bundesverfassungsgericht gelang, die Kirche in ihre Schranken zu verweisen, scheuten diese sich nicht einmal, selbst bei sogenannten juristischen Personen (Firmen, Aktiengesellschaften) Kirchensteuer einzuziehen. Freiwillig waren die Großkirchen nicht bereit, von (ungetauften) Firmen keine Kirchensteuer zu fordern oder einen Mohammedaner für seine christliche Frau nicht mitzahlen zu lassen.
(Karlheinz Deschner, dt. Autor u. Historiker, *1924)

Unsere Welt wird noch so fein werden, daß es so lächerlich sein wird, einen Gott zu glauben als heutzutage Gespenster.
(Georg Christoph Lichtenberg, dt. Schriftsteller u. Physiker, 1742-1799)

Der Name Gott sollte nicht länger über die Lippen des Menschen kommen. Dieses seit langem durch den Gebrauch entwürdigte Wort bedeutet nichts mehr... Das Wort Gott zu verwenden, ist mehr als Bequemlichkeit, es ist eine Absage an das Denken, ein Beschleunigungsverfahren, eine Art scheußlicher Kurzschrift...
(Arthur Adamov, frz. Dramatiker russ. Herkunft, 1908-1970)

...Einzig das Christentum hat das Folter- und Hinrichtungswerkzeug des Kreuzes zu seinem Symbol erhoben, das Wohn-, Schul-, Kranken- und Gerichtsräume "schmückt". ... Das Christentum zog dann auch von Anfang an eine blutige Spur durch die Geschichte, wie keine andere Religion.
(Ernst von Xylander, Psychologe)

Gibt es einen Gott?
Das kommt darauf an, ob man Anhänger der These ist, dass für jeden Mist irgend jemand verantwortlich sein muss.
(Das Usenet Orakel)

Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, das heißt vermutlich: Der Mensch schuf Gott nach dem seinigen.
(Georg Christoph Lichtenberg, dt. Schriftsteller u. Physiker, 1742-1799)

Ein Gott, der die Hölle gemacht, verdient als einziger darin zu braten.
(Karlheinz Deschner, dt. Kirchenkritiker u. Historiker, *1924)

"Von denen, die dazu ersehen,
Des Himmels Segen zu erflehen,
War selten einer ernst-gelehrt,
Viel öfter hitzig und verkehrt.
Doch glückt's den meisten zu verhüllen,
Wie Stolz und Habgier sie erfüllen."

"Wenn nur das mindeste geschah,
Worin man eine Schädigung sah,
Sogleich erhob man ein Gezeter:
'Wo ist die Tugend hin, ihr Götter!'
Merkur ergötzte dieser Streit,
Die andern nannten's Albernheit"
(Bernard Mandeville, 1670-1733, "Die Bienenfabel")

Gott ist die fixe Idee von Theologen, die bei dem Verständnis der Fakten des Universums hoffnungslos überfordert sind.
(Walter Schäfer)

Die moderne Theologie ist die Schminke auf den erbleichenden Wangen des Christentums der Gegenwart und darum nur ein Symptom des Alterns.
(Franz Camille Overbeck, dt. prot. Theologe, 1837-1905)

In meiner Kirche gibt es kein Gewölbe zwischen mir und dem Himmel.
(Jules Renard, franz. Schriftsteller, 1864-1910, Ideen, in Tinte getaucht)

Du willst mit nüchternem Verstand
das Göttliche beweisen?
Das heißt, nach einem Fabelland
auf Eisenbahnen reisen.
(Otto von Leixner, dt. Schriftsteller, 1847-1907, Aus der Vogelschau)

Sollte man es glauben, daß dieser selbe gewissenlose Gott, dieser moralische Kretin, zum Lehrer der Güte, der Sitten, der Milde, der Rechtlichkeit, der Reinheit ernannt wurde? Es erscheint unmöglich und verrückt...
(Mark Twain, amerikan. Schriftsteller, 1835-1910)

Dienen muss der faltenreiche Kirchenmantel hundert Zwecken:
Ehrsucht, Habsucht, Machtgelüste muss er decken.
(Friedrich Wilhelm Weber, Dreizehnlinden)

Das Blut, welches die Bekenner des Gottes der Barmherzigkeit und des Friedens seit der Einführung seiner Religion vergossen haben, würde wahrscheinlich genügen, um die Anhänger aller anderen Sekten, die jetzt auf der Erdkugel wohnen, zu ersäufen.
(Percy Bysshe Shelley, engl. Dichter, 1792-1822)

Gestatten Sie mir, Ihnen zu sagen, daß unsere heutigen Religionen der Religion Christi so wenig gleichen wie der der Irokesen. Jesus war ein Jude, und wir verbrennen Juden. Jesus predigte Duldung, und wir verfolgen. Jesus predigte eine gute Sittenlehre, und wir üben sie nicht aus. Jesus hat keine Dogmen aufgestellt, die Konzile aber haben reichlich dafür gesorgt. Kurz, ein Christ des 3. Jahrhunderts ist einem Christen des 1. gar nicht mehr ähnlich.
(Friedrich der Große, preuß. König, 1712-1786)

Man weiß von manchem Strenggläubigen, dass er Gott irre ward, weil ihn ein großes Unglück traf - mochte er es auch selbst verschuldet haben; doch man hat noch keinen gesehen, der seinen Glauben darum verlor, weil ihm ein unverdientes Glück zuteil wurde.
(Arthur Schnitzler, österr. Schriftsteller u. Arzt, 1862-1931, Buch der Sprüche und Bedenken)

Wenn ein Atheist richtig geurteilt und seine Natur zu Rate gezogen hat, so hat er Prinzipien, die zuverlässiger und immer menschlicher sind als die des Abergläubischen, der durch eine finstere oder schwärmerische Religion entweder zur Torheit oder zur Grausamkeit geführt wird. Niemals wird man die Einbildungskraft eines Atheisten so sehr vernebeln, daß man ihm glaubhaft macht, Gewalttätigkeiten, Ungerechtigkeiten, Verfolgungen, Morde seien tugendhafte oder rechtmäßige Handlungen.
(Paul Thiry D'Holbach, frz. Philosoph, 1723-1789)

Was wird uns retten? Der Glaube?
Ich will keinen Glauben haben und lege auch keinen Wert darauf, gerettet zu werden.
(Jules Renard, franz. Schriftsteller, 1864-1910, Ideen, in Tinte getaucht)

Gebete, Auferstehung von Fleisch und Blut, ein richtend-strafendes Jenseits sind Buschzauber, Erfindungen verantwortungsloser theologischer instrumenteller Vernunft.
(Walter Schäfer)

Der menschliche Geist ist schwach. Mehr als drei Viertel der Menschen sind für die Sklaverei des absurdesten Fanatismus geboren. Die Furcht vor dem Teufel und vor der Hölle macht sie blind, und sie verwünschen den Weisen, der sie aufklären will. Der große Haufe unseres Geschlechts ist dumm und boshaft. Vergebens suche ich in ihm jenes Ebenbild Gottes, von dem es nach der Versicherung der Theologen den Abdruck in sich tragen soll.
(Friedrich der Große an Voltaire)

Hat eigentlich die Skepsis auf die Schlachtfelder geführt oder der Glaube?
(Karlheinz Deschner, dt. Historiker & Autor, *1924)

Eifersucht, Mord, Selbstmord, Perversionen jeglicher Art, Heuchelei, zahlreiche Frustrationen und Aggressionen, totale Verdinglichung der Frau ... Entwertung der Lebensgemeinschaft von zwei Personen zu lebenslänglichem Gefängnis und Vernachlässigung der Hauptaufgaben der Ehe und der Familie bzw. der verantwortungsvollen Sorge für die Kinder sind einige der zahllosen Früchte der sexualfeindlichen Moral der Kirchen, die ihr destruktives Werk im sexuellen Bereich des Menschen noch heute im Namen Christi und mit allen Mitteln gegen alle Menschen verteidigen...
(Demosthenes Savramis, Theologe)

Verfolgung der Andersdenkenden ist überall das Monopol der Geistlichkeit.
(Heinrich Heine, dt. Dichter, 1797-1856)

Wenn wir die Geschichte des Islam objektiv betrachten, dann stellen wir fest, daß sie nichts außer einer Aufeinanderfolge von Machtkämpfen ist, von permanenten Bemühungen der Machthungrigen um Herrschaft und Führung. Die Religion Islam wird nur als Mittel behandelt, und nicht als Zweck.
(Ali Dashti, 1896-1981)

Inzwischen wimmelt das in den Slums aller Länder, die Knie der glücklichen Mütter werden von Geschöpfen umspielt, die später in den Kohlenbergwerken oder in den Ackergräben für den Profit der anderen verrecken dürfen...aber: es ist nicht abgetrieben worden. Der Kranz, der Kranz ist gerettet!
(Kurt Tucholsky, deutscher Schriftsteller, 1890-1935)

Zu dem Adler sprach die Taube:
Wo das denken aufhört, da beginnt der Glaube;
Recht, sprach jener, mit dem Unterschied jedoch,
Wo du glaubst, da denk' ich noch.
(Ludwig Robert, Schriftsteller, 1780-)

Das Christentum hat verständlicherweise später alles zu seinen Gunsten umgedeutet, denn Geschichte wird von den Siegern geschrieben.
(Johannes Lehmann)

Den deutschen Mannen gereichts zum Ruhm,
Daß sie gehaßt das Christentum,
Bis Herrn Karolus' leidigem Degen
Die edlen Sachsen unterlegen.
Doch haben sie lange genug gerungen,
Bis endlich die Pfaffen sie bezwungen,
Und sie sich unters Joch geduckt;
Doch haben sie immer einmal gemuckt.
Sie lagen nur im halben Schlaf,
Als Luther die Bibel verdeutscht so brav.
Sankt Paulus, wie ein Ritter derb
Erschien den Rittern minder herb.
Freiheit erwacht in jeder Brust,
Wir protestieren all mit Lust.
(Goethe, dt. Dichter)

Schon in vorchristlicher Zeit haben heidnische Völker zwei oberste Grundsätze im Leben erkannt: Achte die Naturgesetze und nimm dein Leben selbst in die Hand! Nichts davon ist den Christen gemein. Sie meinen im Gegensatz dazu, sich auf ebenso kurzsichtige wie überhebliche Weise die Erde untertan machen zu müssen und legen dabei ihr eigenes Schicksal in die "Hände" einer Phantasievorstellung.
(Claus Nordbruch)

Der hauptsächliche Wert der gemeinen Religion besteht heutzutage darin, dem Menschen die Erkenntnis seiner vollkommenen Bedeutungslosigkeit zu ersparen.
(Heinrich Waggerl, österr. Erzähler, 1897-1973, Aphorismen)

"Der Gläubige wird enttäuscht, der Ungläubige nur überrascht!"
(gemailed von: Sidewinder)

Gern glauben die Menschen das, was sie wollen.
(Gaius Julius Caesar, der Gallische Krieg)

Der Gläubige, der nie gezweifelt hat, wird schwerlich einen Zweifler bekehren.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, Aphorismen)

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Die Kirchengeschichte ist die beste Schule, um an dem Dasein eines Gottes als Weltenlenkers zu zweifeln.
(Franz Camille Overbeck, dt. prot. Theologe, 1837-1905)

Heutzutage wird als häufigstes Argument für die Existenz eines intelligenten Gottes die tiefe innere Überzeugung und das innere Erlebnis der meisten Menschen angeführt. Aber es kann nicht bezweifelt werden, daß Hindus, Mohammedaner und andere in derselben Weise und mit der gleichen Hartnäckigkeit für die Existenz eines Gottes oder von vielen Göttern oder, wie bei den Buddhisten, für gar keinen Gott eintreten können.
(Charles Darwin, brit. Naturforscher, 1809-1882)

Abwärts Tyrann, nach oben ein Knecht; Verleumder des Menschen, Speichellecker des Herrn - voila des Glaubens Porträt.
(Ludwig Feuerbach, dt. Philosoph, 1804-1872)

Ich behaupte, dass die Religion das Kind des kalten Vorurteils und der egoistischen Angst ist. Liebe zu Gott, zu Christus und zum Heiligen Geist (das ist alles dasselbe) entspringt gewiß letzterem Motiv.
(Percy Bysshe Shelly, engl. Dichter, 1792-1822)

Die erste Tugend jedes ehrenwerten Menschen und, wie ich glaube, auch jedes Christen, muß die Humanität sein. Die Stimme der Natur, die die Grundlage der Humanität ist, will, daß wir uns alle lieben und wechselseitig unser Wohlergehen fördern. Das ist meine Religion.
(Friedrich der Große an Kardinal v. Sinzendorff)

Wem dient also der Glaube? Einzig und allein einigen Menschen, die sich des Glaubens bedienen, um die Menschheit zu unterjochen.
(Paul Thiry D'Holbach)

Der Mensch ist als ein vernünftiges Wesen definiert worden; ich bezeichne ihn als ein leichtgläubiges Wesen. Was kann man ihn nicht alles glauben machen?
(Claude Adrien Helvetius, französischer Philosoph, 1715-1771)

In den ersten Jahrhunderten gab es sechzig Evangelien, die fast alle gleich unverdaulich waren. Man verfarf sechsundfünfzig wegen ihrer Kindlichkeit und Albernheit. Gäbe es hierfür keinerlei Anhaltspunkte bei denjenigen, die man behalten hat?
(Denis Diderot, franz. Schriftsteller u. Philosoph, 1713-1784)

Dies ist der Gipfel des Monströsen und Lächerlichen, Gott als einen kleinlichen, unsinnigen und barbarischen Despoten zu verkünden, der einigen seiner Favoriten heimlich ein unverständliches Gesetz mitteilt und die übrigen des Volkes umbringt, weil sie dieses Gesetz nicht gekannt haben.
(Voltaire, franz. Schriftsteller u. Philosoph, 1694-1778)

Ist es nicht im höchsten Grade widersinnig, wenn Gott dem Menschen, den er selbst geschaffen hat, die Kenntnis des Unterschiedes von gut und böse vorenthält? ... Ein solcher Mensch wird offenbar einmal das Übel nicht meiden, und andererseits auch nicht dem Guten nachstreben. Was aber die Hauptsache ist: Gott hat nicht gewollt, daß der Mensch an vernünftiger Einsicht teilhabe, und dabei gibt es nichts, was für den Menschen größeren Wert hätte ... Wenn es so steht, muß man Gott als mißgünstig bezeichnen.
(Kaiser Julian, röm. Kaiser, 331-363)

Die Werke von Kopernikus und Galilei standen bis 1822 auf dem Index. Drei Jahrhunderte Starrsinn, das ist hübsch.
(Albert Camus, franz. Schriftsteller, 1913-1960)

Das Kristentum ist mir ungeheuer auf die Nerven gegangen, diese Zweijahrtausende sausende Fahrt in die verkehrte Richtung.
(Hans Henny Jahnn, dt. Schriftsteller, 1894-1959)

Tretet aus der Kirche aus. Tretet aus der Kirche aus. Tretet aus der Kirche aus.
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller)

Die neunte Landplage, die Gott den Menschen schickte, war eine dichte Finsternis. Sie brütete über Ägypten drei Tage lang. Die zehnte Landplage war eine Finsternis, die sich über ganz Europa und Amerika verbreitete, und sie hat 1900 Jahre gedauert. Das dürfte genug sein.
(Arnulf Øverland, norweg. Schriftsteller, 1889-1968, Das Christentum, die zehnte Landplage)

Es ist möglich, daß sich die Menschheit an der Schwelle eines goldenen Zeitalters befindet, wenn dies jedoch der Fall ist, muß zuerst der Drache getötet werden, der den Eingang bewacht, und dieser Drache ist die Religion.
(Bertrand Russell, Warum ich kein Christ bin)

Wie erbarmungslos ist doch die Lehre Jesu, die Menschen auf ewig zur Hölle gehen läßt, weil sie es nicht fertiggebracht haben, zu glauben, daß der Sohn des arabischen Gottes Jehovah sei. Weder er noch sein Gott(-Vater) könnte als gnädig bezeichnet werden ... Kein liebender Gott würde zahllose Millionen auf ewig zur Hölle senden, selbst wenn er die Macht dazu hätte.
(Anagãrika Dharmapãla, 1864-1933)

Ach sag ich, nützlicher als alle Bibeln
sind momentan uns unsre Volksschulfibeln!
Denn nur ein Narr beugt heut noch seinen Nacken
vor Göttern, die - aus Weizenmehl gebacken!
(Arno Holz, dt. Schriftsteller, 1863-1929)

Wenn die Wahrheit der religiösen Lehren abhängig ist von einem inneren Erlebnis, das diese Wahrheit bezeugt, was macht man mit den vielen Menschen, die solch ein seltenes Erlebnis nicht haben?
(Sigmund Freud, österr. Psychiater u. Psychologe, 1856-1929)

Als Christ unter 'Heiden' zu leben kann hart sein. Als Christ oder als Jude oder Heide unter Christen zu leben ist viel schlimmer.
(Karlheinz Descher, dt. Autor u. Historiker, *1924) )

Sollten Sie dabei sein, wenn ich sterbe, so werden Sie sehen, daß ich ruhig dahinscheide; denn ich glaube, daß nach dem Tode alles zu Ende ist.
(Friedrich der Große, preuß. König, 1712-1786)

Es stellte sich heraus, daß die Schwestern sich männlicher Findlinge annahmen, die in das Kloster geschmuggelt wurden. Sobald die Knaben groß genug waren, nahmen die Nonnen sie zur religiösen Unterweisung mit ins Bett.
(Peter de Rosa, ehemals Dekan für Theologie am Corpus Christi College)

Da zuletzt doch alles auf den Glauben hinausläuft, müssen wir jedem Menschen das Recht zugestehen, lieber das zu glauben, was er selbst, als was andre ihm weisgemacht.
(Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, österr. Schriftstellerin, 1830-1916)

Ein Hauch von Zweifel schon macht den Glauben zum Unsinn, ja hebt ihn gewissermaßen auf, während gelegentliche Anfälle von Gläubigkeit dem Zweifel im Wesentlichen kaum etwas anhaben können, ja ihn eigentlich erst recht zu bestätigen scheinen.
(Arthur Schnitzler, österr. Schriftsteller u. Arzt, 1862-1931)

Wer leichthin glaubt, wird leicht betrogen.
(Georg Rollenhagen)

Es waren Typhusbazillen, Cholerabazillen, Starrkrampfbazillen, Schwindsuchtbazillen, Pestbazillen und einige hundert weitere Aristokraten, erlesene Schöpfungen, goldene Träger der Liebe Gottes zu den Menschen, gesegnete Gaben des zärtlichen Vaters an seine Kinder - alle mußten sie prächtig behaust und verpflegt werden.
(Mark Twain, amerikan. Schriftsteller, 1835-1910)

Barbarische und unzivilisierte Völker haben übereinstimmend, unter verschiedenen Namen, einen Gott angebetet, dessen Modell sie selber waren; rachsüchtig, blutdürstig, kriecherisch und launisch.
(Percy Bysshe Shelely, engl. Dichter, 1792-1822)

Geheimnisse sind noch keine Wunder.
(Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter, 1749-1832)

Wer sähe nicht, wenn er die Geschichte der Kirche durchläuft, daß sie Menschenwerk ist! Welch eine erbärmliche Rolle läßt man Gott darin spielen!
(Friedrich der Große, preuß. König, 1712-1786)

In der Vernunft und in unserer eigenen Natur werden wir Führer haben, die viel sicherer sind als jene Götter, denen die Geistlichkeit nach ihrem Gutdünken irgendwelche Worte in den Mund legt und deren Sprache sie je nach ihren Interessen auslegt.
(Paul Thiry D'Holbach)

Man nennt nicht einen Menschen verrückt, der glaubt, den lieben Gott zu essen, sondern denjenigen, der sich für Jesus Christus ausgibt.
(Claude Adrien Helvetius, 1715-1771)

Daß Jesus Christus, der Gott ist, vom Teufel versucht worden sei, ist ein Märchen, dass aus 'Tausendundeiner Nacht' stammen könne.
(Denis Diderot, franz. Schriftsteller u. Philosoph, 1713-1784)

Die Päpste und ihre Helfershelfer waren so sehr davon überzeugt, daß ihre Macht ausschließlich auf der Unwissenheit beruht, daß sie immer wieder die Lektüre des einzigen Buches verboten haben, das ihre Religion verkündet; sie sagten: Hier ist euer Gesetz, und wir verbieten euch, es zu lesen; ihr erfahrt daraus nur, was wir euch zu lehren geruhen. Diese absonderliche Tyrannei ist unbegreiflich, und trotzdem gibt es sie. Jede Bibel in lebender Sprache ist verboten; erlaubt ist sie nur in einer Sprache, die nicht mehr gesprochen wird.
(Voltaire, franz. Schriftsteller, 1694-1778)

Moses sagt: 'Gott ist eifersüchtig'; und anderswo: 'Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.' So seht ihr also etwas Göttliches darin, wenn Gott als neidisch bezeichnet wird, während ein eifersüchtiger und mißgünstiger Mensch euch tadelnswert erscheint?
(Kaiser Julian der Abtrünnige, röm. Kaiser, 331-363)

Christus mag für jemanden gestorben sein, aber jedenfalls nicht für mich.
(Albert Camus, franz. Schriftsteller u. Nobelpreisträger, 1913-1960)

Gott duldet keinen Widerspruch, denn Priester und Gläubige fühlen sich seinetwegen berufen. Und wessen sie fähig sind, die Kundschaft davon hat nicht einmal die Geschichte unterdrücken können. Sie sind zu allem fähig.
(Hans Henny Jahnn, dt. Schriftsteller, 1894-1959)

Friedhöfe, Friedhöfe... Bei Gott, ich weigere mich, mich auf einem Friedhof begraben zu lassen. Ich will nicht, daß Schwachsinnige mit einem Weihwasserwedel über mir stehen und ein kummervolles Gesicht machen.
Nur das nicht!
(Henry Miller, amerikan. Schriftsteller, 1891-1980)

Wer da schreit: 'Dem Volke muß die Religion erhalten bleiben', lügt; gemeint ist: 'Das Volk muß der Religion erhalten bleiben'. Das Volk ist ihr in großen Teilen weggelaufen.
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)

... Wenn ich aber nun den christlichen Glauben so wiedergebe, genau wie er ist - und die Leute fangen an zu lachen, ist es dann so sicher, daß ich daran schuld bin?
(Arnulf Řverland, norweg. Schriftsteller, 1889-1968, Rede im Gericht)

Für jeden Glauben, so sahen wir, ist jeder andere Glauben Aberglauben, jede Heilige Schrift der anderen armselig, von Menschen ersonnene Vergötterung, die nicht standhält gegen undogmatische, unvoreingenommene Prüfung und gegen ungläubige, wissenschaftliche und philosophische Kritik...
So träumt jeder Gottesdienst, jeder Glauben seinen eigenen Traum, lebt in seiner eigenen Traumwelt - die er für die einzige wahre Wirklichkeit hält, die für alle ein und dasselbe bedeutet.
(Leo Polak, 1880-1941)

Ein wenig Güte ohne alle Religion taugt tausendmal mehr als alle Religion ohne Güte.
(Karlheinz Deschner, dt. Autor u. Historiker, 1924-)

80% der Amerikaner glauben, dass sie in den Himmel kommen. Aber die meisten von ihnen glauben ebenso, dass sie dort niemanden treffen werden, den sie kennen. Sie sehen, Religion hat in den Vereinigten Staaten die geistige Tiefe eines Comicstrips.
(Arthur Miller, Stern-Interview im März 2000)

Religiös wäre einer, der versucht, das Nachleben nach dem Tod vor dem Tod vorzuleben.
(Werner Schneyder, öst. Kabarettist u. Schriftsteller, *1937)

Glaube: Denkart, die versucht, die vermeintlichen Lücken zwischen den Naturgesetzen zu überbrücken.
(anonym)

Es gibt kaum einen traurigeren Anblick als eine junge Nonne - ausgenommen eine alte.
(Karlheinz Deschner, dt. Autor u. Historiker, *1924)

Vieles kann ich ertragen. Die meisten beschwerlichen Dinge duld' ich mit ruhigem Mut, wie es ein Gott mir gebeut. Wenige sind mir jedoch wie Gift und Schlange zuwider; viere: Rauch des Tabaks, Wanzen, Knoblauch und das Kreuz!
(Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter, 1749-1832)

Es ist ungefährlicher, die Macht Gottes in Frage zu stellen, als die Macht des Papstes.
(Ein Opfer der Inquisition um 1300)

Religion ist der Sammelbegriff für alle Konfessionen, von denen jede den Anspruch erhebt, uns den besten Weg zeigen zu können.
(anonym)

Es gibt wohl keinen guten Vater, der unserem himmlischen Vater gleichen möchte.
(Denis Diderot, frnz. Schriftsteller u. Philosoph, 1713-1784)

Theologe - einziger Experte ohne Ahnung von seinem Forschungsobjekt.
(Karlheinz Deschner, dt. Autor)

Gibt denn niemand die Tatsache zu denken, daß von unserem großen Sechsfachgestirn - Goethe, Herder, Klopstock, Lessing, Schiller, Wieland: nie sah die Welt gleichzeitig ihresgleichen! -, daß von diesen Sechsen n i c h t  e i n e r   katholisch war; dafür aber drei - die besseren Drei! - e r k l ä r t e  F e i n d e  jeder positiven Religion, deutlicher: des Christentums?!
(Arno Schmidt, dt. Schriftsteller, 1914-1979)

Lassen Wendungen wie: ins Gebet nehmen, abkapiteln, abkanzeln, die Leviten lesen, eine Strafpredigt halten generell auf das Verkünden der Frohen Botschaft schliessen?
(Karlheinz Deschner, dt. Autor u. Historiker)

Es gibt mehr Religionen, als es Wahrheiten geben kann.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Ich weiß nicht, mit welchem Recht die Kirche von Jugendlichen fordert, zehn Jahre lang ihre Sexualität zu ignorieren, bloß weil in unser Gesellschafts- u. Wirtschaftsordnung die frühe Ehe nicht mehr paßt.
(Sigmund Kripp, österr. Jesuit)

Ein Blutstrom fließt durch achtzehn Jahrhunderte, und an seinen Ufern wohnt das Christentum.
(Ludwig Börne, dt. Schriftsteller,1786-1837)

Es ist eine Tatsache, daß niemals eine Verurteilung, niemals eine Exkommunizierung gegen das Regime Hitlers ausgesprochen worden ist, nicht einmal, als dieser und seine Partei in den Konzentrationslagern Millionen von Menschen umbrachten.
(A. Tondi, ehemals Jesuit und Professor an der päpstlichen Gregoriana)

Wenn man nur dem Gehör geschenkt hätte,
was Gott zum Herzen der Menschen gesagt hat,
so hätte es niemals mehr als eine Religion auf der Erde gegeben.
(Jean-Jacques Rousseau, schweiz.-franz. Schriftsteller, 1712-1778)

Religion und Heuchelei sind Zwillingsschwestern, und beide sehen sich so ähnlich, dass sie zuweilen nicht voneinander zu unterscheiden sind.
(Heinrich Heine, dt. Dichter, 1797-1856)

Die Religion ist ein System von Wunschphantasien, die sich über die harte Wirklichkeit wie eine Decke legen soll.
(Arnulf Överland, Vorsitzender der norwegischen Akademie für Sprache u. Literatur)

Ja, das Christentum ist durch unsühnbare Verbrechen geschändet worden, die sich in dieser Form und Ausdehnung in keiner der anderen hohen Religionen nachweisen lassen. Weder der Islam noch der Buddhismus, noch der Hinduismus haben auch nur entfernt so viele Menschen um ihren Glaubens willen getötet wie die christlichen Kirchen.
(Friedrich Heiler, Religionswissenschaftler)

Alle Götter waren unsterblich.
(S.J. Lec, poln. Satiriker, 1909-1966)

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Stanislaw Jerzy Lec - Sämtliche unfrisierte Gedanken.
Sämtliche Aphorismen des brillanten polnischen Satirikers Stanislaw Jerzy Lec. Dazu Prosa und Gedichte.

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Der Glaube versetzt Berge, der Zweifel erklettert sie.
(Friedrich Georg Jünger, Schriftsteller, 1898-1977)

Wer ihn als einen Gott der Liebe preist,
denkt nicht hoch genug von der Liebe selber.
Wollte dieser Gott nicht auch Richter sein?
Aber der Liebende liebt jenseits von Lohn und Vergeltung.
(Nietzsche, Zarathustra IV)

Ich würde ja gerne an die Erlösung glauben - wenn die Erlösten nur °etwas° erlöster aussehen würden.
(F. W. Nietzsche)
(gemailed von ajaya)

„...vor kurzem hätte ich gern noch jeden Menschen für den Atheismus gewonnen, weil, wie ich vermeinte, nur die Freiheit des Gedankens glücklich macht! Und jetzt - mag doch jeder tun, was er will, was geht mich das an. Schlimm aber wird es sein, wenn die Gottgläubigen mir auf den Hals rücken und mich gesetzlich zu allerhand verpflichten wollen...
(Béla Bartók, 1907, in einem Brief an Stefi Geyer)
(gemaild von Ralph Kleinworth)

Ein Blutsumpf seine ganze 'Geschichte'!
Der elendeste aller elenden Wichte!
Tierischer noch, als das tierischste Tier!
Bitte, 'erlöse' uns von dir!
(Arno Holz, dt. Schriftsteller, 1863-1929)

Als menschliches Individuum war Jesus ein ausgesprochener Versager. Während der drei Jahre seines öffentlichen Wirkens hat er keinen Eindruck auf das Publikum gemacht. Kein Denker oder Philosoph nahm die geringste Notiz von seiner Philosophie, die nur dazu beitrug, Schwachköpfe hervorzubringen.
(Anagărika Dharmapăla, 1864-1933)

Der Teufel und der liebe Gott sind eins; sie verstehen einander. Wir bemühen uns, zu glauben, alles Üble auf der Welt komme vom Teufel; aber dies geschieht nur, weil wir sonst nicht die Kraft in uns fänden, Gott zu verzeihen. Er spielt mit uns .. Und er verlangt nach alledem noch von uns, ihm dankbar zu sein. Dankbar für was?
(Andre Gide, franz. Schriftsteller, 1869-1951)

Als Benjamin Franklin den Blitzableiter erfand, verdammte ihn der Klerus sowohl in England wie in Amerika, leidenschaftlich unterstützt von Georg III, als einen frevelhaften Versuch, den Willen Gottes zu besiegen. Denn alle rechtdenkenden Menschen wußten, der Blitzschlag wird von Gott geschickt, um die Gottlosigkeit oder eine andere schwere Sünde zu bestrafen...
(Bertrand Russell, Essays in skepticism)

Wenn die Kinder nicht nach dem fragen dürfen, was sie interessiert, was sie seltsam oder unwahrscheinlich finden, wenn ihre Fragen ausweichend, zweideutig oder verlogen beantwortet werden, wenn ihre geistige Arbeitskraft dazu ausgenutzt wird, ihnen Kenntnisse beizubringen, die weder kritisiert noch bezweifelt werden dürfen - dann wirkt dies alles direkt und effektiv verdummend.
Die Kinder werden 'Arm im Geiste', sie werden feige, schläfrig, gehorsam: - sie werden Christen!
(Arnulf Řverland, Das Christentum, die zehnte Landplage)

Wenn aber Christus, der gesagt hat: 'Du sollst nicht töten!'
an seinem Kreuz sehen muß, wie sich die Felder blutig röten;
wenn die Pfaffen Kanonen und Flugzeuge segnen
und in den Feldgottesdiensten beten, daß es Blut möge regnen;
und wenn die Vertreter Gottes auf Erden
Soldaten-Hämmel treiben, auf daß sie geschlachtet werden;
und wenn die Glocken läuten: 'Mord! und die Choräle hallen:
'Mord! Ihr sollt eure Feinde niederknallen!'
Und wenn jemand so verrät den Gottessohn-:
Das ist keine Schande.
Das ist Religion.
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)

Ihr seid so elend, daß ihr nicht einmal dem treu bleibt, was die Apostel euch überliefert haben ... Weder Paulus noch Matthäus noch Lukas noch Markus haben Jesus Gott zu nennen gewagt. Vielmehr hat zuerst der wackere Johannes sich erdreistet, diese Bezeichnung zu gebrauchen, da er bemerkte, daß bereits eine große Menge in vielen hellenischen und italienischen Städten von dieser Krankheit ergriffen sei. --- Dieses eine Übel geht auf Johannes zurück. Wer aber könnte gebührend seinen Abscheu äußern über die vielen, die ihr noch erfunden habt?
(Kaiser Julian der Abtrünnige, römischer Kaiser, 331-363)

Ich bin überzeugt, daß die christliche Religion seit Konstantin mehr Menschen vernichtet hat als es heute Einwohner in Europa gibt.
(Voltaire, franz. Schriftsteller u. Philosoph, 1694-1778)

Ich habe mich in einem riesigen Wald verirrt und habe nur ein kleines Licht, um mich zurechtzufinden. Da kommt ein Unbekannter hinzu und sagt mir: 'Lieber Freund, blas deine Kerze aus, um deinen Weg besser zu finden.' Dieser Unbekannte ist ein Theologe.
(Denis Diderot, franz. Schriftsteller u. Philosoph, 1713-1784)

Die frommen Geistlichen pflegten schon im Mittelalter alles zu vögeln, was eine Vagina hatte, Ehefrauen, Jungfrauen, kleine Mädchen und wie wir nicht ohne Grund vermuten dürften, weibliche Tiere. Die Homosexualität florierte in den Klöstern seit deren Bestehen. Wo es an Männern mangelte, man den Nonnen nicht einmal die Beichtväter gönnte, mussten sie oft mit Kindern vorliebnehmen.
(Karlheinz Deschner, dt. Autor u. Kirchenkritiker, *1924)

Auch Nonnen, die oft mangels Mitgift in die Klöster gezwungen wurden, waren so sittenlos, daß sich ehrliche Huren über den unlauteren Wettbewerb beschwerten.
(Peter de Rosa, ehemals Dekan für Theologie am Corpus Christi College)






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Markus Gansel, last updated 07.9.2000
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