V
Vaterland
Vaterland nennt der Staat immer dann, wenn er sich anschickt, auf Menschenmord auszugehen.
(aus Romulus der Große, Friedrich Dürrenmatt)
Heimat und Vaterland sind etwas grundsätzlich anderes.
(Hans H. Pestalozzi, schweizer. Pädagoge, 1746-1827)
Ich möchte was darum geben, genau zu wissen, für wen eigentlich die Taten getan worden sind, von denen man
öffentlich sagt, sie wären für das Vaterland getan worden.
(Georg Christoph Lichtenberg, dt. Physiker und Schriftsteller, 1742-1799)
Wir alle wissen, was wir unserem Vaterland schulden. Das Finanzamt teilt es uns mit.
(Robert Lembke, dt. Showmaster, 1913-1989)
Vaterlandsliebe kennt keine (fremden) Grenzen.
(Stanislaw Jerzy Lec, polnischer Lyriker u. Satiriker, 1909-1966)
Vatikan
Zwei Dinge sind im Vatikan schwer zu bekommen: Ehrlichkeit und eine Tasse Kaffee.
(Papst Johannes Paul I)
Der Vatikan ist die Warze im Gesicht der Kirche.
(Paulus Gordon)
Christi Niederlage war nicht die Kreuzigung, sondern der Vatikan.
(Jean Cocteau, franz. Schriftsteller, 1889-1963)
Der Segen der Natur wird vernichtet durch den Segen Roms.
(Wilhelm Busch, dt. Dichter u. Zeichner, 1832-1908)
Vegetarier
Mit Vegetariern muß man diskutieren, sobald sie eine Wurstfabrik geerbt haben.
(Danny Kaye, amerikan. Filmkomiker, 1913-1987)
Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht.
(George Bernard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)
Paul McCartneys Frau Linda teilte mit, daß ihre Hunde fortan nur noch vegetarisch ernährt werden...
Und Felle dürften sie auch nicht tragen.
(Conan O'Brien, Late Night, NBC)
Wenn der moderne Mensch die Tiere, deren er sich als Nahrung bedient, selbst töten müsste, würde die Anzahl der Pflanzenesser ins Ungemessene steigen.
(Christian Morgenstern, dt. Schriftsteller, 1871-1914)
Auch die fanatischesten Vegetarier beißen nicht gerne ins Gras.
(Joachim Ringelnatz, dt. Dichter u. Kabarettist, 1883-1934)
Wenn die Schlachthöfe Glaswände hätten, wäre jeder Vegetarier.
(Paul McCartney, brit. Sänger, *1942)
Venedig
Venedig und Wien versinken - aber bei Venedig weiß man wenigstens, wohin.
(Werner Schneyder, österr. Kabarettist, Schriftsteller u. Sportreporter, *1937)
Verachtung
Mein Haß ist gealtert - nun ist er Verachtung.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966)
Verallgemeinerung
Verallgemeinerung ist die Philosophie der Primitiven.
(M. Y. Ben-Gavriel, israel. Schriftsteller österr. Herkunft, 1891-1965)
Veränderung
Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.
(Wolf Biermann, dt. Liedermacher, *1936)
Nach Feierabend möchte ich gesellschaftlich nicht mehr verändert werden.
(Oliver Hassenkamp, deutscher Schriftsteller, 1921-1988)
Warum die anderen ändern, wenn sie doch schon anders sind?
(Jeannine Luczak, schweizer. Literaturwissenschaftlerin u. Aphoristikerin, *1938)
Verantwortung
Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut.
(Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.)
Einen Rat zu befolgen heißt, die Verantwortung zu verschieben.
(Johannes Urzidil, tschech. Lyriker, 1896-1970)
Keine Schneeflocke in der Lawine wird sich je verantwortlich fühlen.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966)
Verbesserung
Konzentrier' Dich darauf, Sachen besser und nicht größer zu machen.
(Life's little InstructionBook)
Verbotenes
Den Reiz des Verbotenen kann man nur kosten, wenn man es sofort tut.
Morgen ist es vielleicht schon erlaubt.
(Jean Genet, franz. Schriftsteller, 1910-1986)
Wenn Argumente fehlen, kommt meist ein Verbot heraus.
(Oliver Hassencamp, dt. Schriftsteller, 1921-1988 )
Uns etwas verbieten heißt uns danach lüstern machen.
(Michel Evquem Seigneur de Montaigne, frz. Humanist, 1533-1592)
Alles ist erlaubt.
(Jean-Paul Sartre, frz. Philosoph, 1905-1980)
Verbrechen
Um manche Delikte zu begreifen, genügt es, die Opfer zu kennen.
(Oscar Wilde, irischer Schriftsteller, 1854-1900)
Für mich ist ein Unrecht, ein Verbrechen, vor fünfhundert, tausend, fünfzehnhundert Jahren genauso lebendig und empörend wie ein Unrecht, ein Verbrechen, das heute geschieht oder erst in tausend, in fünftausend Jahren.
(Karlheinz Deschner, dt. Autor u. Historiker, *1924)
Verehrung
Menschen, die wie Götter verehrt werden, verlieren mit der Zeit tatsächlich ihre menschlichen Züge.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966, Allerletzte unfrisierte Gedanken)
Verfassung
Die Verfassung eines Staates solle so sein, daß sie die Verfassung des Bürgers nicht ruiniere.
(Stanislaw Jerzy Lec, polnischer Satiriker, 1909-1966)
Verfolgung
Verfolgung der Andersdenkenden ist überall das Monopol der Geistlichkeit.
(Heinrich Heine, dt. Dichter, 1797-1856)
Vergangenheit
Wer sich an die Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.
(George de Santayana, amerikan. Philosoph, 1863-1952)
Vergänglichkeit
Auch der schönste Schneemann ist im Frühling eine Pfütze.
(Hans Kasper, dt. Lyriker, *1916)
Alles fließt und nichts bleibt.
(Heraklit von Ephesus, 544-483 v. Chr.)
Vergeben
Vergeben und vergessen heißt, gemachte kostbare Erfahrungen zum Fenster hinauswerfen.
(Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)
Vergeltung
Eine Politik, die auf dem Prinzip Auge um Auge, Zahn um Zahn basiert, führt letztlich nur zu einer Gesellschaft ohne Augen und ohne Zähne.
(Aus der New York Times)
Vergessen
Wie übt man ein Gedächtnis, um vergessen zu lernen?
(Stanislw Jerzy Lec, polnischer Satiriker, 1909-1966)
Was man vergißt, hat man im Grunde nicht erlebt.
(Ernst R. Hauschka, dt. Aphoristiker, *1926)
Verlangen
Wir würden kaum etwas glühend verlangen, wenn wir das Verlangte ganz kennen.
(Francois Duc de la Rouchefoucauld, frz. Schriftst., 1613-1680, Betrachtungen)
Verläßlichkeit
Es gibt niemanden, auf den man sich hundertprozentig verlassen kann, aber es gibt viele, auf die man sich hundertprozentig nicht verlassen kann.
(Bernd Dauster)
Verleger
Die Dichter bauen Luftschlässer, die Leser bewohnen sie, und die Verleger kassieren die Miete.
(Maksim Gorkij, russischer Schriftsteller, 1868-1936)
Verleumdung
Verleumdung ist wie die Wespe, die uns lästig umschwärmt. Man darf nicht nach ihr schlagen, wenn man sie nicht sicher tötet, sonst greift sie noch wütender an als zuvor.
(Sébastien Roch Nicolas Chamfort, frz. Schriftsteller, 1741-1794)
Ich freue mich über Verleumdungen, denn sie lenken von der Wahrheit ab.
(Marquis de Sade, franz. Schriftsteller, 1740-1814)
Verlust
Meistens belehrt uns erst der Verlust über den Wert der Dinge.
(Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)
Vernunft
Wer sich ständig von Vernunft leiten läßt, ist nicht vernünftig.
(Charles Tschopp, schweizer Aphoristiker, 1899-1982)
Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch.
(George Bernard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)
Die Vernunft spricht leise, deshalb wird sie so oft nicht gehört.
(Nehru, indischer Politiker, 1889-1964)
In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon ein Widerspruch in sich.
(Voltaire, frz. Schriftsteller u. Philosoph, 1694-1778)
Alles Große und Gescheite existiert in der Minorität Es ist nie daran zu denken, daß die Vernunft
populär werde. Leidenschaften und Gefühle mögen populär werden, aber die Vernunft wird immer nur im Besitze einzelner Vorzüglicher sein.
(Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter, 1749-1832)
Wer unter Toren schweigt, läßt Vernunft, wer unter Vernünftigen schweigt, Torheit vermuten.
(Ernst Frhr. von Feuchtersleben, österr. Lyriker, 1806-1849)
Es liegt in der menschlichen Natur, vernünftig zu denken und unvernünftig zu handeln.
(Anatole France, franz. Schriftsteller, 1844-1924)
In der Vernunft und in unserer eigenen Natur werden wir Führer haben, die viel sicherer sind als jene Götter, denen die Geistlichkeit nach ihrem Gutdünken irgendwelche Worte in den Mund legt und deren Sprache sie je nach ihren Interessen auslegt.
(Paul Thiry D'Holbach)
Kein Mann hat Phantasie genug, die weibliche Vernunft zu begreifen. Deshalb nennt man sie Unvernunft.
(Eleonora Duse, italienische Schauspielerin, 1858-1924)
Versagen
Es ist besser, in Ehren zu versagen, als durch Betrug erfolgreich zu sein.
(Sophokles, griechischer Dichter, 496-406 v. Chr.)
Versagen darfst Du, aber nie aufgeben.
(Mary Crowley)
Verrat
Ich liebe den Verrat, aber ich hasse Verräter.
(Julius Caesar, röm. Feldherr, 100-44 v.Chr.)
Verrücktheit
Es gibt kein großes Genie ohne einen Schuß Verrücktheit.
(Aristoteles, gr. Philosoph, 384-322 v. Chr.)
Verschwiegenheit
Die beste Informationsquelle sind Leute, die versprochen haben, nichts weiterzuerzählen.
(Marcel Mart, franz. Schriftsteller, *1948)
Versicherung
Versicherungsbetrug ist keine Einbahnstraße. Viel häufiger fühlt sich der Versicherte betrogen.
(Oliver Hassencamp, dt. Schriftsteller, 1921-1988)
Versprechen
Die beste Möglichkeit, Wort zu halten, ist, es nicht zu geben.
(Napoleon Bonaparte, franz. Kaiser, 1769-1821)
Versprecher
Freudscher Versprecher: Scheiße, das ich schon wieder pinkeln muß.
(Winfried Bornemann)
Verstand
Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen,
aber keine Bildung den natürlichen Verstand.
(Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand.
Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe.
(Rene Descartes, frz. Mathematiker u. Philosoph, 1596-1650)
Viele verlieren den Verstand deshalb nicht, weil sie keinen haben.
(Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)
Viel Wissen bedeutet noch nicht Verstand.
(Heraklit, gr. Philosoph, 540-480 v. Chr.)
Der Verstand ist wie eine Fahrkarte: Sie hat nur dann einen Sinn, wenn sie benutzt wird.
(Ernst R. Hauschka, dt. Aphoristiker, *1926)
Ein schwacher Verstand ist wie ein Mikroskop, das Kleinigkeiten vergrößert und große Dinge nicht erfaßt.
(Graf Chesterfield, brit. Staatsmann & Politiker, 1694-1773)
Viele klagen über ihr schwaches Gedächnis, aber nur wenige über ihren schwachen Verstand.
(Anonymus)
Der Verstand und die Fähigkeit, ihn zu gebrauchen, sind zwei verschiedene Gaben.
(F. Grillparzer, österr. Dichter, 1791-1872)
Der Verstand und die Fähigkeit, ihn zu gebrauchen, sind zwei verschiedene Gaben.
(Franz Grillparzer, österr. Dichter, 1791-1872)
Wer über gewisse Dinge den Verstand nicht verliert, der hat keinen zu verlieren.
(Gotthold Ephraim Lessing, deutscher Dichter, 1729-1781)
Versöhnung
Für Menschen, die den Terror und die Folter überlebt haben, ist der Versöhnungsgedanke unerträglich. Ich würde niemals wagen zu sagen: Liebe deine Feinde. Aber wir müssen an unsere Kinder und Enkel denken, statt uns gegenseitig mit Vernichtung und Haß zu verfolgen.
(Isabel Allende, chilenische Schriftstellerin, *1942)
Nichts ist gefährlicher als zwei Menschen auszusöhnen; sie zu entzweien ist viel sicherer und leichter.
(Jean Paul, deutscher Dichter, 1763-1825)
Versuchung
Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen.
(Oscar Wilde, engl. Schriftsteller, 1854-100)
Versuchungen sind wie Vagabunden: Wenn man sie freundlich behandelt,
kommen sie wieder und bringen andere mit.
(Mark Twain, amerikan. Schriftsteller, 1835-1903)
Der einzige Weg, eine Versuchung loszuwerden, ist, ihr nachzugeben.
(Oscar Wilde, brit. Schriftsteller, 1854-1900)
Manch einer, der vor der Versuchung flieht, hofft doch heimlich, daß sie ihn einholt.
(Giovanni Guareschi, ital. Schriftsteller 1908-1968)
Vertrauen
Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen.
(Jean-Paul Sartre, franz. Philosoph, 1905-1980)
Vertrauen wird dadurch erschöpft, daß es in Anspruch genommen wird.
(Berthold Brecht, dt. Schriftsteller, 1898-1956)
Wenn man einem Menschen vertrauen kann, erübrigt sich ein Vertrag. Wenn man ihm nicht vertrauen kann, ist ein Vertrag nutzlos.
(Jean Paul Getty, amerik. Ölmilliardär, 1892-1976)
Nicht 'blindes' sondern sehendes, einsetzendes Vertrauen; nicht 'ergebenes', vielmehr kühnes, ringendes mitwirkendes Vertrauen scheint mir das höchste Gut zu sein, das im menschl. Dasein erlangt werden kann.
(Martin Buber, jüd. Rechtsphilosoph, 1878-1965)
Verurteilen
Verurteile niemanden, bevor du nicht in seiner Lage warst.
(Talmud)
Richte nie den Wert des Menschen schnell nach einer kurzen Stunde. Oben sind bewegte Wellen, doch die Perle liegt am Grunde.
(Otto von Leixner, dt. Schriftsteller, 1847-1907)
Verwaltung
Treffen Einfalt und Gründlichkeit zusammen, entsteht Verwaltung.
(Oliver Hassencamp, dt. Schriftsteller, 1921-1988)
Verwandschaft
Seitdem es Flugzeuge gibt, sind die entfernten Verwandten auch nicht mehr das, was sie einmal waren.
(Helmut Qualtinger, österr. Schriftsteller, 1928-1986)
Verzeihen
Nie verzeiht dir eine Frau, dass sie dir etwas verzeihen muss.
(Maria Schell, österreichische Schauspielerin, *1926)
Vision
Es wird Wagen geben, die von keinem Tier gezogen werden und mit unglaublicher Gewalt daherfahren.
(Leonardo da Vinci, ital. Erfinder u. Maler, 1452-1519)
Volksmusik
Diese penetrante Fröhlichkeit, der verlogene Mitmachzwang: Das hat nichts mit Volksmusik zu tun, es ist nur zum Kotzen.
(Stephan Remmler, dt. Sänger)
Vorbild
Man kann niemanden überholen, wenn man in seine Fußstapfen tritt.
(Francois Truffaut, franz. Regiesseur, 1932-1985)
Vordergründigkeit
Kinder suchen immer nach dem Geheimnis jenseits des Spiegels.
Nur wir Erwachsenen begnügen uns mit unserer flachen Vordergründigkeit.
(Stanislaw Jerzy Lec, polnischer Satiriker, 1909-1966)
Vorfahren
Wer sich nur seiner Vorfahren rühmt, bekennt damit, daß er einer Familie angehört,
die tot mehr Wert ist als lebendig.
(Neill Lawson, amerikan. Jurist, 1820-1890)
Mit der Zeit vollbringen unsere Vorfahren immer ruhmreichere Taten.
(Wieslaw Brudzinzki, poln. Aphoristiker, *1920, Katzenjammer)
Aber da ich kurz zuvor gesagt habe, unsere Vorfahren sollten uns zum Muster dienen, so gelte als erste
Ausnahme, daß man nicht ihre Fehler nachahmen muß.
(Cicero, röm. Staatsmann u. Redner, 101-43 v. Chr.)
Vorrecht
Der größte Feind des Rechtes ist das Vorrecht.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Dichterin, 1830-1916)
Vorsatz
Heute: Tag, an dem man gute Vorsätze faßt; Morgen, frühester Termin für ihre Verwirklichung.
(Ron Kritzfeld, dt. Chemiekaufmann, *1921)
Gut ist der Vorsatz, aber die Erfüllung schwer.
(Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter, 1749-1832)
Vorsicht
Vorsicht ist das, was wir bei anderen Feigheit nennen.
(Oscar Wilde, engl. Schriftsteller, 1854-1900)
Vorstellungskraft
Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen.
(Albert Einstein, dt.-am. Wissenschaftler, 1879-1955)
Vorurteil
Ein Vorurteil ist ziemlich sicher daran zu erkennen, daß man sich in seiner Begründung ereifert.
(Victor de Kowa, dt. Schauspieler 1904-1973)
Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine Vorurteile neu gruppieren.
(Luther Burbank, amerikan. Biologe, 1849-1926)
Vorurteile sind Fertigteile. Damit kann man sich die Welt leicht und schnell zusammenbauen.
(Hellmut Walters, dt. Aphoristiker, geb. 1930)
Ein Urteil läßt sich widerlegen, ein Vorurteil nie.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Schriftst., 1830-1916)
Das Vorurteil ist ein Floß, an das sich der schiffbrüchige Geist klammert und ins Sichere rudert.
(Ben Hecht, amerikan. Schriftst. u. Journalist, 1894-1964)
Daß irgendein Mensch auf Erden ohne Vorurteil sein könne, ist das größte Vorurteil.
(August von Kotzebue, dt. Dramatiker, 1761-1819)
Die Unwissenheit ist der Wahrheit näher als das Vorurteil.
(Wladimir Iljitsch Lenin, russ. Politiker, 1870-1924)
Vorurteil stützt die Throne, Unwissenheit die Altäre.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, 1830-1916)
Je reicher man an Urteilen ist, desto ärmer wird man an Vorurteilen.
(Henry Miller, amerikan. Schriftsteller, 1891-1980)
W
Wagnis
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
(Lucius Annaeus Seneca, römischer Philosoph, 4-65 n.Chr.)
Wahlbetrug
Wahlbetrug: verbotene Beeinflussung des Wahlergebnisses nach der Wahl. Gegensatz: Wahlversprechen.
(Rolf Haller, dt. Schriftsteller, *1922)
Wahlen
Schlechte Kandidaten werden gewählt von guten Bürgern, die nicht zur Wahl gehen.
(Thomas Jefferson, amerikan. Staatsmann, 1743-1826)
Nie wird so viel gelogen wie nach der Jagd, im Krieg und vor Wahlen.
(Otto von Bismark, dt. Staatsmann, 1815-1898)
Politiker zu kaufen ist altmodisch; in der modernen Demokratie kauft man Wähler.
(Johannes Gross, deutscher Publizist, 1932-1999)
Wahn
Einen Wahn verlieren macht weiser als eine Wahrheit finden.
(Ludwig Börne, dt. Schriftsteller, 1786-1837)
Wahrheit
Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Gedächtnis leisten.
(Theodor Heuss, dt. Politiker, 1884-1964)
Für einen Politiker ist es gefährlich, die Wahrheit zu sagen.
Die Leute könnten sich daran gewöhnen, die Wahrheit hören zu wollen.
(George Bernard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)
Die allgemeine Meinung ist nicht immer die wahrste.
(Giordano Bruno, ital. Philosoph, 1548-1600)
Nichts wird so leicht für Übertreibung gehalten wie die Schilderung der reinen Wahrheit.
(Joseph Conrad, ukrainisch-brit. Schriftsteller, 1857-1924)
Die beste Tarnung ist die Wahrheit. Die glaubt einem keiner!
(Max Frisch, schweiz. Schriftsteller, 1911-1991)
Wer eine Wahrheit verbergen will, braucht sie nur offen auszusprechen - sie wird einen ja doch nicht
geglaubt.
(Charles Talleyrand, frz. Politiker, 1754-1838)
Eine schmerzliche Wahrheit ist besser als eine Lüge.
(Thomas Mann, dt. Dichter, 1875-1955)
Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der größte Spaß auf Erden.
(George Bernard Shaw, irischer Dichter, 1856-1950)
Sehr viele Menschen leben davon, daß die Wahrheit auf Erden so schwer zu finden ist: die Detektive, Rechtsanwälte, Richter, Schriftsteller, Wissenschaftler, Philosophen, Geistliche und viele andere.
(Georges Simenon, belgischer Kriminalschriftsteller, 1903-1989)
Nur Kinder, Narren und sehr alte Leute können es sich leisten, immer die Wahrheit zu sagen.
(Winston Churchill, brit. Staatsmann, 1874-1965)
Mit der Wahrheit kann man allenfalls leger umgehen - lügen muß man ganz genau.
(Hans Kasper, dt. Lyriker, *1916)
Die Wahrheit muß billig sein, wenn man sie verkaufen will.
(Hermann Kesten, dt. Schriftsteller, 1900-1996)
Am meisten fühlt man sich von der Wahrheit getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte.
(Friedl Beutelrock, dt. Schriftstellerin, 1899-1956)
Die gefährlichsten Unwahrheiten sind Wahrheiten, mäßig entstellt.
(Lichtenberg, dt. Schriftst. u. Physiker, 1742-1799)
Man beleidigt öfter mit Wahrheiten als mit Lügen.
(Charles Tschopp, schweiz. Aphoristiker, 1899-1982)
Wer die Wahrheit hören will, den sollte man vorher fragen, ob er sie ertragen kann.
(Ernst R. Hauschka, dt. Aphoristiker, *1926)
Je weicher die Wahrheit, desto steifer der Standpunkt.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966)
Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemanden den
Bart zu versengen.
(Georg Christoph Lichtenberg, dt. Physiker und Schriftsteller, 1742-1799)
Wahrheitsliebe ist die seltenste aller amourösen Bindungen.
(Alfred Polgar, österr. Literaturkritiker, 1873-1955)
Solange die Menschen Lügen über uns erzählen, heißt das nicht viel, schlimm wird es erst,
wenn sie anfangen die Wahrheit zu erzählen.
(George Bernard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)
Die Wahrheit liegt meist am Rande, nicht in der Mitte.
(Henry Miller, amerikan. Schriftsteller, 1891-1980)
Als unverlierbaren Kinderglauben habe ich mir den an die Wahrheit bewahrt. Ich bin der Zuversicht, daß der aus der Wahrheit kommende Geist stärker ist als die Macht der Verhältnisse.
(Albert Schweizer, ev. Theologe, Arzt u. Philosoph, 1875-1965)
Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!
(Berthold Brecht, dt. Schriftsteller, 1898-1956)
Die Unwissenheit ist der Wahrheit näher als das Vorurteil.
(Wladimir Iljitsch Lenin, russ. Politiker, 1870-1924)
Immer wieder behauptete Unwahrheiten werden nicht zu Wahrheiten, sondern was schlimmer ist, zu Gewohnheiten.
(Oliver Hassencamp, dt. Schriftsteller, 1921-1988)
Wahrheit ist etwas so Kostbares, daß Politiker gar nicht anders können, als damit sparsam umzugehen.
(Mark Twain, amerikan. Schriftsteller, 1835-1903)
Es ist das Los der Menschheit, dass die Wahrheit keiner hat. Sie haben sie alle, aber verteilt, und wer nur bei einem lernt, der vernimmt nie, was die anderen wissen.
(Johann Heinrich Pestalozzi, schweizer Erzieher u. Sozialreformer, 1746-1827)
Heilig ist zwar Laktanz, der die Kugelgestalt der Erde leugnete; heilig Augustinus, der die Kugelgestalt zugab, aber die Antipoden leugnete; heilig das Offizium unserer Tage, das die Kleinheit der Erde zugibt, aber ihre Bewegung leugnet. Aber heiliger ist mir die Wahrheit.
(Johannes Kepler, dt. Astronom, 1571-1630, 'Astronomia Nova')
Niemand ist weiter von der Wahrheit entfernt als der, der alle Antworten weiß.
(Chuang Tsu)
Die Wahrheit ist oft brutal, die Lüge erst, wenn sie aufgedeckt wird.
(Erhard Blanck)
Warten
Bereit sein ist viel, warten können ist mehr, doch erst den rechten Augenblick abwarten ist alles.
(Arthur Schnitzler, österr. Dramatiker, 1892-1931)
Wechsel
Nur der Wechsel ist wohltätig. Unaufhörliches Tageslicht ermüdet.
(Wilhelm Freiherr von Humboldt, dt. Philosoph u. Politiker, 1787-1835)
Wein
Es ist mir völlig gleichgültig, wohin das Wasser fließt, solange es nicht in meinen Wein läuft.
(Gilbert Keith Chesterton, engl. Schriftst. u. Satiriker, 1874-1936, Gegenspieler von Shaw)
Schade, daß man einen Wein nicht streicheln kann.
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)
Für die Toten Wein, für die Lebenden Wasser, das ist eine Vorschrift für Fische.
(Martin Luther, dt. Reformator, 1483-1546)
Weisheit
Wenige sind weise genug, fördernden Tadel trügendem Lobe vorzuziehen.
(La Rochefoucauld, frz. Schriftst., 1613-1680, Betrachtungen)
In der Einfalt eines Tieres liegt große Weisheit mit Verlaub -
und manchmal liegt große Torheit in der Weisheit der Gelehrten.
(George Bernard Shaw, ir. Dramatiker, 1856-1950, Die heilige Johanna)
Wo die Sonne der Weisheit am tiefsten steht, werfen selbst Zwerge große Schatten.
(Karl Kraus, österr. Schriftst., 1847-1936)
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist ein Laster. Wissen, aber sich dem Nichtwissenden gleich verhalten, ist Weisheit.
(chinesisches Sprichwort)
Der Weise ist nicht gelehrt, der Gelehrte ist nicht weise.
(Laotse, chin. Philosoph, 3/4 Jhd. v.Chr.)
Gesunder Menschenverstand in ungewöhnlichem Maße ist das, was die Welt Weisheit nennt.
(Samuel Taylor Coleridge, engl. Dichter und Philosoph, 1772-1834)
Welt
Bevor man die Welt verändert, wäre es vielleicht doch wichtiger, sie nicht zugrunde zu richten.
(Paul Claudel, französischer Schriftsteller und Diplomat, 1868-1955)
Wer ohne die Welt auszukommen glaubt, irrt sich. Wer aber glaubt, daß
die Welt nicht ohne ihn auskommen könne, irrt sich noch viel mehr.
(Francois de La Rochefoucauld, frz. Schriftsteller, 1613-1680)
Je kaputter die Welt draußen, desto heiler muß sie zu Hause sein.
(Reinhard May, dt. Sänger, *1942)
Weltfrieden
Ist Weltfrieden ohne religiöse Abrüstung überhaupt möglich?
(M.S. Salomon, dt. Philosoph u. Autor, *1967)
Werbung
Wer den Sirenengesang der Werbung widersteht, ist mündiger Bürger. Und gefährdet Arbeitskräfte.
(Oliver Hassenkamp, dt. Schriftsteller, 1921-1988)
Reklame ist die Kunst, auf den Kopf zu zielen und die Brieftasche zu treffen.
(Vance Packard, amerikan. Verkaufspsychologe, *1914)
Wer aufhört zu werben, um so Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.
(Henry Ford, amerikan. Industrieller, 1885-1945)
Enten legen ihre Eier in aller Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt. Was ist die Folge?
Alle Welt ißt Hühnereier.
(Henry Ford, amerikan. Industrieller, 1885-1945)
Wenn sie einen Dollar in Ihr Unternehmen stecken wollen, so müssen sie einen zweiten bereithalten,
um das bekanntzugeben.
(Henry Ford, am. Industrieller, 1885-1945)
Wenn sich ein junger Mann ein Mädchen kennenlernt und ihr erzählt, was für ein großartiger Kerl er ist, so ist das Reklame. Wenn er Ihr sagt, wie reizend sie aussieht, so ist das Werbung. Wenn sie sich aber für ihn entscheidet, weil sie von anderen gehört habe, er sei ein feiner Kerl, so sind das Public Relations.
(Alwin Muenchmeyer)
Werbung ist der Versuch, das Denkvermögen des Menschen so lange außer Takt zu setzen, bis er genügend Geld ausgegeben hat.
(Ambrose Bierce, amerikan. Journalist und Schriftsteller, 1842-1914)
Werbung ist die Mystik des 21. Jahrhundert.
(Thomas Niederreuther, dt. Aphoristiker, *1909)
Wenn ich dem Glauben schenke, was die Werbung hier seit nun gut 20 Jahren verspricht,
müßten unsere Kleinen schon stauben, selbst wenn sie Durchfall haben.
(Wolfgang Dworzak)
Man hat manchmal den Verdacht, daß die werbetreibende Industrie den Leuten sagt: Macht schlechtes Programm - so gut wie unsere Werbespots darf's einfach nicht sein.
(Jochen Busse, dt. Kabarettist, *1941)
Die Werbung schenkt uns neue Bedürfnisse und nimmt uns Stück für Stück die eigene.
(Iring Fetscher, dt. Politologe, *1922)
Werte
Werte müssen einen lebenspraktischen Bezug haben, wenn sie respektiert werden sollen.
(Klaus Brandstetter)
Wettbewerb
Die Japaner erobern den Weltmarkt mit unlauterem Wettbewerb: Sie arbeiten während der Arbeitszeit.
(Ephraim Kishon, israelischer Satiriker, *1924)
Die Klage über die Stärke des Wettbewerbs ist in Wirklichkeit meist nur eine Klage über den Mangel
an Einfällen.
(Walter Rathenau, dt. Staatsmann, 1867-1922)
Wetter
Alle reden über das Wetter, aber keiner tut etwas dagegen.
(Mark Twain, amerikan. Schriftsteller, 1835-1903)
Regen entsteht durch das Zusammentreffen von Hochdruckgebieten mit Kaltluftfronten und feuchten Luftmassen mit einem Wochenende.
(unbekannt)
Whiskey
Das Eis macht Flüsse im Winter begehbar und Whiskey im Sommer trinkbar.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)
Wille
Aller Eigensinn beruht darauf, daß der Wille sich an die Stelle der Erkenntnis gedrängt hat.
(Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)
Willensfreiheit
Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt und nie gehaßt.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, 1830-1918)
Wirklichkeit
Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht todzukriegen sind.
(Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)
Wirtschaft
Der Reingewinn ist der Teil der Bilanz, den der Vorstand beim besten Willen nicht mehr vor
den Aktionären verstecken kann.
(Carl Fürstenberg, dt. Bankier, 1850-1933)
Eine Betriebsanalyse ist eine kostspielige Methode, durch betriebsfremde Fachleute das ermitteln zu lassen,
was man im Betrieb seit 20 Jahren weiß.
(Michael Schiff, dt. Schriftsteller, *1925)
Wirtschaftswissenschaft ist die einzige Disziplin, in der jedes Jahr auf dieselben Fragen andere Antworten
richtig sind.
(Danny Kaye, amerikan. Filmschauspieler, 1913-1987)
Wenn jemand in einem Betrieb unverzichtbar ist, dann ist dieser Betrieb falsch organisiert.
(Andreas Hoff)
Manche Manager gehen in ihren Betrieben nach dem
Herodes-Prinzip vor: Sie suchen nach dem besten
geeigneten Nachfolger und sorgen dafür, daß er
gefeuert wird.
(George Bowles)
Nicht die Großen werden die kleinen fressen, sondern die Schnellen die Langsamen.
(Heinz Peter Halek)
Think global. Act local.
(Coca Cola-Motto)
In den Fabriken stellen wir Kosmetikartikel her; über die Ladentheke verkaufen wir Hoffnung auf Schönheit.
(Charles Revson)
Kein Mensch kauft heute mehr Schuhe, um seine Füße warm und trocken zu halten, sondern wegen des Gefühls,
das er mit diesen Schuhen verbindet: Man fühlt sich darin männlich, weiblich, naturverbunden und geländesicher, 'anders', kultiviert, jung, elegant oder 'in'. Der Kauf von Schuhen ist zum 'Gefühlserlebnis' geworden. Heutzutage verkaufen wir eher eine Gefühlswelt als einfach nur Schuhe.
(Francis C. Rooney)
Die besten Köpfe gibt es nicht in der Regierung. Die Wirtschaft holt sie weg.
(Ronald Reagan, ehem. amerikan. Präsident)
Alle Wirtschaftsprobleme wären zu lösen, wenn man die Selbstgefälligkeit steuerpflichtig machte.
(Jaques Tati, franz. Komiker, 1908-1982)
Meine These ist: Die scheinbar neuen Herausforderungen sind so neu nicht. Wir haben sie nur jahrelang vor dem Hintergrund einer blühenden Weltkonjunktur verdrängen können. Wir sind von der Konjunktur verwöhnt worden.
(Dr. Heyo Schmiedeknecht, Deutsche Babcock AG)
Nicht jeder Unternehmer, der stiften geht, ist ein Mäzen.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)
Wissen
Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen.
(Albert Einstein, dt.-am. Wissenschaftler, 1879-1955)
Viel Wissen bedeutet noch nicht Verstand.
(Heraklit, griech. Philosoph, 540-480 v. Chr.)
Was wir wissen, ist ein Tropfen; was wir nicht wissen, ein Ozean.
(Sir Isaac Newton, engl. Physiker, 1643-1727)
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist ein Laster. Wissen, aber
sich dem Nichtwissenden gleich verhalten, ist Weisheit.
(chinesisches Sprichwort)
Wir ertrinken in Informationen und hungern nach Wissen.
(John Naisbitt, Zukunftsforscher)
Das Entscheidende am Wissen ist, daß man es beherzigt und anwendet.
(Konfuzius, chin. Philosoph, 551-479 v.Chr.)
Die Erkenntnis der eigenen Unwissenheit ist der erste Schritt zum Wissen.
(Benjamin Disraeli, brit. Staatsmann u. Schriftsteller, 1804-1888)
Die Wissenden reden nicht viel, die Redenden wissen nicht viel.
(chinesisches Sprichwort)
Kenntnisse bloß zu sammeln ist genauso schlecht wie Geld zu horten. Auch Wissen will umgesetzt sein.
(Robert Frost, amerikan. Schriftsteller, 1874-1963)
Weiss ich nicht. Ich beschwere mein Gedächtnis nicht mit Tatsachen, die ich in einem Konversationslexikon finden kann.
(Albert Einstein, dt.-am. Wissenschaftler, 1879-1955)
Sei dir bewußt, was du weißt. Was du hingegen nicht weiß, das gib zu.
Das ist das richtige Verhältnis zum Wissen.
(Konfuzius, chin. Philosoph, 551-479 v. Chr.)
Vielwisserei lehrt nicht, Vernunft zu haben.
(Heraklit, grichischer Philosoph, 550-480 v. Chr.)
Sag nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.
(Matthias Claudius, dt. Dichter, 1740-1815)
Wissenschaft
Was man von einem einzigen abkupfert, ist ein Plagiat; was man von zweien abkupfert, ist wissenschaftliche Forschung.
(unbekannt)
Ein Wissenschaftler ist jemand, dessen Einsichten größer sind als seine Wirkungsmöglichkeiten. Gegenteil: Politiker.
(Helmar Nahr, dt. Wirtschaftswissenschaftler, *1931)
Die Wissenschaftsfeindlichkeit der Bevölkerung stammt von der Bevölkerungsfeindlichkeit der Wissenschaft.
(Gerhard Kocher, schweizer. Ökonom, *1939)
Der Mann der Wissenschaft muß ständig bemüht sein, an seinen eigenen Wahrheiten zu zweifeln.
(Jose Ortega y Gasset, span. Philosoph, 1883-1955)
Früher war die Naturwissenschaft ein Mittel zur Abwendung von Naturkatastrophen. Heute zur Anwendung.
(Jeanine Luczak, schweizer. Literaturwissenschaftlerin u. Aphoristikerin, 1938-)
Die Wissenschaft, richtig verstanden, heilt den Menschen von seinem Stolz; denn sie zeigt ihm seine Grenzen.
(Albert Schweitzer, dt. Arzt, Theologe und Nobelpreisträger, 1875-1965)
Witwe
Es läßt sich nicht bestreiten: Witwen leben länger als ihre Männer.
(Ingrid Steeger, dt. Schauspielerin)
Witz
Witz ist wie Kaviar: Er sollte nur in kleinen Bissen genossen werden und nicht dick
aufgetragen wie Marmelade
(Sir Noël Coward, engl. Dramatiker, 1899-1973)
Am Ende ist alles ein Witz.
(Charlie Chaplin, englischer Schauspieler und Regisseur, 1889-1977)
Wodka
Ein halber Liter Wodka bedeutet nichts für einen gut trainierten Russen, doch kann er die Verhandlungsfähigkeit eines Westmenschen stark vermindern.
(Aus dem Handbuch für US-Unterhändler in der UdSSR)
Wohlstand
Nur wer im Wohlstand lebt, schimpft auf ihn.
(Ludwig Marcuse, dt. Publizist u. Schriftsteller, 1894-1971)
Unser Leben ist viel schwerer als das unserer Vorfahren, weil wir uns so viele Dinge anschaffen müssen, die uns das Leben erleichtern.
(Gabriel Laub, tschechischer Schriftst. u. Satiriker, *1928)
Es gibt Leute, die wollen lieber einen Stehplatz in der ersten Klasse als einen Sitzplatz in der dritten.
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)
Wohltätigkeit
Tu soviel Gutes, wie Du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber.
(Charles Dickens, engl. Schriftsteller, 1812-1870)
Wort
Wen das Wort nicht schlägt, den schlägt auch der Stock nicht.
(Sokrates, griech. Philosoph, 470-399 v.Chr.)
Worte sind die mächtigste Droge, welche die Menschheit benutzt.
(Joseph Rudyard Kipling, engl. Erzähler, 1865-1936)
Worte verbinden nur, wo unsere Wellenlängen längst übereinstimmen.
(Max Frisch, schweizer. Dramatiker, 1911-1991)
Ich glaube nicht, daß Worte den Lauf der Dinge aufhalten werden. Aber ich meine doch, daß sie gesprochen werden müssen, damit nicht spätere Generationen - wenn es solche überhaupt gibt - unsere Periode für wahnsinnig halten.
(Max Born, dt.-brit. Physiker u. Nobelpreisträger, 1882-1970)
Mit bösen Worten, die man ungesagt herunterschluckt, hat sich noch niemand den Magen verdorben.
(Winston Churchill, brit. Staatsmann, 1874-1965)
Beurteile einen Menschen lieber nach seinen Handlungen als nach seinen Worten; denn viele
handeln schlecht und sprechen vortrefflich.
(Matthias Claudius, dt. Dichter, 1740-1815)
Wer seinen Mund nicht halten kann, der wird auch sein Wort nicht halten.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)
Wucher
Wucher ist das sicherste Mittel zum Gewinn, obwohl eines der schlechtesten, da er nichts anderes bedeutet, als sein Brot zu essen 'im Schweiße des Angesichts eines anderen.
(Francis Bacon, engl. Staatsmann u. Philosoph, 1561-1626)
Wunder
Wunder stehen nicht im Gegensatz zur Natur, sondern nur im Gegensatz zu dem, was wir über die Natur wissen.
(St.Augustin, Apostel von England und erster Erzbischof von Canterbury, ?-604/605)
Kindliche Wundermärchen über Wandeln auf dem Wasser und Wiederauferstehung eines Toten werden um so eher als Wunder geglaubt je weniger die eigene Bildung dazu befähigt, die tatsächlichen Wunder des
Mikrokosmos des Universums und der unendlich komplizierten Systeme des Lebens auch nur annähernd als solche wahrzunehmen.
(unbekannt)
Geheimnisse sind noch keine Wunder.
(Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter, 1749-1832)
Das große unzerstörbare Wunder ist der Menschenglaube an Wunder.
(Jean Paul, dt. Dichter, 1763-1825)
Wunsch
Unsere Wünsche sind die Vorboten der Fähigkeiten, die in uns liegen.
(Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter, 1749-1832)
Der Ursprung, ja das eigentliche Wesen der Religion ist der Wunsch. Hätte der Mensch keine Wünsche, so hätte er auch keine Götter. Was der Mensch sein möchte, aber nicht ist, dazu macht er seinen Gott.
(Ludwig Feuerbach, dt. Philosoph, 1804-1872)
Es gibt zwei Tragödien im Leben. Die eine: daß die dein Herzenswunsch nicht erfüllt wird. Die andere: daß er es wird.
(George Bernard Shaw, ir. Dramatiker, 1856-1950)
Ich wünschte ein Shakespeare zu sein und wurde ein Shaw.
(George Bernard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)
Ein Wunsch kann durch nichts mehr verlieren als dadurch, daß er in Erfüllung geht.
(Peter Bamm, dt. Schriftsteller, 1897-1975)
Zu den herbsten Enttäuschungen des Lebens zählen oft die erfüllten Wünsche.
(Karl Heinrich Waggerl, österr. Erzähler, 1897-1973)
Wo man am meisten drauf erpicht: gerade das bekommt man nicht.
(Wilhelm Busch, dt. Schriftsteller, Zeichner u. Maler, 1832-1908)
Unsere Wünsche sind wie kleine Kinder: Je mehr man ihnen nachgibt, umso anspruchsvoller werden sie.
(chin. Weißheit)
Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge.
(Wilhelm Busch, dt. Schriftsteller, Zeichner u. Maler, 1832-1908)
Der Ursprung, ja das eigentliche Wesen der Religion ist der Wunsch. Hätte der Mensch keine Wünsche, so hätte er auch keine Götter. Was der Mensch sein möchte, aber nicht ist, dazu macht er seinen Gott.
(L. Feuerbach, dt. Philosoph, 1804-1872)
Die Menschen von heute wünschen das Leben von übermorgen zu den Preisen von vorgestern.
(Tennessee Williams, amerikan. Schriftsteller, 1911-1983)
Würde
Die Würde, die in der Bewegung eines Eisberges liegt, beruht darauf, daß nur ein Achtel von ihm über dem Wasser ist.
(Ernest Hemmingway, amerikan. Journalist u. Schriftsteller, 1899-1961)
Je mehr Würde man für eine Sache aufwendet, desto würdeloser ist sie gewöhnlich.
(Karlheinz Deschner, dt. Autor u. Historiker, *1024)
Vielleicht besteht die einzige Würde des Menschen in seiner Fähigkeit, sich achten zu können.
(George Santayana, amerikan. Philosoph und Dichter span. Herkunft, 1863-1952)
Wüstling
Was ist ein Wüstling?
Einer, der auch dort noch Geist hat, wo andere nur Körper haben.
(Karl Kraus, österr. Schriftsteller, 1874-1936)
Z
Zahnarzt
Wenn Gott gewollt hat, daß wir Zucker essen, würde er nicht die Zahnärzte erfunden haben.
(Ralph Nader, amerikan. Verbraucheranwalt, *1934)
Zank
Zank ist Rauch der Liebe.
(Ludwig Börne, dt. Schriftsteller, 1786-1837)
Zeit
Zeit haben nur diejenigen, die es zu nichts gebracht haben. Und damit haben sie es weitergebracht als alle anderen.
(Giovanni Guareschi, ital. Schriftsteller, 1908-1968)
Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Schriftst., 1830-1916)
Die Zeit ist ein guter Arzt, aber ein schlechter Kosmetiker.
(William Sommerset Maugham, engl. Schriftsteller 1874-1965)
Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen.
(Seneca, röm. Philosoph, 4-65 n.Chr.)
Die Menschen, die niemals Zeit haben, tun am wenigsten.
(Georg Christoph Lichtenberg, dt. Physiker u. Schriftsteller, 1742-1799)
Die Zeit ist kein Geld. Aber den einen nimmt das Geld die Zeit und den anderen die Zeit das Geld.
(Ron Kritzfeld, dt. Aporistiker, *1921)
Alle reden vom Zeit totschlagen, dabei schlägt die Zeit uns tot.
(Alphonse Allias)
Kein Mensch ist so beschäftigt, daß er nicht die Zeit hat, überall zu erzählen, wie beschäftigt er ist.
(Robert Lembke, dt. Showmaster, 1913-1989)
Argwöhnisch wacht der Mensch über alles, was ihm gehört - nur die Zeit lässt er sich oft stehlen.
(Linus Carl Pauling, amerikan. Wissenschaftler & Nobelpreisträger, 1901-1994)
Eines sollten Sie sich nehmen und lassen, und nicht nehmen lassen: Zeit.
(Oliver Hassencamp, deutscher Schriftsteller, 1921-1988)
Es gibt hier Arten, seine Zeit zu vertun: Nichts zu tun, es ungenau zu tun, oder im falschen Augenblick zu tun.
(Voltaire, frz. Schriftsteller und Philosoph, 1694-1778)
Zeitung
Die Zeitung ist die Konserve der Zeit.
(Karl Kraus, österr. Schriftsteller, 1874-1936)
Die öffentliche Meinung, auf die die Zeitungen sich berufen, ist die Meinung derer, die sie aus den Zeitungen beziehen.
(Helmut Arntzen, dt. Bibliothekar, Schriftsteller u. Aphoristiker, *1931)
Zensur
Zensur - Zutreffendes bitte streichen.
(Hans-Hermann Kesten, deutscher Schriftsteller, 1900-1996)
Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern, die ältere heißt Inquisition.
(Johann Nepomuk Nestroy, österr. Dichter u. Schriftsteller, 1808-1862)
Der Zensor ist ein Beamter, der Dinge empfiehlt, indem er sie verbietet.
(Frank Wedekind, dt. Schriftsteller, 1864-1918)
Ein Zensor ist ein menschgewordener Bleistift oder ein bleistiftgewordener Mensch.
(Johann Nepomuk Nestroy, österr. Lustspieldichter, 1801-1862)
Die Zensur ist das lebendige Geständnis der Großen, dass sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können.
(Johann Nepomuk Nestroy, österr. Komödiendichter u. Schauspieler, 1801-1862)
Ziel
Der Weg ist das Ziel.
(Konfuzius, chin. Philosoph, 551-479 v. Chr.)
Zinsen
Mit drei Prozent Zinsen versucht die Bank mein Kapital zu beleidigen.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)
Zitat
Ich zitiere mich oft selbst. Das würzt meine Unterhaltung.
(George Bernard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)
Trau keinem Zitat, das du nicht selbst aus dem Zusammenhang gerissen hast.
(Johannes Rau)
Wenn man das richtige Zitat kennt, warum soll man es dann nicht bringen?
(Will Quadflieg)
So ein paar grundgelehrte Zitate zieren den ganzen Menschen
(Heinrich Heine)
Von den meisten Büchern bleiben bloß Zitate übrig.
Warum nicht gleich Zitate schreiben?
(Stanislaw Jerzy Lec)
Durch viele Zitate vermehrt man seinen Anspruch auf Gelehrsamkeit, vermindert den auf Originalität, und was ist Gelehrsamkeit gegen Originalität? Man soll Zitate also nur gebrauchen, wo man fremder Autorität wirklich bedarf.
(A. Schopenhauer, Neue Paralipomena)
Zitate sind Sprüche von denen man glaubt, daß man sie selbst hätte sagen können.
(unbekannt)
Zivilisation
Die Grenze zwischen Zivilisation und Barbarei ist nur schwer zu ziehen. Stecken Sie einen Ring in Ihre Nase, und Sie sind eine Wilde, stecken Sie zwei Ringe in Ihre Ohren, und Sie sind zivilisiert.
(Pearl S. Buck, amerikan. Schriftstellerin, 1892-1973)
Derjenige, der zum erstenmal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation.
(Sigmund Freud, österr. Psychologe u. Psychiater, 1856-1939)
Was die Menschen Zivilisation nennen, ist der Zustand gegenwärtiger Sitten; was sie Barbarei nennen, das sind die Sitten der Vergangenheit.
(Anatole France, frz. Schriftsteller, 1844-1924)
Zorn
Nicht durch Zorn, sondern durch Lachen tötet man.
(Nietzsche, dt. Phil., 1844-1900)
Der Zorn beginnt mit Wut und schließt mit Reue.
(Publilius Syrus, römischer Dichter, 1. Jh. v. Chr.)
Zufall
Ich glaube nicht an Zufall. Die Menschen, die in der Welt vorwärtskommen,
sind die Menschen, die aufstehen und nach denen von ihnen benötigten Zufall
Ausschau halten.
(George Bernard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)
Ein Zufall, der Gutes bringt, wird als Vorsehung angesehen, ein Zufall jedoch, der böse ausgeht, ist Schicksal.
(Reinhard Baumgart)
Wer die Ursache nicht kennt, nennt die Wirkung Zufall.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)
Mit dem Wort 'Zufall' gibt der Mensch nur seiner Unwissenheit Ausdruck.
(Laplace, frz. Astronom u. Mathematiker, 1749-1827)
Die Welt, in der wir leben, läßt sich als das Ergebnis von Wirrwarr und Zufall verstehen; wenn sie jedoch das Ergebnis einer Absicht ist, muß es die Absicht eines Teufels gewesen sein. Ich halte den Zufall für eine weniger peinliche und plausiblere Erklärung.
(Bertrand Russell, engl. Philosoph, 1872-1970)
Der Zufall ist der einzige legitime Herrscher des Universums.
(Napoleon Bonaparte)
Zufriedenheit
Wer nicht mit dem zufrieden ist, was er hat, der wäre auch nicht mit dem zufrieden, was er haben möchte.
(Berthold Auerbach, dt. Schriftsteller, 1812-1882)
Ich habe geweint, weil ich keine Schuhe hatte, bis ich einen traf, der keine Füße hatte.
(Anonymus)
Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen.
(Dieter Hildebrandt, dt. Kaberettist, *1927)
Zukunft
Früher hatten die Menschen Angst vor der Zukunft. Heute muß die Zukunft Angst vor den Menschen haben.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)
Wenn Sie nicht über die Zukunft nachdenken, können Sie keine haben.
(John Galsworthy, engl. Erzähler, 1867-1933)
Früher hatten die Menschen Angst vor der Zukunft. Heute muß die Zukunft Angst vor den
Menschen haben.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)
Das Merkwürdige an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, daß man unsere Zeit einmal die gute alte Zeit nennen wird.
(Ernest Hemingway, amerikan. Schriftsteller, 1899-1961)
Wer in der Zukunft lesen will, muß in der Vergangenheit blättern.
(Andre Malraux, frz. Schriftsteller u. Politiker, 1901-1976)
Das Merkwürdige an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, daß man unsere Zeit einmal die gute alte Zeit nennen wird.
(Ernest Hemingway, amerikan. Schriftsteller, 1899-1961)
Ich denke viel an die Zukunft, weil das der Ort ist, wo ich den Rest meines Lebens zubringen werde.
(Woody Allen, amerikan. Regisseur u. Schauspieler, *1935)
Die Zukunft ist die Ausrede aller jener, die in der Gegenwart nichts tun wollen.
(Harold Pinter, engl. Dramatiker, *1930)
Die Zukunft kann man am besten voraussagen, indem man sie selbst gestaltet.
(Alan Kay)
Bleib ruhig: In hundert Jahren ist alles vorbei.
(Ralph Waldo Emerson, amerikan. Philosoph, 1803-1882)
Zustimmung
Grundsätzliche Zustimmung ist die höflichste Form der Ablehnung.
(Robert Lembke, deutscher Journalist, 1913-1989)
Zweifel
Der Gläubige, der nie gezweifelt hat, wird schwerlich einen Zweifler bekehren.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, Aphorismen)
Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewißheit ist eine absurde.
(Voltaire, franz. Schriftsteller, 1694-1778)
Was die Welt vorwärts treibt, ist nicht die Liebe, sondern der Zweifel.
(Sir Peter Ustinov, engl. Schauspieler und Schriftsteller, *1921)
Was ein Mensch glaubt und woran er zweifelt ist gleich bezeichnend für die Stärke seines Geistes.
(Marie von Ebner-Eschenbach, Aphorismen)
Der Glaube versetzt Berge, der Zweifel erklettert sie.
(Friedrich Georg Jünger, Schriftsteller, 1898-1977)
Ein Hauch von Zweifel schon macht den Glauben zum Unsinn, ja hebt ihn gewissermaßen auf, während gelegentliche Anfälle von Gläubigkeit dem Zweifel im Wesentlichen kaum etwas anhaben können, ja ihn eigentlich erst recht zu bestätigen scheinen.
(Arthur Schnitzler, österr. Schriftsteller u. Arzt, 1862-1931)
Zyniker
Wer die Wahrheit im falschen Moment sagt, gilt als Zyniker.
(unbekannt)
Zyniker: Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung Dinge sieht, wie sie sind,
statt wie sie sein sollten.
(Ambrose Bierce, am. Journalist, 1842-1914 [verschollen])
Der Zynismus der Zyniker besteht nicht darin, daß sie sagen, was sie denken, sondern darin, daß sie denken.
(Gabriel Laub, tschech. Schriftst. u. Satiriker, *1928)