Zitate & Aphorismen von
Bertrand Russell


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Autor:Bertrand Russell
Zum Autor:Britischer Philosoph, Mathematiker u. Sozialkritiker, 1872-1970
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Selbst wenn alle Fachleute einer Meinung sind, können sie sehr wohl im Irrtum sein.

Manche Menschen würden eher sterben als nachzudenken.
Und sie tun es auch.

Ein Prozeß, der von der Amöbe zum Menschen geführt hat, schien den Philosophen augenscheinlichen Fortschritt zu bedeuten - aber ob die Amöbe dieser Auffassung zustimmen würde, ist nicht bekannt.

Der moderne Mensch betrachtet Geld als ein Mittel, zu mehr Geld zu kommen.

Ein Mathematiker weiß nie, wovon er spricht, noch ob das, was er sagt, wahr ist.

Furcht macht fanatisch.

Was die Welt braucht, ist nicht ein Dogma, sondern eine Bejahung der wissenschaftlichen Forschung zusammen mit dem Glauben, daß die Qualen von Millionen nicht wünschenswert sind, ob sie nun von Stalin oder einer Gottheit, die sich der Gläubige als sein Ebenbild vorstellt, verhängt werden.

Die Religion stützt sich vor allen und hauptsächlich auf die Angst.

Ich betrachte die Religion als Krankheit, als Quelle unnennbaren Elends für die menschliche Rasse.

Was das Glück betrifft, so haben weder Erfahrung noch Beobachtung in mir den Eindruck erweckt, daß Gläubige im Durchschnitt glücklicher oder unglücklicher seien als Glaubenslose.

Es gibt keinen Unsinn, den man der Masse nicht durch geschickte Propaganda mundgerecht machen könnte.

Das schlimmste an der christlichen Religion ist ihre krankhafte und unnatürliche Einstellung zur Sexualität.
('Warum ich kein Christ bin')

Religionen, wenn sie nicht von Zeit zu Zeit erneuert werden, altern wie Bäume. Das Christentum in der uns bekannten Form hat seine Zeit gehabt. Wir wollen eine neue Form, die in Übereinstimmung steht mit der Wissenschaft und dennoch für ein gutes Leben hilfreich ist.
(Autobiographie)

Soweit ich weiß, wird in keinem Kirchenlied das hohe Lied der Intelligenz gesungen.

Unsere Instinkte wirken nach zwei Richtungen - die eine strebt die Förderung unseres eigenen Lebens und das unserer Nachkommen an, die andere will das Dasein vermeintlicher Konkurrenten beeinträchtigen. Die erste umfaßt Lebensfreude, Liebe und Kunst, die, psychologisch gesehen, in der Liebe wurzelt. Zur zweiten gehören Wetteifer, Patriotismus und Krieg. Die herkömmliche Moral tut alles, um die erste zu unterdrücken und die zweite zu fördern.
(Anleitungen zur Skepsis)

Die gängige Moral will stets unterdrücken.

Die Regeln der Moral sollten so sein, das sie nicht das natürliche Glück unmöglich machen.

Bei uns sind diejenigen, die als moralische Leuchten gelten, Menschen, die selber auf gewöhnliche Freuden verzichten und, um sich selbst schadlos zu halten, anderen die Freude verderben.

Wir brauchen eine Sittlichkeit, die sich auf Liebe zum Leben, auf Freude am Wachstum und wirklichen Erfolgen, nicht aber auf Unterdrückung und Verbote gründet.
('Anleitungen zur Skepsis')

Wenn man sich auf der Welt umsieht, so muß man feststellen, daß jedes bißchen Fortschritt im humanen Empfinden, jede Verbesserung der Strafgesetze, jede Maßnahme zur Verminderung der Kriege, jeder Schritt zur besseren Behandlung der farbigen Rassen oder jede Milderung der Sklaverei und jeder moralische Fortschritt auf der Erde durchweg von den organisierten Kirchen der Welt bekämpft wurde. Ich sage mit vollster Überzeugung, daß die in ihren Kirchen organisierte christliche Religion der Hauptfeind des moralischen Fortschrittes in der Welt war und ist.

Als Christus die Menschen lehrte, einander zu lieben, erregte er eine solche Empörung, daß die Menge schrie: 'Kreuzige ihn!'

Von jeher sind die Christen eher der Masse gefolgt als dem Stifter ihrer Religion.
('Moral')

Alles wohl erwogen glaube ich nicht, daß religiöser Glaube eine Kraft zum Guten gewesen ist.

Ich bin selbst gegenüber allen bekannten Religionen Dissident, und ich hoffe, daß jede Art religiöser Gläubigkeit ausstirbt.

Das Christentum unterscheidet sich von anderen Religionen durch seine größere Bereitschaft zu Verfolgungen.

Das ist der Grundgedanke: daß wir alle schlecht wären, hielten wir uns nicht an die christliche Religion. Mir scheint es, daß der größte Teil der Menschen, dier sich daran gehalten hatte, außerordentlich schlecht war. Es ergibt die seltsame Tatsache, daß die Grausamkeit um so gräßer und die allgemeine Lage um so schlimmer waren, je stärker die Religion in ihrer vollen einer Zeit und je fester der dogmatische Glaube war.
('Warum ich kein Christ bin')

Es ist möglich, daß sich die Menschheit an der Schwelle eines goldenen Zeitalters befindet, wenn dies jedoch der Fall ist, muß zuerst der Drache getötet werden, der den Eingang bewacht, und dieser Drache ist die Religion.
('Warum ich kein Christ bin')

Die Behauptung, das Christentum habe einen erhebenden Einfluß auf die Moral, kann nur aufrechterhalten werden, wenn man sämtliche historischen Beweise ignoriert oder fälscht.
('Warum ich kein Christ bin')

Die Christen versichern uns, daß ihre Religion eine Religion der Liebe sei, aber die Annahme des Christentums durch den römischent Staat zu Zeiten Konstantins trug nichts zur Verminderung der Kriege bei, und in unseren Tagen waren viele der fanatischsten Kriegshetzer Christen.

Es ist gut zu wissen, daß Gott auf unserer Seite steht, aber es verwirrt ein wenig, wenn man herausfindet, daß der Feind gleichermaßen vom Gegenteil überzeugt ist.

Als Benjamin Franklin den Blitzableiter erfand, verdammte ihn der Klerus sowohl in England wie in Amerika, leidenschaftlich unterstützt von Georg III, als einen frevelhaften Versuch, den Willen Gottes zu besiegen. Denn alle rechtdenkenden Menschen wußten, der Blitzschlag wird von Gott geschickt, um die Gottlosigkeit oder eine andere schwere Sünde zu bestrafen...
('Essays in skepticism')

Moralisten sind Leute, die sich jedes Vergnügen versagen, außer jenem, sich in das Vergnügen anderer Leute einzumischen.

Die Welt, in der wir leben, läßt sich als das Ergebnis von Wirrwarr und Zufall verstehen; wenn sie jedoch das Ergebnis einer Absicht ist, muß es die Absicht eines Teufels gewesen sein. Ich halte den Zufall für eine weniger peinliche und plausiblere Erklärung.

Vollständige Freiheit ist mit organisierter Gesellschaft unvereinbar, aber das Ausmaß möglicher Freiheit in einer beliebigen Gemeinschaft hängt davon ab, wieviel Spielraum für Toleranz in ihrer allgemeinen Weltanschauung bleibt.

In der Weltpolitik spritzt mancher, der sich als Feuerwehrmann ausgibt, mit Benzin.

Es ist lange her, daß sich die menschliche Phantasie die Hölle ausgemalt hat, aber erst durch ihre jüngst erworbenen Fertigkeiten ist sie in die Lage versetzt worden, ihre einstigen Vorstellungen zu verwirklichen.

Menschen, die immer daran denken, was andere von ihnen halten, wären sehr überrascht, wenn sie wüßten, wie wenig die anderen über sie nachdenken.

Angst ist die Hauptquelle des Aberglaubens und eine der Hauptquellen der Grausamkeit.



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