Die Unmoralische
Aphorismen sind transportfähige Weisheiten, ausgesuchtester Extrakt des Denkens und Fühlens
(William Rounseville Alger)
 
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Zitate, Aphorismen und Bonmots , Teil 5



Wer nichts Böses tut, hat damit noch nichts Gutes getan.
(Heinrich Waggerl, österr. Erzähler, 1897-1973)

Ein Urteil läßt sich widerlegen, ein Vorurteil nie.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Schriftst., 1830-1916)

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Marie von Ebner-Eschenbach - Aphorismen
Sämtliche Aphorismen aus der Hand der bekannten österreichischen Schriftstellerin

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Das Leben ist ein Spiel. Man macht keine größeren Gewinne, ohne Verluste zu riskieren.
(Christine von Schweden, Aphoristikerin u. Königin von Schweden, 1626-1689)

Arroganz ist die Perücke geistiger Kahlheit.
(aus: 'Fliegende Blätter')

Schlagfertig ist jede Antwort, die so klug ist, daß der Zuhörer wünscht, er hätte sie gegeben.
(Elbert Hubbard, amerikan. Essayist, 1856-1915)

Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht.
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)

Gehen Sie ins Theater, solange es noch mit Th geschrieben wird.
(Jürgen Bossse)

Arbeit: eines der Verfahren, durch das A dem B Eigentum erwirbt.
(Ambrose Bierce, amerikan. Journalist u. Schriftsteller, 1842-1914)

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Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch.
Gesellschaftskritisches Wörterbuch eines Zynikers. Ledereinband, 551 Seiten.

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Der Zynismus der Zyniker besteht nicht darin, daß sie sagen, was sie denken, sondern darin, daß sie denken.
(Gabriel Laub, tschech. Schriftst. u. Satiriker, *1928)

Früher gab es Märchenerzähler, heute Politiker.
(Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)

I can resist everything but temptation.
(Oscar Wilde, engl. Schriftsteller, 1854-1900)

Es gibt Wirklichkeiten, die selbst vom Fernsehen nicht todzukriegen sind.
(Hans Bernhard Schiff, 1915-1996)

Schriftsteller: einer, der Leuten Vergnügen liefert, die selbst nicht genug Witz haben, sich zu unterhalten.
(Georg Bernard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)

Wer keine üblen Gewohnheiten hat, hat wahrscheinlich auch keine Persönlichkeit.
(William Faulkner, amerikan. Schriftsteller, 1897-1962)

Hartnäckige Übellaunigkeit ist ein allzu klares Symptom dafür, daß ein Mensch gegen seine Bestimmung lebt.
(Jose Ortega y Gasset, span. Kulturphil., 1883-1955)

Man muß Geist haben, um ihn aufgeben zu können.
(Peter Bamm, dt. Schriftsteller, 1897-1975)

Die Grausamkeit der meisten Menschen ist Phantasielosigkeit und ihre Brutalität Ignoranz.
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)

Hinter jeder Frau im Nerz steht eine andere, die darüber witzelt, wo sie ihn her hat.
(Inge Meysel, dt. Schauspielerin, *1910)

Schweigen ist der vollkommenste Ausdruck der Verachtung.
(Georg Bernard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)

Ich bin der Überzeugung, daß der Mensch die Summe seiner Erlebnisse ist.
(Henry Jaeger)

Mit der Zeit vollbringen unsere Vorfahren immer ruhmreichere Taten.
(Wieslaw Brudzinzki, poln. Aphoristiker, *1920, Katzenjammer)

Der Kluge ärgert sich über die Dummheiten, die er machte, der Weise belächelt sie.
(Curt Goetz, dt. Schausp. u. Schriftsteller, 1888-1960)

Takt ist wohl keine Tugend der Satire. Nur wenn man schneidet, heilt man Geschwüre.
(Jan Sztaudynger, Polnische Pointen)

Die Ehe ist eine Lotterie, in der die Männer ihre Freiheit und die Frauen ihr Glück aufs Spiel setzen.
(franz. Sprichwort)

Ein Dekollete sollte kein optischer Selbstbedienungsladen sein.
(Ruth Leuwerik)

In einer Kleinstadt gibt es nicht viel zu sehen; aber was man dort hört, macht das wett.
(Kin Hubbard, amerikan. Humorist u. Karikaturist, 1868-1930)

Es gibt keinen Unsinn, den man der Masse nicht durch geschickte Propaganda mundgerecht machen könnte.
(Bertrand Russell, engl. Philosoph, 1872-1970)

Die schönsten Abendkleider würden nur nach der praktischen Funktion (also bedecken und warmhalten) schlecht abschneiden, denn sie enthüllen mehr, als sie bedecken, und wenn Wärme erzeugt wird, dann eher beim bewundernden Gegenüber.
(Philip Posenthal, Unternehmer, über die Funktion des Design)

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Schlagwörter sind keine Argumente, sondern nur zur Faust geballte Gedanken.
(Thornton Wilder, amerikan. Schriftsteller, 1897-1975)

Der Roulette-Tisch lohnt sich für keinen, ausgenommen für seinen Besitzer; trotzdem ist die Leidenschaft des Spielens allgemein, die Leidenschaft, Roulette-Tische zu halten, dagegen unbekannt.
(George Bernhard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)

Der Karneval ist der (stets mißglückte) Versuch des Spießers, das Unerlaubte in seine Moral einzubeziehen.
(Sigmund Graff, dt. Aphoristiker, 1898-1979, Vom Baum der Erkenntnis)

Wer im Dunklen sitzt, zündet sich einen Traum an.
(Nelly Sachs)

Freiheit ist immer auch die Freiheit der anderen.
(Rosa Luxemburg, dt. Politikerin, 1870-1919)

Ein Fanatiker ist ein Mensch, der seine Ansichten nicht ändern kann, und der das Thema nicht wechseln will.
(Winston S. Churchill, engl. Politiker, 1874-1965)

In der Einfalt eines Tieres liegt große Weisheit mit Verlaub - und manchmal liegt große Torheit in der Weisheit der Gelehrten.
(George Bernard Shaw, ir. Dramatiker, 1856-1950, Die heilige Johanna)

Ein Dummer findet immer einen noch Dümmeren, der ihn bewundert, aber er kann sich nicht willentlich verheimlichen, daß dieser Dumme ein Dummer ist.
(Simone de Beauvoir, frz. Schriftstellerin, 1908-1986)

... Eines der tollsten Abenteuer, die wir auf dieser Welt haben können: sich selbst zu begegnen.
(Wolfgang Borchert, dt. Dichter, 1921-1947)

Der Maßstab, den wir an die Dinge legen, ist das Maß unseres eigenen Geistes.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Schriftst., 1830-1916)

Jeder bezeichnet seine Irrtümer als Erfahrung.
(Oscar Wilde, engl. Schriftsteller, 1854-1900)

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Oscar Wilde - Aphorismen
Sämtliche Aphorismen des irischen Schriftstellers in einem Band

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Die Zeitung ist die Konserve der Zeit.
(Karl Kraus, österr. Schriftsteller, 1874-1936)

Skepsis ist das Zeichen - und sogar die Pose - des gebildeten Verstandes.
(John Dewey, amerikan. Philosoph u. Erziehungswissenschaftler, 1859-1952)

Zu fragen bin ich da, nicht zu antworten!
(Henry Ibsen, norweg. Dichter, 1828-1906)

Gegen wen ich denke? Gegen diejenigen, die es mir verbieten.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966)

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Stanislaw Jerzy Lec - Sämtliche unfrisierte Gedanken.
Sämtliche Aphorismen des brillanten polnischen Satirikers Stanislaw Jerzy Lec. Dazu Prosa und Gedichte.

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Abschied ist die innigste Weise menschlichen Zusammenseins.
(Hans Kudszus, dt. Aphoristiker u. Schriftsteller, 1901-1977)

Schließlich, und endlich: was vermisse ich unter meinen Mitmenschen am meisten: Wirkliche, wirkliche Phantasie.
(Christian Morgenstern, dt. Dichter, 1871-1914)

Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern, die ältere heißt Inquisition.
(Johann Nepomuk Nestroy, österr. Dichter u. Schriftsteller, 1808-1862)

Mütter vergessen gerne, daß die Nabelschnur schon mit der Geburt getrennt wird.
(Vera Caspar)

Die Ehe, die wahre Festung der bürgerlichen Moral.
(George Bernhard Shaw, Was ich der deutschen Kultur verdanke)

Niemand ist so gut oder so schlecht, wie er während seiner Scheidung gemacht wird.
(J.J. Disenberg)

In der Stadt lebt man zu seiner Unterhaltung, auf dem Lande zur Unterhaltung der anderen.
(Oscar Wilde, engl. Schriftsteller, 1854-1900)

Entrüstung - ein Gallenwespenprodukt, das im wesentlichen aus Schaum besteht.
(Heinrich Wolfgang Seidel, dt. Schriftst., 1876-1945)

Abstinenzler: ein schwacher Mensch, welcher der Versuchung erliegt, sich selbst eines Vergnügens zu berauben.
(A. Bierce, amerik. Journalist u. Schriftsteller, 1842-1914)

Wir leben in einer Zeit der Schnüffelei. Heutzutage bedroht man Menschen nicht mit einem Dolch, sondern mit einem Dossier.
(Vance Packard, amerik. Journalist, *1914)

Zur Unterhaltung einer Party trägt niemand so viel bei wie diejenigen, die gar nicht da sind.
(Audrey Hepburn, amerikan. Schauspielerin, 1929-1993)

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Alt ist man dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude hat als an der Zukunft.
(John Knittel, schweizer. Schriftsteller, 1891-1970)

Je härter die Gesetze, desto stärker die Unfallflucht.
(Rechtsanwalt Dr. Simon)

Eine Reise ist wie eine Liebe, eine Fahrt ins Unbekannte.
(Peter Bamm, dt. Schriftsteller, 1897-1975)

Abstinenzler sind Leute, die vom Verzichten nicht genug bekommen können.
(Michael Pfleghar, dt. Showregisseur, *1933)

Schön ist eigentliches alles, was man mit Liebe betrachtet.
(Chr. Morgenstern, dt. Dichter, 1871-1914)

Trudele durch die Welt. Sie ist so schön, gib dich ihr hin, und sie wird sich dir geben.
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)

Die einzige Sprache, die jeder versteht, ist die Sprache des menschlichen Gesichts.
(Ernst Bloch, dt. Philosoph, 1885-1977)

Werbung ist die Mystik des 21. Jahrhundert.
(Thomas Niederreuther, dt. Aphoristiker, *1909)


Das Wesen der Romantik ist die Ungewißheit.
(Oscar Wilde, engl. Schriftsteller, 1854-1900)

Ein Schmeichler ist ein Freund, der dir unterlegen ist oder vorgibt, es zu sein.
(unbekannt)

Am Anfang war das Wort - am Ende die Phrase.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966)

In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon ein Widerspruch in sich.
(Voltaire, frz. Schriftsteller u. Philosoph, 1694-1778)

Liebe ist die Anziehungskraft des Geistes, wie die Schwerkraft die Anziehungskraft der Körper ist.
(Valerie Marie Breton, dt. Schriftstellerin)

Sich glücklich fühlen, auch ohne Glück - das ist Glück.
(Marie von Ebner Eschenbach, österr. Schriftst., 1830-1916)

Schönheit ist Tiefe der Fläche.
(Friedrich Hebbel, dt. Dichter, 1813-1863)

Pervers: was dem anderen mißfällt.
(Frank Thieß, dt. Dramatiker u. Essayist, 1890-1977)

Der niederträchtigste Fruchtabtreiber ist der, welcher versucht, den Charakter eines Kindes zu formen.
(George Bernard Shaw, Katechismus für Umstürzler)

Nur Reisen ist Leben, wie umgekehrt das Leben Reisen ist.
(Jean Paul, dt. Dichter, 1763-1825)

Lesen ist für den Geist das, was Gymnastik für den Körper ist.
(Joseph Addison, engl. Dichter, 1672-1719)

Ich bin kein Jude! Ich sehe bloß so intelligent aus!
(Werner Finck zu einem NS-Rollkommando)

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Französische Moralisten. La Rochefoucauld, Vauvenargues, Montesquieu, Chamfort.
Dieser Band enthält die Aphorismensammlungen von La Rochefoucauld, Chamfort und Vauvenargues. 712 Seiten.

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Schlagzeilen - das ist Weltgeschehen in Pillenform.
(Norman Mailer, amerikan. Schriftsteller, *1923)

Der Langweiler ist ein Mensch, der, wenn du dich nach seinem Befinden erkundigt, es dir erklärt.
(Channing Pollock, amerikan. Dramatiker, 1880-1937)

Ehefrau: die Steuer, die man für den Luxus bezahlen muß, Kinder zu haben.
(Gabriel Laub, tschechischer Schriftst., *1828)

Risiko ist die Bugwelle des Erfolges.
(Carl Amery, dt. Schriftsteller, *1922)

Vorsicht ist das, was wir bei anderen Feigheit nennen.
(Oscar Wilde, engl. Schriftsteller, 1854-1900)

Appetit ist die Luxusausgabe des Hungers.
(Anita, eigtl. Anita Daniel, amerikan. Schriftstellerin, 1902-1982)

Wenn zwei Menschen immer dasselbe denken, ist einer von ihnen überflüssig.
(Winston Churchill, br. Staatsmann, 1874-1965)

Zank ist Rauch der Liebe.
(Ludwig Börne, dt. Schriftsteller, 1786-1837)

Wenn die Neugier sich auf ernsthafte Dinge richtet, dann nennt man sie Wissensdrang.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Schriftst., 1830-1916)

Wahlbetrug: verbotene Beeinflussung des Wahlergebnisses nach der Wahl. Gegensatz: Wahlversprechen.
(Rolf Haller, dt. Schriftsteller, *1922)

Schlagfertigkeit ist das, was dir auf dem Nachhauseweg einfällt.
(unbekannt)

Geduld ist die Tugend der Kraft- o. Mutlosen.
(Christine von Schweden, schwed. Königin u. Aphoristikerin, 1626-1689)

Schule: Mit Zivilismus getarnte Minderjährigenkaserne.
(Rudolf Rolfs, dt. Satiriker, *1920)

Die Träne ist die Sprache der Seele und die Stimme des Gefühls.
(Filippo Pananti, ital. Dichter, 1766-1837)

Langweiler: ein Mensch, der redet, wenn du wünscht, daß er zuhört.
(Ambrose Bierce; amerikan. Journalist, 1842-1914)

Pagen sind Edelleute, die den Damen, wenn sie die Schloßtreppe hinaufgehen, die Röcke hochheben.
(Definition eines Kindes)

Erwarte nicht von einem, der einen Knebel im Munde hat, daß er dir das sagt.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966, Allerletzte unfrisierte Gedanken)

Eine Vernunftehe schließen heißt in den meisten Fällen, alle seine Vernunft zusammenzunehmen, um die wahnsinnigste Handlung zu begehen, die ein Mensch begehen kann.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Schriftst., 1830-1916)

Fernsehen - Rundfunk für Phantasielose.
(Rudolf Rolfs, dt. Satiriker, *1920)

Feierlichkeit nennt man jenen Nebel, welchen die Dummheit zu ihrem Schutze erzeugt, wenn sie in die Enge getrieben wird.
(Heimito von Doderer, österr. Schriftsteller, 1896-1966)

Schreckliches Klima, das durch Eintracht des demographischen Hochs mit dem geistigen Tief entsteht.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966, Allerletzte unfrisierte Gedanken)

Unmoral ist die Moral derer, die sich amüsieren.
(Henry Lois Mencken, amerikan. Kritiker, 1880-1956)

Statistik ist ein Verfahren, welches gestattet, geschätzte Größen mit der Genauigkeit von Hundertstelprozent auszudrücken.
(Helmar Nahr, dt. Mathematiker u. Wirtschaftswissenschaftler, *1931)

Das Schmollen ist eigentlich das Aufprotzen der weiblichen Artillerie; wer bereits öfter beschossen wurde, fühlt sich schon versucht, bei der bloßen Veranstaltung die weiße Fahne auszustrecken.
(Graf Christian Ernst von Bentzel-Sternau, dt. Schriftsteller, 1767-1849)

Vitamine: kleine, bekömmliche Tiere, die am Salat entlangklettern.
(Kindermund)

Die gefährlichsten Unwahrheiten sind Wahrheiten, mäßig entstellt.
(Lichtenberg, dt. Schriftst. u. Physiker, 1742-1799)

Hüte dich vor Eintagsfliegen. Ihre Zeit ist begrenzt.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966, Allerletzte unfrisierte Gedanken)

Im Himmel sind Heilige gut aufgehoben. Auf Erden können sie einem das Leben zur Hölle machen.
(Richard J. Cushing, amerikan. Kardinal, 1895-1970)

Den Reiz des Verbotenen kann man nur kosten, wenn man es sofort tut. Morgen ist es vielleicht schon erlaubt.
(Jean Genet, franz. Schriftsteller, 1910-1986)

Wer in Geld schwimmt, hält den Rettungsring für eine Zumutung.
(Ernst R. Hauschka, dt. Aphoristiker, *1926)

Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren.
(Andre Gide, franz. Schriftsteller, 1869-1951)

Das Vorurteil ist ein Floß, an das sich der schiffbrüchige Geist klammert und ins Sichere rudert.
(Ben Hecht, amerikan. Schriftst. u. Journalist, 1894-1964)

Phantasie ist etwas, was sich manche Leute gar nicht vorstellen können.
(Gabriel Laub, tschech. Satiriker, *1928)

Binde einen Fetzen um einen Stock, halte ihn hoch, und du wirst sehen, wie viele ihm wie einem Banner folgen werden.
(Stanislaw Jerzy Lec, pol. Satiriker, 1909-1966, Allerletzte unfrisierte Gedanken)

Der Zensor ist ein Beamter, der Dinge empfiehlt, indem er sie verbietet.
(Frank Wedekind, dt. Schriftsteller, 1864-1918)

Bildung zeigt sich bei Mann und Weib darin, wie sie sich streiten.
(Georg Bernard Shaw, irischer Schriftst., 1856-1950)

Spargel und Menschen haben ein gemeinsames Schicksal: sobald einer den Kopf hochreckt, wird er abgestochen.
(Eugen Gerstenmaier, dt. Theologe u. Politiker, 1906-1986)

Jede Roheit hat ihren Ursprung in einer Schwäche.
(Seneca, röm. Philosoph, 4 v.Chr. - 65 n.Chr.)

[...xxx...]
(Erich Kästner, dt. Schriftsteller, 1899-1974)

Ein Blitz sollte sich schämen, im Blitzableiter zu enden.
(Stanislaw Jerzy Lec, pol. Satiriker, 1909-1966, Allerletzte unfrisierte Gedanken)

Die chemische Analyse der sogenannten dichterischen Inspiration ergibt 99% Whisky und 1% Schweiß.
(William Faulkner, amerikan. Schriftsteller, 1897-1952)

Die Menschen früherer Zeiten waren genauso schlecht wie wir. Sie wußten es nur nicht so genau.
(Tennessee Williams, amerikan. Schriftsteller, 1911-1983)

Je reiner die Schuld der Opfer, desto schmutziger die Hände der Henker.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966, Allerletzte unfrisierte Gedanken)

Ungehorsam ist für jeden, der die Geschichte kennt, die recht eigentliche Tugend des Menschen.
(Oscar Wilde, engl. Schriftst., 1854-1900)

Humor ist keine Gabe des Geistes, er ist eine Gabe des Herzens.
(Ludwig Börne, dt. Schriftst., 1786-1837)

Was kann schon auf dem harten Boden der Tatsachen gedeihen.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966, Allerletzte unfrisierte Gedanken)

Ideologie: Philosophie aus Fertigbauteilen.
(Horst Dieter Schlosser, dt. Germanist, *1937)

Bigamie: eine Frau zuviel.
Monogamie: dasselbe.
(Oscar Wilde, engl. Schriftst., 1854-1900)

Beleidigungen sind die Argumente derer, die unrecht haben.
(Rousseau, schw.-frz. Phil.; 1712-1778)

Der Steuermann umgab sich gern mit Nullen. Er hielt sie für Rettungsringe.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966, Allerletzte unfrisierte Gedanken)

Menschen, die wie Götter verehrt werden, verlieren mit der Zeit tatsächlich ihre menschlichen Züge.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966, Allerletzte unfrisierte Gedanken)

Phantasten sagt man oft von Menschen, deren Uhr vorgeht. Sie sehen alles ein bißchen früher.
(Anita, amerikan. Schriftst., 1902-1982)

Am meisten freut man sich über den guten Ruf, den man nicht verdient hat.
(Francoise Sagan, franz. Schriftstellerin, *1935)

Es gibt fruchtbare Wüsten, wo Straußenköpfe bestens gedeihen.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966, Allerletzte unfrisierte Gedanken)

Das Geheimnis des Agitators ist, sich so dumm zu machen, wie seine Zuhörer sind, damit sie glauben, sie seien so gescheit wie er.
(Karl Kraus, österr. Schriftsteller, 1874-1936)

Die Ehe ist das teuerste Verfahren, seine Wäsche umsonst gewaschen zu bekommen.
(Franklin Jones, amerikan. Schriftsteller)

Wer die Wahrheit hören will, den sollte man vorher fragen, ob er sie ertragen kann.
(Ernst R. Hauschka, dt. Aphoristiker, *1926)

Anonym darf auftreten, wer tatsächlich ein Nichts ist.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966, Allerletzte unfrisierte Gedanken)

Wirf den Stein als erster, sonst nennt man dich einen Epigonen.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966, Allerletzte unfrisierte Gedanken)

Das Lächeln ist ein Licht, das sich im Fenster eines Gesichtes zeigt, und anzeigt, daß das Herz daheim ist.
(Unbekannt)

Gebildet ist, wer weiß, wo er findet, was er nicht weiß.
(Georg Simmel, dt. Philosoph u. Soziologe, 1858-1918)

Hineinspringen und wie ein Maulwurf darin herumwühlen...
(Dagobert Duck)




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