Die Unmoralische
Über manche Gedankenlücke bilden Zitate die Eselsbrücke.
(Ludwig Fulda)
 
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Zitate 22




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Zitate und Aphorismen, Teil 22


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Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.
(Aldous Huxley, engl. Schriftsteller u. Kulturhistoriker, 1894-1963)

Rhetorik ist die Kunst, Unverständliches so feierlich vortragen zu können, daß jeder einzelne Zuhörer meint, der Nachbar verstehe alles, bloß er selber sei zu dumm, und damit dies die anderen nicht merken, tue er am besten so, als habe auch er alles verstanden.
(Manfred Rommel, dt. Politiker, *1928)

Heutzutage schämt man sich beinahe, daß man sich immer noch für Dinge schämt, für die man sich auch früher geschämt hat.
(Jaques Tati, franz. Filmschauspieler & Regisseur, 1907-1982)

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Es ist lange her, daß sich die menschliche Phantasie die Hölle ausgemalt hat, aber erst durch ihre jüngst erworbenen Fertigkeiten ist sie in die Lage versetzt worden, ihre einstigen Vorstellungen zu verwirklichen.
(Bertrand Russell, engl. Philosoph und Sozialkritiker, 1872-1970, Moral)

Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen.
(Ernst R. Hauschka, dt. Aphoristiker, *1926)

Toleranz kann man von den Rauchern lernen. Noch nie hat sich ein Raucher über einen Nichtraucher beschwert.
(Sandro Pertini, ital. Politiker, 1896-1990)

Menschen mit unbeirrbaren Grundsätzen sind wie Autos, die auf Schienen fahren.
(Roberto Rossellini, ital. Filmregisseur, 1906-1977)

Gute Erziehung besteht darin, daß man verbirgt, wieviel man von sich selber hält und wie wenig von den anderen.
(Jean Cocteau, franz. Maler, Schriftsteller, Komponist u. Regiesseur, 1889-1963)

Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, 1830-1918)

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Marie von Ebner-Eschenbach - Aphorismen
Sämtliche Aphorismen aus der Hand der bekannten österreichischen Schriftstellerin

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Wer in einem blühenden Frauenkörper das Skelett zu sehen vermag, ist ein Philosoph.
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)

Wenn es den Kaiser juckt, so müssen sich die Völker kratzen.
(Heinrich Heine, dt. Dichter, 1797-1856)

So wie das Eisen außer Gebrauch rostet und das stillstehende Wasser verdirbt oder bei Kälte gefriert, so verkommt der Geist ohne Übung.
(Leonardo da Vinci, ital. Maler, Bildhauer u. Erfinder, 1452-1519)

Man ist nie so lächerlich durch die Eigenschaften, die man besitzt, wie durch jene, die man zu haben vorgibt.
(Francois Duc de la Rouchefoucauld, frz. Schriftst., 1613-1680)

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Französische Moralisten. La Rochefoucauld, Vauvenargues, Montesquieu, Chamfort.
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Die Altersweisheit gibt es nicht. Wenn man altert, wird man nicht weise, sondern nur vorsichtig.
(Ernest Hemingway, amerikan. Journalist u. Schriftsteller, 1899-1961)

Eine Kleinigkeit verrät oft mehr von dem Charakter eines Menschen als eine große Tat.
(Friedl Beutelrock, dt. Schriftstellerin, 1889-1958)

Es ist leichter, alle zu lieben als einen. Die Liebe zur ganzen Menschheit kostet gewöhnlich nichts als eine Phrase; die Liebe zum Nächsten fordert Opfer.
(Peter Rosegger, österr. Schriftsteller, 1843-1918)

Wir sind ein Volk der Denker, denn wir denken immer nur daran, was andere wohl von uns denken.
(Gerhard Uhlenbruck, dt. Aporistiker, *1929)

Eine gute Rede hat einen guten Anfang und ein gutes Ende - und beide sollten möglichst dicht beieinander liegen.
(Mark Twain, amerikan. Schriftsteller, 1835-1903)

Die meisten Leute machen sich selbst bloß durch übertriebene Forderungen an das Schicksal unzufrieden.
(Wilhelm Freiherr von Humbold, dt. Philosoph u. Politiker, 1767-1835)

Früher brauchte man nur ein Taschentuch fallen zu lassen, und schon stürzten die Männer herbei. Heute könnte man einen Büstenhalter verlieren, und keiner rührt einen Finger.
(Helen Vita, dt. Chansonsängerin u. Kabarettistin, 1921-2001)

Aufhören können, das ist nicht eine Schwäche, das ist eine Stärke.
(Ingeborg Bachmann, österr. Philosophin u. Lyrikerin, 1926-1973)

Bildung im zwanzigsten Jahrhundert erfordert vor allem und zunächst die instinktsichere Abwehr überzähliger Informationen.
(Hans Kasper, dt. Hörspielautor, Lyriker u. Satiriker, *1916)

Satire ist die Kunst, einem anderen so auf den Fuß zu treten, daß er es merkt, aber nicht aufschreit.
(Helmut Qualtinger, österr. Schriftsteller, Kabarettist und Schauspieler, 1928-1986)

Die ganz ganz Schlauen sehen um fünf Ecken - und sind geradeaus blind.
(Benjamin Franklin, amerikan. Politiker, 1706-1790)

Wenn Frauen wüßten, was Sekretärinnen von ihren Chefs denken, hätten sie eine Sorge weniger.
(Danny Kaye, amerikan. Filmschauspieler, 1913-1987)

Je öfter eine Dummheit wiederholt wird, desto mehr bekommt sie den Anschein der Klugheit.
(François Marie Voltaire, frz. Schriftsteller u. Philosoph, 1694-1778)

Es gibt Leute, die nur aus dem Grunde in jeder Suppe ein Haar finden, weil sie, wenn sie davor sitzen, so lange den Kopf schütteln, bis eins hineinfällt.
(Friedrich Hebbel, dt. Dichter, 1813-1863)

Information ist Energie. Bei jeder Weitergabe verliert sie etwas davon.
(Wolfgang Herbst, deutscher Aphoristiker und Schriftsteller, *1925)

Der Nachteil des Himmels besteht darin, daß man die gewohnte Gesellschaft vermissen wird.
(Mark Twain, amerikan. Schriftsteller, 1835-1903)

Die echten Schriftsteller sind die Gewissensbisse der Menschheit.
(Ludwig Feuerbach, dt. Philosoph, 1804-1872)

Klug sein hat noch nie einen Menschen an Dummheiten gehindert.
(Stefan Zweig, österr. Erzähler, Lyriker u. Dramatiker, 1881-1942)

Was man vergißt, hat man im Grunde nicht erlebt.
(Ernst R. Hauschka, dt. Aphoristiker, *1926)

Wer aus purer Berechnung sich windet und dreht, um es allen Leuten recht zu machen, kann vielleicht im Glauben sein, nach einem gewinnbringenden Rezept zu handeln, in Wirklichkeit erniedrigt er sich nur.
(Emil Oesch, Schriftsteller, 'Menschen')

Was die Welt vorwärts treibt, ist nicht die Liebe, sondern der Zweifel.
(Sir Peter Ustinov, engl. Schauspieler und Schriftsteller, *1921)

Lachen erhält uns vernünftiger als der Verdruss.
(Gottfried Ebrahim Lessing, dt. Dichter, 1729-1781)

Alpinisten und Ehemänner frigider Frauen wissen, was eine Gletscherspalte ist.
(Ralph Boller, schweiz. Autor)

Die Liebe stirbt meist an den kleinen Fehlern, die man am Anfang so entzückend gefunden hat.
(anonym)

Erfahrene Opportunisten schwimmen so mit dem Strom, daß sie später behaupten können, sie wären abgetrieben worden.
(Oliver Hassencamp, dt. Schriftsteller, 1921-1988)

Mögen hätte ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut.
(Karl Valentin, dt. Schriftsteller u. Komiker, 1882-1948)

Niemanden stört eine Unterbrechung, wenn es Beifall ist.
(Kin Hubbard, amerikan. Humorist u. Karikaturist, 1868-1930)

Ein Mann mit einem hohen Bankkonto kann gar nicht häßlich sein.
(Zsa Zsa Gabor, ungarische Filmschauspielerin)

Ein frohes, heiteres Gemüt ist die Quelle alles Edlen und Guten; das Grösste und Schönste, was je geschah, floss aus einer solchen Stimmung.
(Friedrich Schiller, dt. Schriftsteller, 1759-1805)

Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann vom niemandem überholt werden.
(Marlon Brando, amerikanischer Schauspieler, *1924)

Die drei bekanntesten Generale in Amerika sind immer noch General Motors, General Electric und General Food.
(Bob Hope, amerikan. Schauspieler u. Komiker, *1903)

Die Seele jeder Ordnung ist ein großer Papierkorb.
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)

Ich bin nicht schlecht, ich bin nicht gut, nicht dumm und nicht gescheute, und wenn ich gestern vorwärts ging, so geh´ ich rückwärts heute...
(Heinrich Heine, dt. Schriftsteller & Publizist, 1797-1856)

Trennungen sind letztendlich immer eine Folge von zu wenig Vertrauen.
(Wolperin)

Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.
(Chinesische Weisheit)

Was wären die Menschen ohne dir Frauen? Rar, sehr rar.
(Mark Twain, amerik. Schriftsteller, 1835-1903)

Viele Menschen hinterlassen Spuren; nur wenige hinterlassen Eindrücke.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Lebenskunst ist die Kunst des richtigen Weglassens. Das fängt beim Reden an und endet beim Dekolleté.
(Coco Chanel, franz. Modeschöpferin, 1883-1971)

Es stimmt nicht, daß alles teurer wird; man muß nur einmal versuchen, etwas zu verkaufen.
(Danny Kaye, amerikan. Filmschauspieler, 1913-1987)

Das Charakteristische des Politikers ist nicht, daß er für eine Partei agitiert, sondern daß er für jede agitieren könnte.
(Karlheinz Deschner, dt. Schriftsteller u. Historiker, *1924)

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Karlheinz Deschner - Nur Lebendiges schwimmt gegen den Strom.
Aphorismen. Die Frankfurter Rundschau über diesen Band: »Wie lebendig Karlheinz Deschner bis heute geblieben ist, legt diese Aphorismen-Sammlung dar, die seinen oppositionellen Geist in tiefen Nuancen zeigt«
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Wenn die Leute jemanden zu einer Dummheit verleiten wollen, dann sagen sie: Sei doch vernünftig!
(Arthur Miller, amerikan. Dramatiker, *1915)

Immer wieder behauptete Unwahrheiten werden nicht zu Wahrheiten, sondern was schlimmer ist, zu Gewohnheiten.
(Oliver Hassencamp, dt. Schriftsteller, 1921-1988)

Das Unverständlichste am Universum ist im Grunde, daß wir es verstehen können.
(Albert Einstein, dt.-am. Wissenschaftler, 1879-1955)

In früheren Zeiten bediente man sich der Folter. Heutzutage bedient man sich der Presse.
(Oscar Wilde, engl. Schriftsteller, 1854-1900)

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Oscar Wilde - Aphorismen
Sämtliche Aphorismen des irischen Schriftstellers in einem Band

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Leute, die mit ihrer Unzufriedenheit zufrieden sind, nennt man Nörgler.
(Werner Mitsch, deutscher Aphoristiker, 1936-)

Ein Kaufmann macht durch allzugroßen Rühmen die Ware, die ihm feil ist, nur verdächtig.
(Horaz, röm. Dichter, 65-8 v.Chr.)

Mit nichts ist man so freigebig wie mit seinen Ratschlägen
(Francois de La Rochefoucauld, frz. Schriftst., 1613-1680)

Überlege einmal, bevor du gibst, zweimal, bevor du annimmst und tausendmal, bevor du verlangst und forderst.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Schriftst. 1830-1916)

Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie gross.
(Joahnn Gottfried Seume, dt. Dichter, 1763-1810)

Nichts ist einfacher als sich schwierig auszudrücken, und nichts ist schwieriger als sich einfach auszudrücken.
(Karl Heinrich Waggerl, österr. Erzähler 1897-1973)

Viele Gedenkminuten hätten durch Denkminuten verhindert werden können.
(Hoimar von Ditfurth, dt. Schriftsteller, *1921)

Entrüstung ist Bekenntnis der Hilflosigkeit.
(Walther Rathenau, dt. Politiker u. Schriftsteller, 1867-1922)

Grausamkeit empört, Dummheit entmutigt.
(Albert Camus, französischer Schriftsteller und Nobelpreisträger, 1913-1960)

Die Summe der Einzelinteressen ergibt nicht Gemeinwohl, sondern Chaos.
(Manfred Rommel, deutscher Politiker, *1928)

Menschen, die immer daran denken, was andere von ihnen halten, wären sehr überrascht, wenn sie wüßten, wie wenig die anderen über sie nachdenken.
(Bertrand Russell, engl. Mathematiker u. Literatur-Nobelpreisträger, 1872-1970)

Liebe ist Anregung für das Herz unter gleichzeitiger Lokalanästhesie des Verstandes.
(Sacha Guitry, französischer Schriftsteller & Schauspieler, 1885-1957)

Ein guter Propagandist kann sogar mithilfe der Wahrheit überzeugen.
(Wieslaw Brudzinski, polnischer Schriftsteller, *1920)

Kaum ist die Ernte einer Erfahrung eingebracht, wird der Acker vom Schicksal neu umgepflügt.
(Johann Nepomuk Nestroy, österr. Lustspieldichter, 1801-1862)

Was die Menschen Zivilisation nennen, ist der Zustand gegenwärtiger Sitten; was sie Barbarei nennen, das sind die Sitten der Vergangenheit.
(Anatole France, frz. Schriftsteller, 1844-1924)

Heute haben es die Frauen nur noch beim Friseur eilig, unter die Haube zu kommen.
(Joachim Fuchsberger, dt. Schauspieler u. Talkmaster, *1927)

Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
(Marc Aurel, römischer Kaiser, 121-180)

Das Pedant zur Frau als Sexualobjekt ist der Mann als Bezahlsubjekt.
(Oliver Hassencamp, deutscher Schriftsteller, 1921-1988)

Der Blitz schlägt ein, wo er will und wann er will. Aber es gibt Gipfel, die ihn anziehen.
(Romain Rolland, franz. Dichter, 1866-1944)

Der Kleinbürger ist der, der sich selbst allen anderen vorzieht.
(Maksim Gorkij, russischer Schriftsteller, 1868-1936)

Der Zufall ist der einzige legitime Herrscher des Universums.
(Napoleon Bonaparte)

Die ungehemmte Vermehrung, als natürlicher Anspruch überall bejaht, von Kirchen und Staaten gar gefordert, ist als solche schon ein potentieller Eroberungsakt. Geburtenbeschränkung dagegen wird einst ein unumgänglicher Friedensakt sein.
(Karl Jaspers, deutscher Philosoph & Psychiater, 1883-1969)

Die Zukunft kann man am besten voraussagen, indem man sie selbst gestaltet.
(Alan Kay)

Das Gefühl für Gesundheit erwirbt man sich nur durch Krankheit.
(Georg Christoph Lichtenberg, dt. Schriftst. u. Physiker, 1742-1799)

Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern.
(Henry Ford, amerikan. Industrieller, 1885-1945)

Die Jugend kann nicht mehr auf die Erwachsenen hören. Dazu ist ihre Musik zu laut.
(Oliver Hassencamp, deutscher Schriftsteller, 1921-1988)

Das Schicksal des Menschen ist der Mensch.
(Berthold Brecht, dt. Schriftsteller, 1898-1856)

Kennen Sie den Unterschied zwischen Jutta Scharping und dem Jesuskind? - Das Jesuskind mußte nur eine Nacht neben einem Esel schlafen.
(Karl Dall, dt. Komiker u. TV-Moderator, *1941)




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(C) Markus Gansel
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