| Die Unmoralische |
Über manche Gedankenlücke bilden Zitate die Eselsbrücke. (Ludwig Fulda) |
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Zitate 22
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Zitate und Aphorismen, Teil 22
Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie.
Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.
Rhetorik ist die Kunst, Unverständliches so feierlich vortragen zu können, daß jeder einzelne Zuhörer meint,
der Nachbar verstehe alles, bloß er selber sei zu dumm, und damit dies die anderen nicht merken, tue er am
besten so, als habe auch er alles verstanden.
Heutzutage schämt man sich beinahe, daß man sich immer noch für Dinge schämt, für die man sich auch früher
geschämt hat. LiteraturtippHarenberg Lexikon der Sprichwörter und Zitate. Mit über 50.000 Zitaten auf 1.600 Seiten sowohl der umfangreichste als auch der beste Zitatenband auf dem Markt. Ideal für Leute, die beruflich häufig Zitate benötigen. [Das interessiert mich >>>] (Versandkostenfrei innerhalb Deutschlands)
Es ist lange her, daß sich die menschliche Phantasie die Hölle ausgemalt hat, aber erst durch ihre jüngst
erworbenen Fertigkeiten ist sie in die Lage versetzt worden, ihre einstigen Vorstellungen zu verwirklichen.
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen.
Toleranz kann man von den Rauchern lernen. Noch nie hat sich ein Raucher über einen Nichtraucher
beschwert.
Menschen mit unbeirrbaren Grundsätzen sind wie Autos, die auf Schienen fahren.
Gute Erziehung besteht darin, daß man verbirgt, wieviel man von sich
selber hält und wie wenig von den anderen.
Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht. LiteraturtippMarie von Ebner-Eschenbach - Aphorismen Sämtliche Aphorismen aus der Hand der bekannten österreichischen Schriftstellerin [Buch bei AMAZON bestellen]
Wer in einem blühenden Frauenkörper das Skelett zu sehen vermag, ist ein Philosoph.
Wenn es den Kaiser juckt, so müssen sich die Völker kratzen.
So wie das Eisen außer Gebrauch rostet und das stillstehende Wasser verdirbt oder bei Kälte gefriert, so verkommt der Geist ohne Übung.
Man ist nie so lächerlich durch die Eigenschaften, die man besitzt, wie durch jene, die man zu haben vorgibt. LiteraturtippFranzösische Moralisten. La Rochefoucauld, Vauvenargues, Montesquieu, Chamfort. Dieser Band enthält die Aphorismensammlungen von La Rochefoucauld, Chamfort und Vauvenargues. 712 Seiten. [Buch bei AMAZON bestellen]
Die Altersweisheit gibt es nicht. Wenn man altert, wird man nicht weise, sondern nur vorsichtig.
Eine Kleinigkeit verrät oft mehr von dem Charakter eines Menschen als eine große Tat.
Es ist leichter, alle zu lieben als einen. Die Liebe zur ganzen Menschheit kostet gewöhnlich nichts als eine
Phrase; die Liebe zum Nächsten fordert Opfer.
Wir sind ein Volk der Denker, denn wir denken immer nur daran, was andere wohl von uns denken.
Eine gute Rede hat einen guten Anfang und ein gutes Ende - und beide sollten möglichst dicht beieinander
liegen.
Die meisten Leute machen sich selbst bloß durch übertriebene Forderungen an das Schicksal unzufrieden.
Früher brauchte man nur ein Taschentuch fallen zu lassen, und schon stürzten die Männer herbei. Heute könnte man einen Büstenhalter verlieren, und keiner rührt einen Finger.
Aufhören können, das ist nicht eine Schwäche, das ist eine Stärke.
Bildung im zwanzigsten Jahrhundert erfordert vor allem und zunächst die instinktsichere Abwehr überzähliger Informationen.
Satire ist die Kunst, einem anderen so auf den Fuß zu treten, daß er es merkt, aber nicht aufschreit.
Die ganz ganz Schlauen sehen um fünf Ecken - und sind geradeaus blind.
Wenn Frauen wüßten, was Sekretärinnen von ihren Chefs denken, hätten sie eine Sorge weniger.
Je öfter eine Dummheit wiederholt wird, desto mehr bekommt sie den Anschein der Klugheit.
Es gibt Leute, die nur aus dem Grunde in jeder Suppe ein Haar finden, weil sie, wenn sie davor sitzen, so
lange den Kopf schütteln, bis eins hineinfällt.
Information ist Energie. Bei jeder Weitergabe verliert sie etwas davon.
Der Nachteil des Himmels besteht darin, daß man die gewohnte Gesellschaft vermissen wird.
Die echten Schriftsteller sind die Gewissensbisse der Menschheit.
Klug sein hat noch nie einen Menschen an Dummheiten gehindert.
Was man vergißt, hat man im Grunde nicht erlebt.
Wer aus purer Berechnung sich windet und dreht, um es allen Leuten recht zu machen, kann vielleicht im
Glauben sein, nach einem gewinnbringenden Rezept zu handeln, in Wirklichkeit erniedrigt er sich nur.
Was die Welt vorwärts treibt, ist nicht die Liebe, sondern der Zweifel.
Lachen erhält uns vernünftiger als der Verdruss.
Alpinisten und Ehemänner frigider Frauen wissen, was eine Gletscherspalte ist.
Die Liebe stirbt meist an den kleinen Fehlern, die man am Anfang so entzückend gefunden hat.
Erfahrene Opportunisten schwimmen so mit dem Strom, daß sie später behaupten können, sie wären
abgetrieben worden.
Mögen hätte ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut.
Niemanden stört eine Unterbrechung, wenn es Beifall ist.
Ein Mann mit einem hohen Bankkonto kann gar nicht häßlich sein.
Ein frohes, heiteres Gemüt ist die Quelle alles Edlen und Guten; das Grösste und Schönste, was je geschah, floss aus einer solchen Stimmung.
Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann vom niemandem überholt werden.
Die drei bekanntesten Generale in Amerika sind immer noch General Motors, General Electric und General Food.
Die Seele jeder Ordnung ist ein großer Papierkorb.
Ich bin nicht schlecht, ich bin nicht gut, nicht dumm und nicht gescheute, und wenn ich gestern vorwärts ging, so geh´ ich rückwärts heute...
Trennungen sind letztendlich immer eine Folge von zu wenig Vertrauen.
Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der
Welt können keinen herstellen.
Was wären die Menschen ohne dir Frauen? Rar, sehr rar.
Viele Menschen hinterlassen Spuren; nur wenige hinterlassen Eindrücke.
Lebenskunst ist die Kunst des richtigen Weglassens. Das fängt beim Reden an und endet beim Dekolleté.
Es stimmt nicht, daß alles teurer wird; man muß nur einmal versuchen, etwas zu verkaufen.
Das Charakteristische des Politikers ist nicht, daß er für eine Partei agitiert, sondern daß er für jede agitieren könnte. LiteraturtippKarlheinz Deschner - Nur Lebendiges schwimmt gegen den Strom. Aphorismen. Die Frankfurter Rundschau über diesen Band: »Wie lebendig Karlheinz Deschner bis heute geblieben ist, legt diese Aphorismen-Sammlung dar, die seinen oppositionellen Geist in tiefen Nuancen zeigt« [Das interessiert mich >>>]
Wenn die Leute jemanden zu einer Dummheit verleiten wollen, dann sagen sie: Sei doch vernünftig!
Immer wieder behauptete Unwahrheiten werden nicht zu Wahrheiten, sondern was schlimmer ist, zu Gewohnheiten.
Das Unverständlichste am Universum ist im Grunde, daß wir es verstehen können.
In früheren Zeiten bediente man sich der Folter. Heutzutage bedient man sich der Presse. LiteraturtippOscar Wilde - Aphorismen Sämtliche Aphorismen des irischen Schriftstellers in einem Band [Buch bei AMAZON bestellen]
Leute, die mit ihrer Unzufriedenheit zufrieden sind, nennt man Nörgler.
Ein Kaufmann macht durch allzugroßen Rühmen die Ware, die ihm feil ist, nur verdächtig.
Mit nichts ist man so freigebig wie mit seinen Ratschlägen
Überlege einmal, bevor du gibst, zweimal, bevor du annimmst und tausendmal, bevor du verlangst und forderst.
Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie gross.
Nichts ist einfacher als sich schwierig auszudrücken, und nichts ist schwieriger als sich einfach
auszudrücken.
Viele Gedenkminuten hätten durch Denkminuten verhindert werden können.
Entrüstung ist Bekenntnis der Hilflosigkeit.
Grausamkeit empört, Dummheit entmutigt.
Die Summe der Einzelinteressen ergibt nicht Gemeinwohl, sondern Chaos.
Menschen, die immer daran denken, was andere von ihnen halten, wären sehr überrascht, wenn sie wüßten, wie wenig die anderen über sie nachdenken.
Liebe ist Anregung für das Herz unter gleichzeitiger Lokalanästhesie des Verstandes.
Ein guter Propagandist kann sogar mithilfe der Wahrheit überzeugen.
Kaum ist die Ernte einer Erfahrung eingebracht, wird der Acker vom Schicksal neu umgepflügt.
Was die Menschen Zivilisation nennen, ist der Zustand gegenwärtiger Sitten; was sie Barbarei nennen, das sind die Sitten der Vergangenheit.
Heute haben es die Frauen nur noch beim Friseur eilig, unter die Haube zu kommen.
Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
Das Pedant zur Frau als Sexualobjekt ist der Mann als Bezahlsubjekt.
Der Blitz schlägt ein, wo er will und wann er will. Aber es gibt Gipfel, die ihn anziehen.
Der Kleinbürger ist der, der sich selbst allen anderen vorzieht.
Der Zufall ist der einzige legitime Herrscher des Universums.
Die ungehemmte Vermehrung, als natürlicher Anspruch überall bejaht, von Kirchen und Staaten gar gefordert, ist als solche schon ein potentieller Eroberungsakt. Geburtenbeschränkung dagegen wird einst ein unumgänglicher Friedensakt sein.
Die Zukunft kann man am besten voraussagen, indem man sie selbst gestaltet.
Das Gefühl für Gesundheit erwirbt man sich nur durch Krankheit.
Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern.
Die Jugend kann nicht mehr auf die Erwachsenen hören. Dazu ist ihre Musik zu laut.
Das Schicksal des Menschen ist der Mensch.
Kennen Sie den Unterschied zwischen Jutta Scharping und dem Jesuskind? - Das Jesuskind mußte nur eine Nacht neben einem Esel schlafen.
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