Die Unmoralische
Über manche Gedankenlücke bilden Zitate die Eselsbrücke.
(Ludwig Fulda)
 
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Zitate 21




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Zitate und Aphorismen, Teil 21


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Zuviel Vertrauen ist häufig eine Dummheit, zuviel Mißtrauen immer ein Unglück.
(Johann Nepomuk Nestroy, österr. Lustspieldichter)

Man sollte sich darüber wundern, daß man sich überhaupt noch wundern kann.
(Francois de La Rouchefoucauld, franz. Schriftsteller, 1613-1680)

Deutsch ist schon deshalb eine gute Sprache, weil in ihr Mensch und Mann nicht das gleiche sind. Diesen Satz übersetzen.
(Wolfgang Hildesheimer, dt. Schriftsteller, 1916-1991)

Die Leute, denen man am wenigsten widerspricht, sind entweder die, welche man am meisten liebt, oder die, welche man am wenigsten achtet.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Erzählerin, 1830-1916)

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Marie von Ebner-Eschenbach - Aphorismen
Sämtliche Aphorismen aus der Hand der bekannten österreichischen Schriftstellerin

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Gebildet ist, wer Parallelen zu sehen vermag. Dummköpfe sehen immer wieder etwas ganz Neues.
(Sigmund Graff, dt. Schriftsteller & Aphoristiker, 1898-1979)

Heute ist Freitag, der 21.12. In den letzten Tagen vor dem Weihnachtsfest gibt es immer viel zu tun. Vor allem für die Leber.
(Hans Leitinger, Ö3-Moderator, *1946)

Moderne Regierungen brauchen keine Hofnarren mehr.
(Karlheinz Deschner, deutscher Autor & Historiker, *1924)

Tritt eine Idee in in den hohlen Kopf, so füllt sie ihn völlig aus - weil keine andere da ist, die ihr den Rang streitig machen könnte.
(Charles de Montesquieu, franz. Schriftsteller u. Philosoph, 1689-1755)

Die Frage "Haben Sie ein Hirn?" kann einwandfrei nur der Metzger beantworten.
(Herbert Achternbusch, deutscher Schriftsteller u. Filmproduzent, *1938)

Verleumdung ist wie die Wespe, die uns lästig umschwärmt. Man darf nicht nach ihr schlagen, wenn man sie nicht sicher tötet, sonst greift sie noch wütender an als zuvor.
(Sébastien Roch Nicolas Chamfort, frz. Schriftsteller, 1741-1794)

Das Gute an einer Party ist, daß man sich nicht allein langweilt.
(unbekannt)

Das gefährlichste Unterfangen auf der Welt ist, einen Abgrund mit zwei Sprüngen zu überqueren.
(David Lloyd George, Earl of Dwyfor, engl. Staatsmann, 1863-1945)

Man soll schweigen oder Dinge sagen, die noch besser sind als das Schweigen.
(Pythagoras, altgr. Philosoph, 570-496)

Ein einziger Aufwiegler taugt manchmal mehr als alle Abwiegler zusammen.
(Georg Büchner, dt. Dramatiker, 1813-1837)

Erst durch lesen lernt man, wieviel man ungelesen lassen kann.
(Wilhelm Raabe, dt. Schriftssteller, 1831-1910)

Gewohnheiten sind Fingerabdrücke des Charakters.
(Alfred Polgar, österr. Schriftsteller, 1873-1955)

Deutschland den Deutschen. Probieren wir's doch mal. Wenn alle bei uns lebenden Ausländer einfach streikten, würden wir dann endlich kapieren, was wir ohne sie wären?
(Doris Dörrie, deutsche Filmregisseurin, Drehbuchautorin u. Schriftstellerin, *1955))

Marionetten lassen sich sehr leicht in Gehenkte verwandeln. Die Stricke sind schon da.
(Stanislaw Jerzy Lec, polnischer Satiriker, 1909-1966)

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Stanislaw Jerzy Lec - Sämtliche unfrisierte Gedanken.
Sämtliche Aphorismen des brillanten polnischen Satirikers Stanislaw Jerzy Lec. Dazu Prosa und Gedichte.

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Das Gute - dieser Satz steht fest - ist stets das Böse, was man läßt.
(Wilhelm Busch, Helene)

Wer in die Öffentlichkeit tritt, hat keine Nachsicht zu erwarten und keine zu fordern.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, 1830-1916)

Ich glaube nicht, daß die Regierung das Recht hat, Leuten vorzuschreiben, was sie zu denken haben oder wie sie leben sollen. Jedem sollte es freigestellt sein, nach seinem eigenen Moralkodex zu leben, solange dieser Moralkodex nicht mit dem anderer Leute in Konflikt gerät. Die Bedrohung für eine zivilisierte Gesellschaft ergibt sich, wenn uns die Politiker ein System moralischer Wertvorstellungen aufzwingen wollen. Das hat nichts mehr mit Freiheit und amerikanischen Tugenden zu tun.
(Clint Eastwood, amerikan. Regisseur u. Schauspieler, *1930)

Warum die anderen ändern, wenn sie doch schon anders sind?
(Jeannine Luczak, schweiz. Literaturwissenschaftlerin u. Aphoristikerin, *1938)

An sich ist nichts weder gut noch böse, das Denken macht es erst dazu.
(Shakespeare, Hamlet)

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Humor hat viel mit Verstand zu tun.
(Helmut Dietl, deutscher Filmregisseur u. Drehbuchautor, *1944)

Weißt du, was nie zu ersättigen ist? Das Auge der Habsucht. Alle Güter der Welt füllen die Höhle nicht aus.
(Johann Gottfried von Herder, dt. Philosoph u. Dichter, 1744-1803)

Wenn man genug Erfahrung gesammelt hat, ist man zu alt, um sie auszunutzen.
(William Somerset Maugham, brit. Schriftsteller, 1874-1965)

Die Welt, in der wir leben, läßt sich als das Ergebnis von Wirrwarr und Zufall verstehen; wenn sie jedoch das Ergebnis einer Absicht ist, muß es die Absicht eines Teufels gewesen sein. Ich halte den Zufall für eine weniger peinliche und plausiblere Erklärung.
(Bertrand Russell, engl. Philosoph, 1872-1970)

Vollständige Freiheit ist mit organisierter Gesellschaft unvereinbar, aber das Ausmaß möglicher Freiheit in einer beliebigen Gemeinschaft hängt davon ab, wieviel Spielraum für Toleranz in ihrer allgemeinen Weltanschauung bleibt.
(Bertrand Russell, engl. Literatur-Nobelpreisträger, Mathematiker, 1872-1970)

Wisset, die euch Haß predigen, erlösen euch nicht.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, 1830-1916)

1933 wollten viele aus Deutschland raus. Heute wollen viele rein. Das muß doch etwas bedeuten.
(Peter Ustinov, englischer Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller)

Ja, es gibt Leute, die nichts häßlicher finden als Kritik - wenn sie ihnen gilt.
(Karlheinz Deschner, dt. Autor & Historiker, *1924)

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Karlheinz Deschner - Nur Lebendiges schwimmt gegen den Strom.
Aphorismen. Die Frankfurter Rundschau über diesen Band: »Wie lebendig Karlheinz Deschner bis heute geblieben ist, legt diese Aphorismen-Sammlung dar, die seinen oppositionellen Geist in tiefen Nuancen zeigt«
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Worüber mann nicht reden kann, darüber sollte man schweigen.
(Ludwig Wittgenstein, Tractatus logico philosophicus)

Gewisse Bücher scheinen geschrieben zu sein, nicht damit man daraus lerne, sondern damit man wisse, daß der Verfasser etwas gewußt hat.
(Goethe, Maximen und Reflexionen)

Diktaturen haben niemals ein Problem gelöst. Sie haben es nur verschwinden lassen.
(Otto von Habsburg, deutscher Europapolitiker)

Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.
(Epiktet, griechischer Stoiker, 50-138 n.Chr.)

Geiz ist das einzige Laster, das sich in den Augen der Nachkommen in eine Tugend verwandelt.
(Martin Held, deutscher Schauspieler, 1908-1992)

Es ist weniger schwierig, Probleme zu lösen, als mit ihnen zu leben.
(Marie-Joseph Pierre Teilhard de Chardin, franz. Paläontologe, Anthropologe u. Philosoph, 1881-1955)

Wir sind Diplomaten. Das heißt: Wenn wir sagen, was wir denken, haben wir uns versprochen.
(Henry Morton Robinson, amerikan. Schriftsteller, 1898-1968)

Ödipus in zehn Sekunden: Ödipus wacht auf und sagt: Welches Schwein hat mit meiner Mutter geschlafen? Ach, das war ja ich.
(Woody Allen, amerikan. Regisseur & Schauspieler, *1935)

Erinnerungen sind Wirklichkeit im Sonntagsanzug.
(Oliver Hassencamp, dt. Schriftsteller, 1921-1988)

Uns etwas verbieten heißt uns danach lüstern machen.
(Michel Evquem Seigneur de Montaigne, frz. Humanist, 1533-1592)

Es ist sehr gefährlich, zuzuhören. Hört man zu, kann man überzeugt werden, und wer sich durch ein Argument überzeugen läßt, ist ein von Grund auf unvernünftiger Mensch.
(Oscar Wilde, engl. Schriftsteller, 1854-1900)

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Oscar Wilde - Aphorismen
Sämtliche Aphorismen des irischen Schriftstellers in einem Band

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Man muß denken, wie die wenigsten und reden wie die meisten.
(Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph. 1788-1860)

Fortschritt bedeutet, daß wir immer mehr wissen und immer weniger davon haben.
(Josef Meinrad, österr. Schauspieler, 1913-1996)

Mein Herr, Ihr Stil ist flüssig, Ihr Buch aber überflüssig.
(Gottfried Keller, schweizer. Schriftsteller, 1818-1890)

Die Realität ist immer noch schräger als alle Fiktion.
(Doris Dörrie, dt. Regisseurin u. Schriftstellerin, *1955)

Ein Glück für die Despoten, daß die eine Hälfte der Menschen nicht denkt und die andere nicht fühlt.
(Johann Gottfried Seume, dt. Dichter, 1763-1810)

In der Kirche gibt es Angst, Schuld und Opfer, gebraucht werden Vertrauen, Selbstwerdung und Befreiung.
(Eugen Drewermann, dt. Theologe u. Kirchenkritiker)

Die menschliche Dummheit ist keine historische Sache. Die menschliche Dummheit existiert allgemein, sogar bis in alle Ewigkeit hinein. Diese Dummheit gehört zum Menschen. Sie ist eine strukturelle Angelegenheit.
(Laszlo Krasznahorkai, ungarischer Schriftsteller)

Der Mensch hat die Atombombe erfunden. Keine Maus der Welt käme auf die Idee, eine Mausefalle zu konstruieren.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Ein halbleeres Glas Wein ist zugleich ein halbvolles, aber eine halbe Lüge mitnichten eine halbe Wahrheit.
(Jean Cocteau, franz. Dichter, Grafiker & Regisseur, 1889-1963)

Bisweilen macht es Freude, einen Menschen dadurch in Erstaunen zu setzen, daß man ihm nicht ähnelt und anders denkt als er.
(Maxim Gorki, russ. Schriftsteller, 1868-1936)

Mische ein bißchen Torheit in dein ernsthaftes Tun und Trachten! Albernheiten im rechten Moment sind etwas Köstliches.
(Quintus Flaccus Horaz, röm. Dichter, 65-8 v.Chr.)

Grundsätzlich tue ich am liebsten das Gegenteil von dem, was alle tun oder was von mir erwartet wird. Geschichtlich betrachtet wäre es bereits des öfteren von Vorteil gewesen, wenn eine größere Anzahl Menschen so gedacht hätte...
(Andreas Kriesmer)

Held kann man sein, auch ohne die Erde zu verwüsten.
(Nicolas Boileau-Despréaux, franz. Dichter, 1636-1711)

Man muß wissen, wie weit man zu weit gehen kann.
(Jean Cocteau, franz. Schriftsteller, Filmregisseur und Graphiker, 1889-1963)

Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten, wäre selbst ich nicht gekommen.
(George Bernard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)

Facelifting? Nein, dann würde ich ja alle diese großartigen Falten zerstören.
(Clint Eastwood, amerikan. Schauspieler u. Regisseur, *1930)

Wer in Gegenwart von Kindern spottet oder lügt, begeht ein Verbrechen.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, 1830-1916)

Die Selbstzufriedenheit ist der Sargdeckel jeden Fortschritts.
(Philip Rosenthal, dt. Unternehmer, *1916)

Es ist nicht wahr, daß man ohne eine Frau nicht leben kann. Man kann bloß ohne eine Frau nicht gelebt haben.
(Karl Kraus, österr. Schriftsteller, 1874-1936)

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Karl Kraus für Gestresste
Aphorismen aus der Feder des bekannten österreichischen Schriftstellers, 137 S.

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Das einzig Echte an manchen Menschen ist ihre Falschheit.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Wenn ein Privatbetrieb so wie die EG strukturiert wäre, wäre er nach zwei Jahren bankrott.
(Otto von Habsburg, deutscher Europapolitiker)

Mit dem Auto ist ja die Kunst des Ankommens verlorengegangen.
(Erhart Kästner)

Zu guten Beziehungen gelangt man am schnellsten, wenn man den Eindruck erweckt, sie zu besitzen.
(Siegmund Graff, dt. Schriftsteller & Aphoristiker, 1898-1979)

Es liegt in der menschlichen Natur, vernünftig zu denken und unvernünftig zu handeln.
(Anatole France, franz. Schriftsteller, 1844-1924)

Jeder junge Mensch macht früher oder später die verblüffende Entdeckung, daß auch Eltern gelegentlich recht haben könnten.
(André Malraux, franz. Politiker & Schriftsteller, 1901-1976)

Erziehung: wesentlich das Mittel, die Ausnahme zu ruinieren zugunsten der Regel.
(Friedrich Nietzsche, Wille zur Macht)

Argwöhnisch wacht der Mensch über alles, was ihm gehört - nur die Zeit lässt er sich oft stehlen.
(Linus Carl Pauling, amerikan. Wissenschaftler & Nobelpreisträger, 1901-1994)

Der wahre Freund weist uns auf unsere Fehler hin, der falsche weist die anderen darauf hin.
(C.J. Wijnaendts Francken)

Der Hass ist die Liebe, die gescheitert ist.
(Sören Kierkegaard, dänischer Theologe u. Philosoph, 1813-1855)

Wenn ein Ehepaar den gleichen Geschmack hat, so heißt das in den meisten Fällen, daß der Mann seinen verloren hat.
(Jacques Tati, franz. Filmschauspieler & Regisseur, 1907-1982)

In der Weltpolitik spritzt mancher, der sich als Feuerwehrmann ausgibt, mit Benzin.
(Bertrand Russell, engl. Philosoph & Mathematiker, 1872-1970)

In der Politik ist es manchmal wie bei der Grammatik: Ein Fehler, den alle begehen, wird schließlich als Regel anerkannt.
(André Malraux, französischer Publizist, 1901-1976)

Laßt mich nicht ein alter Polterer werden, der aus Neid die jüngeren Geister ankläfft, oder ein matter Jammermensch, der über die gute, alte Zeit beständig flennt.
(Heinrich Heine, dt. Schriftsteller u. Publizist, 1797-1856)

Den Mann ein Tier zu nennen heißt ihn zu schmeicheln.
(Valerie Solanas, Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung des Mannes - Society for Cutting Up Men, S.C.U.M.)

Bei den New Kids fallen massenhaft Mädels in Ohnmacht, was zeigt, daß wenigstens die Körperabwehr funktioniert, wenn schon der Verstand im Arsch ist.
(MAD-Magazin)




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(C) Markus Gansel
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