| Die Unmoralische |
Über manche Gedankenlücke bilden Zitate die Eselsbrücke. (Ludwig Fulda) |
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Zitate 21
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Zitate und Aphorismen, Teil 21
Zuviel Vertrauen ist häufig eine Dummheit, zuviel Mißtrauen immer ein Unglück.
Man sollte sich darüber wundern, daß man sich überhaupt noch wundern kann.
Deutsch ist schon deshalb eine gute Sprache, weil in ihr Mensch und Mann nicht das gleiche sind. Diesen
Satz übersetzen.
Die Leute, denen man am wenigsten widerspricht, sind entweder die, welche man am meisten liebt, oder die, welche man am wenigsten achtet. LiteraturtippMarie von Ebner-Eschenbach - Aphorismen Sämtliche Aphorismen aus der Hand der bekannten österreichischen Schriftstellerin [Buch bei AMAZON bestellen]
Gebildet ist, wer Parallelen zu sehen vermag. Dummköpfe sehen immer wieder etwas ganz Neues.
Heute ist Freitag, der 21.12. In den letzten Tagen vor dem Weihnachtsfest gibt es immer viel zu tun. Vor allem für die Leber.
Moderne Regierungen brauchen keine Hofnarren mehr.
Tritt eine Idee in in den hohlen Kopf, so füllt sie ihn völlig aus - weil keine andere da ist, die ihr den Rang streitig machen könnte.
Die Frage "Haben Sie ein Hirn?" kann einwandfrei nur der Metzger beantworten.
Verleumdung ist wie die Wespe, die uns lästig umschwärmt. Man darf nicht nach ihr schlagen, wenn man sie nicht sicher tötet, sonst greift sie noch wütender an als zuvor.
Das Gute an einer Party ist, daß man sich nicht allein langweilt.
Das gefährlichste Unterfangen auf der Welt ist, einen Abgrund mit zwei Sprüngen zu überqueren.
Man soll schweigen oder Dinge sagen, die noch besser sind als das Schweigen.
Ein einziger Aufwiegler taugt manchmal mehr als alle Abwiegler zusammen.
Erst durch lesen lernt man, wieviel man ungelesen lassen kann.
Gewohnheiten sind Fingerabdrücke des Charakters.
Deutschland den Deutschen. Probieren wir's doch mal. Wenn alle bei uns lebenden Ausländer einfach streikten, würden wir dann endlich kapieren, was wir ohne sie wären?
Marionetten lassen sich sehr leicht in Gehenkte verwandeln. Die Stricke sind schon da. LiteraturtippStanislaw Jerzy Lec - Sämtliche unfrisierte Gedanken. Sämtliche Aphorismen des brillanten polnischen Satirikers Stanislaw Jerzy Lec. Dazu Prosa und Gedichte. [Buch bei AMAZON bestellen]
Das Gute - dieser Satz steht fest - ist stets das Böse, was man läßt.
Wer in die Öffentlichkeit tritt, hat keine Nachsicht zu erwarten und keine zu fordern.
Ich glaube nicht, daß die Regierung das Recht hat, Leuten vorzuschreiben, was sie zu denken haben oder wie sie leben sollen. Jedem sollte es freigestellt sein, nach seinem eigenen Moralkodex zu leben, solange dieser Moralkodex nicht mit dem anderer Leute in Konflikt gerät. Die Bedrohung für eine zivilisierte Gesellschaft ergibt sich, wenn uns die Politiker ein System moralischer Wertvorstellungen aufzwingen wollen. Das hat nichts mehr mit Freiheit und amerikanischen Tugenden zu tun.
Warum die anderen ändern, wenn sie doch schon anders sind?
An sich ist nichts weder gut noch böse, das Denken macht es erst dazu. LiteraturtippHarenberg Lexikon der Sprichwörter und Zitate. Mit über 50.000 Zitaten auf 1.600 Seiten sowohl der umfangreichste als auch der beste Zitatenband auf dem Markt. Ideal für Leute, die beruflich häufig Zitate benötigen. [Das interessiert mich >>>]
Humor hat viel mit Verstand zu tun.
Weißt du, was nie zu ersättigen ist? Das Auge der Habsucht. Alle Güter der Welt füllen die Höhle nicht aus.
Wenn man genug Erfahrung gesammelt hat, ist man zu alt, um sie auszunutzen.
Die Welt, in der wir leben, läßt sich als das Ergebnis von Wirrwarr und Zufall verstehen; wenn sie jedoch das Ergebnis einer Absicht ist, muß es die Absicht eines Teufels gewesen sein. Ich halte den Zufall für eine weniger peinliche und plausiblere Erklärung.
Vollständige Freiheit ist mit organisierter Gesellschaft unvereinbar, aber das Ausmaß möglicher Freiheit in einer beliebigen Gemeinschaft hängt davon ab, wieviel Spielraum für Toleranz in ihrer allgemeinen Weltanschauung bleibt.
Wisset, die euch Haß predigen, erlösen euch nicht.
1933 wollten viele aus Deutschland raus. Heute wollen viele rein. Das muß doch etwas bedeuten.
Ja, es gibt Leute, die nichts häßlicher finden als Kritik - wenn sie ihnen gilt. LiteraturtippKarlheinz Deschner - Nur Lebendiges schwimmt gegen den Strom. Aphorismen. Die Frankfurter Rundschau über diesen Band: »Wie lebendig Karlheinz Deschner bis heute geblieben ist, legt diese Aphorismen-Sammlung dar, die seinen oppositionellen Geist in tiefen Nuancen zeigt« [Das interessiert mich >>>]
Worüber mann nicht reden kann, darüber sollte man schweigen.
Gewisse Bücher scheinen geschrieben zu sein, nicht damit man daraus lerne, sondern damit man wisse, daß
der Verfasser etwas gewußt hat.
Diktaturen haben niemals ein Problem gelöst. Sie haben es nur verschwinden lassen.
Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.
Geiz ist das einzige Laster, das sich in den Augen der Nachkommen in eine Tugend verwandelt.
Es ist weniger schwierig, Probleme zu lösen, als mit ihnen zu leben.
Wir sind Diplomaten. Das heißt: Wenn wir sagen, was wir denken, haben wir uns versprochen.
Ödipus in zehn Sekunden: Ödipus wacht auf und sagt: Welches Schwein hat mit meiner Mutter geschlafen? Ach, das war ja ich.
Erinnerungen sind Wirklichkeit im Sonntagsanzug.
Uns etwas verbieten heißt uns danach lüstern machen.
Es ist sehr gefährlich, zuzuhören. Hört man zu, kann man überzeugt werden, und wer sich durch ein
Argument überzeugen läßt, ist ein von Grund auf unvernünftiger Mensch. LiteraturtippOscar Wilde - Aphorismen Sämtliche Aphorismen des irischen Schriftstellers in einem Band [Buch bei AMAZON bestellen]
Man muß denken, wie die wenigsten und reden wie die meisten.
Fortschritt bedeutet, daß wir immer mehr wissen und immer weniger davon haben.
Mein Herr, Ihr Stil ist flüssig, Ihr Buch aber überflüssig.
Die Realität ist immer noch schräger als alle Fiktion.
Ein Glück für die Despoten, daß die eine Hälfte der Menschen nicht denkt und die andere nicht fühlt.
In der Kirche gibt es Angst, Schuld und Opfer, gebraucht werden Vertrauen, Selbstwerdung und Befreiung.
Die menschliche Dummheit ist keine historische Sache. Die menschliche Dummheit existiert allgemein, sogar bis in alle Ewigkeit hinein. Diese Dummheit gehört zum Menschen. Sie ist eine strukturelle Angelegenheit.
Der Mensch hat die Atombombe erfunden. Keine Maus der Welt käme auf die Idee, eine Mausefalle zu
konstruieren.
Ein halbleeres Glas Wein ist zugleich ein halbvolles, aber eine halbe Lüge mitnichten eine halbe Wahrheit.
Bisweilen macht es Freude, einen Menschen dadurch in Erstaunen zu setzen, daß man ihm nicht ähnelt und
anders denkt als er.
Mische ein bißchen Torheit in dein ernsthaftes Tun und Trachten! Albernheiten im rechten Moment sind etwas Köstliches.
Grundsätzlich tue ich am liebsten das Gegenteil von dem, was alle tun
oder was von mir erwartet wird. Geschichtlich betrachtet wäre es bereits
des öfteren von Vorteil gewesen, wenn eine größere Anzahl Menschen so
gedacht hätte...
Held kann man sein, auch ohne die Erde zu verwüsten.
Man muß wissen, wie weit man zu weit gehen kann.
Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten, wäre selbst ich nicht gekommen.
Facelifting? Nein, dann würde ich ja alle diese großartigen Falten zerstören.
Wer in Gegenwart von Kindern spottet oder lügt, begeht ein Verbrechen.
Die Selbstzufriedenheit ist der Sargdeckel jeden Fortschritts.
Es ist nicht wahr, daß man ohne eine Frau nicht leben kann. Man kann bloß ohne eine Frau nicht gelebt
haben. LiteraturtippKarl Kraus für Gestresste Aphorismen aus der Feder des bekannten österreichischen Schriftstellers, 137 S. [Buch bei AMAZON bestellen]
Das einzig Echte an manchen Menschen ist ihre Falschheit.
Wenn ein Privatbetrieb so wie die EG strukturiert wäre, wäre er nach zwei Jahren bankrott.
Mit dem Auto ist ja die Kunst des Ankommens verlorengegangen.
Zu guten Beziehungen gelangt man am schnellsten, wenn man den Eindruck erweckt, sie zu besitzen.
Es liegt in der menschlichen Natur, vernünftig zu denken und unvernünftig zu handeln.
Jeder junge Mensch macht früher oder später die verblüffende Entdeckung, daß auch Eltern gelegentlich recht haben könnten.
Erziehung: wesentlich das Mittel, die Ausnahme zu ruinieren zugunsten der Regel.
Argwöhnisch wacht der Mensch über alles, was ihm gehört - nur die Zeit lässt er sich oft stehlen.
Der wahre Freund weist uns auf unsere Fehler hin, der falsche weist die anderen darauf hin.
Der Hass ist die Liebe, die gescheitert ist.
Wenn ein Ehepaar den gleichen Geschmack hat, so heißt das in den meisten Fällen, daß der Mann seinen verloren hat.
In der Weltpolitik spritzt mancher, der sich als Feuerwehrmann ausgibt, mit Benzin.
In der Politik ist es manchmal wie bei der Grammatik: Ein Fehler, den alle begehen, wird schließlich als Regel anerkannt.
Laßt mich nicht ein alter Polterer werden, der aus Neid die jüngeren Geister ankläfft, oder ein matter Jammermensch, der über die gute, alte Zeit beständig flennt.
Den Mann ein Tier zu nennen heißt ihn zu schmeicheln.
Bei den New Kids fallen massenhaft Mädels in Ohnmacht, was zeigt, daß wenigstens die Körperabwehr funktioniert, wenn schon der Verstand im Arsch ist.
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