Die Unmoralische
Gleich nach dem Schöpfer eines guten Satzes kommt der, der ihn zum ersten Mal zitiert..
(Ralph Waldo Emerson)
 
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Zitate 20




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Zitate und Aphorismen, Teil 20



Wer ohne die Welt auszukommen glaubt, irrt sich. Wer aber glaubt, daß die Welt nicht ohne ihn auskommen könne, irrt sich noch viel mehr.
(Francois de La Rochefoucauld, frz. Schriftsteller, 1613-1680)

Es ist kein Zufall, dass immer da, wo der Geist als eine Gefahr angesehen wird, als erstes die Bücher verboten, die Zeitungen und Zeitschriften, Rundfunkmeldungen einer strengen Zensur ausgeliefert werden; zwischen den Zeilen, auf dieser winzigen Schlußlinie des Druckers, kann man Dynamit genug anhäufen, um Welten in die Luft zu sprengen.
(Heinrich Böll, dt. Schriftsteller, 1917-1985)

Solange sich ein Mensch einbildet, etwas nicht tun zu können, solange ist es ihm unmöglich, es zu tun.
(Baruch de Spinoza, niederl. Philosoph, 1632-1677)

Die Geschichte lehrt die Menschen, daß die Geschichte die Menschen nichts lehrt.
(Mahatma Gandhi, indischer Freiheitskämpfer, 1869-1948)

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Geld ist besser als Armut - wenn auch nur aus finanziellen Gründen.
(Woody Allen, amerikan. Schauspieler u. Regisseur, geb. 1935)

Es ist schon komisch, daß ein Mann, der sich um nichts auf der Welt Sorgen machen muß, hingeht und eine Frau heiratet.
(William Somerset Maugham, engl. Schriftsteller, 1874-1965)

Ich hätte viele Dinge begriffen, hätte man mir sie nicht erklärt.
(S. J. Lec, poln. Satiriker, 1909-1966)

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Die deutliche Sprache der Gewehre verstehen immer nur die Erschossenen.
(Wolf Biermann, dt. Liedermacher, *1936)

Es gehört viel dazu, eine Brücke hinter sich abzureißen, wenn man auch keine vor sich hat.
(Karlheinz Deschner, dt. Autor u. Historiker, *1924)

Je weiter ein Ideal entfernt ist, desto schöner ist es.
(John Galsworthy, engl. Schriftsteller, 1867-1933)

Man kann die Erfahrung nicht früh genug machen, wie entbehrlich man in der Welt ist.
(Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre)

Wie einfach wäre das Leben, wenn sich die unnötigen Sorgen von den echten unterscheiden ließen!
(Karl Heinrich Waggerl, österr. Erzähler, 1897-1973)

Die Kunst des Ausruhens ist Teil der Kunst des Arbeitens.
(John Steinbeck, amerikan. Schriftsteller, 1902-1968)

Schweigen ist ein Argument, das kaum zu widerlegen ist.
(Heinrich Böll, dt. Schriftsteller, 1917-1985)

Selbst der bescheidenste Mensch hält mehr von sich, als sein bester Freund von ihm hält.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Schriftst. 1830-1916)

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Mit bösen Worten, die man ungesagt herunterschluckt, hat sich noch niemand den Magen verdorben.
(Winston Churchill, brit. Staatsmann, 1874-1965)

Wir fressen einander nicht, wir schlachten uns bloß.
(Georg Christoph Lichtenberg, dt. Schr. u. Physiker, 1742-1799)

Für mich ist ein Unrecht, ein Verbrechen, vor fünfhundert, tausend, fünfzehnhundert Jahren genauso lebendig und empörend wie ein Unrecht, ein Verbrechen, das heute geschieht oder erst in tausend, in fünftausend Jahren.
(Karlheinz Deschner, dt. Autor u. Historiker, *1924)

Wenn die Schlachthöfe Glaswände hätten, wäre jeder Vegetarier.
(Paul McCartney, brit. Sänger, *1942)

Es gibt Dinge, die muß man tun, sonst ist man kein Mensch, sondern nur ein Häuflein Dreck.
(Astrid Lindgren, schwedische Kinderbuchautorin, 1907-2002)

Gibt dir jemand einen sogenannten guten Rat, so tue grade das Gegenteil, und du kannst sicher sein, daß es in neun von zehn Fällen das Richtige ist.
(Anselm Feuerbach, deutscher Maler, 1829-1890)

Blicke in dein Inneres! Da drinnen ist eine Quelle des Guten, die niemals aufhört zu sprudeln, solange du nicht aufhörst nachzugraben.
(Marc Aurel, römischer Kaiser, 121-180)

Abdanken bedeutet, einen Vorteil um einen größeren Vorteil aufzugeben.
(Ambrose Bierce, The Devil's Dictionary)

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Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch.
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Staatsmänner schweben mit beiden Beinen fest über den Tatsachen.
(Oliver Hassencamp, dt. Schriftsteller, 1921-1988)

Sardinen wissen, daß Gleichmachen mit Kopfabschneiden beginnt.
(Jeannine Luczak, schweizerische Literaturwissenschaftlerin, *1938)

Jeder Säugling sollte sich so früh und so gründlich wie möglich mit einem Fernsehgerät beschäftigen, denn später hat er ja auch nichts anderes.
(Loriot, dt. Cartoonist, *1923)

Was mich erschreckt ist nicht die Zerstörungskraft der Bombe, sondern die Explosivkraft des menschlichen Herzens zum Bösen!
(Albert Einstein, dt.-amerikan. Wissenschaftler, 1879-1955)

Wer in der Liebe Wunder erwartet, vergisst, dass der das Grösste schon hat.
(Karlheinz Deschner, dt. Schriftsteller u. Historiker, *1924)

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Karlheinz Deschner - Nur Lebendiges schwimmt gegen den Strom.
Aphorismen. Die Frankfurter Rundschau über diesen Band: »Wie lebendig Karlheinz Deschner bis heute geblieben ist, legt diese Aphorismen-Sammlung dar, die seinen oppositionellen Geist in tiefen Nuancen zeigt«
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Nur wenige Führungskräfte sehen ein, daß sie letztendlich nur eine Person führen müssen. Diese Person sind sie selbst.
(Peter F. Drucker, amerikan. Managementprofessor)

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern.
(Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)

Die Gefährdung der heutigen Menschheit entspringt nicht so sehr ihrer Macht, physikalische Vorgänge zu beherrschen, als ihrer Ohnmacht, das soziale Geschehen vernünftig zu lenken.
(Konrad Lorenz, österreichischer Verhaltensforscher u. Nobelpreisträger, 1903-1989)

Es ist besser, Ehrungen zu verdienen und nicht geehrt zu sein, als geehrt zu sein und es nicht zu verdienen.
(Mark Twain, amerikan. Schriftsteller, 1835-1903)

Es gibt niemanden, auf den man sich hundertprozentig verlassen kann, aber es gibt viele, auf die man sich hundertprozentig nicht verlassen kann.
(Bernd Dauster)

Allein die Dosis macht, das ein Ding kein Gift wird.
(Paracelsus, dt. Arzt, 1493-1541)

Faulheit ist die Angewohnheit, sich auszuruhen, bevor man müde wird.
(Jules Renard, französischer Schriftsteller, 1864-1910)

Wir unterschätzen das, was wir haben, und überschätzen das, was wir sind.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, 1830-1916)

Wenn man einem Menschen vertrauen kann, erübrigt sich ein Vertrag. Wenn man ihm nicht vertrauen kann, ist ein Vertrag nutzlos.
(Jean Paul Getty, amerik. Ölmilliardär, 1892-1976)

Immer wird es Eskimos geben, die den Eingeborenen von Belgisch-Kongo Verhaltensregeln für die Zeit der großen Hitze geben werden.
(Stanislaw J. Lec, polnischer Satiriker, 1909-1966)

Notiert euch nicht die Gedanken, die euch am Schreibtisch kommen, sondern die, die euch auf dem Klo kommen.
(Umberto Eco, italienischer Sprachwissenschaftler & Schriftsteller, *1932)

Man wird alt, wenn man spürt, dass die Neugierde nachlässt.
(Andre Siegfried)

Frauen, die wenig Reize haben, neigen besonders zur Tugendhaftigkeit.
(Pablo Picasso, spanischer Maler, 1881-1973)

Die meisten Menschen wenden mehr Zeit und Kraft daran, um die Probleme herumzureden, als sie anzupacken.
(Henry Ford, amerikan. Industrieller, 1885-1945)

Es gibt hohe Stellungen, die man am leichtesten in gebückter Haltung erreicht.
(Robert Lembke, dt. Showmaster, 1913-1989)

Verurteile niemanden, bevor du nicht in seiner Lage warst.
(Talmud)

Nichts ist gefährlicher als zwei Menschen auszusöhnen; sie zu entzweien ist viel sicherer und leichter.
(Jean Paul, deutscher Dichter, 1763-1825)

Wenn man nicht glaubt, braucht man eine Bestätigung. Wenn man glaubt, braucht man keine Bestätigung mehr.
(Michael Bertschik)

Je mehr Würde man für eine Sache aufwendet, desto würdeloser ist sie gewöhnlich.
(Karlheinz Deschner, dt. Autor u. Historiker, *1024)

Das Alter hat zwei große Vorteile: Die Zähne tun nicht mehr weh, und man hört nicht mehr all das dumme Zeug, das ringsum gesagt wird.
(George Bernard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)

Wer in einem gewissen Alter nicht merkt, daß er hauptsächlich von Idioten umgeben ist, merkt es aus einem gewissen Grunde nicht.
(Curt Goetz, dt. Schriftsteller und Schauspieler, 1888-1990)

Das Theater darf nicht danach beurteilt werden, ob es die Gewohnheiten seines Publikums befriedigt, sondern danach, ob es sie zu ändern vermag.
(Bertolt Brecht, Politik auf dem Theater)

Jeder würde sein eigenes Leben gleich viel schöner finden, wenn er aufhörte, es mit dem Leben der Leute von nebenan zu vergleichen.
(Henry Fonda, amerikan. Schauspieler u. Regisseur, 1905-1982)

Vielleicht besteht die einzige Würde des Menschen in seiner Fähigkeit, sich achten zu können.
(George Santayana, amerikan. Philosoph und Dichter span. Herkunft, 1863-1952)

Wenn du recht betrübt bist, daß du meinst, kein Mensch auf der Welt könne dich trösten, so tue jemandem etwas Gutes, gleich wird es besser sein.
(Peter Rosegger, österr. Schriftsteller, 1843-1918)

Es ist leichter, zum Mars vorzudringen, als zu sich selbst.
(Carl Gustav Jung, schweizer. Psychiater, 1875-1961)

Früher war die Naturwissenschaft ein Mittel zur Abwendung von Naturkatastrophen. Heute zur Anwendung.
(Jeanine Luczak, schweizer. Literaturwissenschaftlerin u. Aphoristikerin, 1938-)

Frauen sind nicht etwa die besseren Menschen; sie hatten bisher nur nicht so viel Gelegenheit, sich die Hände schmutzig zu machen.
(Alice Schwarzer, dt. Jornalistin, *1942)

Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht.
(Jean Anauilh, französischer Dramatiker, 1910-1987)

Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, in denen wir liebten.
(Wilhelm Busch, dt. Dichter und Zeichner, 1832-1908)

So ehrlich kann ein Mensch gar nicht sein, daß er sich nicht selbst belügt.
(Rupert Schützbach)

Der Spezialist ist in seinem winzigen Weltwinkel vortrefflich zu Hause; aber er hat keine Ahnung von dem Rest.
(José Ortega y Gasset, span. Kulturphilosoph, 1883-1955, Aufstand)

Niemand heilt durch Jammern seinen Harm.
(William Shakespeare, engl. Schriftsteller, 1564-1616)

Der Historiker ist ein Reporter, der überall dort nicht dabei war, wo etwas passiert ist.
(G. B. Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)

Von der Geburt bis zum 18. Geburtstag braucht eine Frau gute Eltern, von 18-35 gutes Aussehen, von 35-55 Persönlichkeit und ab 55 Kohle.
(Sophie Tucker, amerik. Jazz-Sängerin, 1884-1966)

Gib einem Hungernden einen Fisch, so wird er einen Tag lang satt. Lehre ihn fischen, und er wird nie mehr hungern.
(Chinesisches Sprichwort)

[...xxx...]
(Erich Kästner, dt. Schriftsteller, 1899-1974)

Sein Gewissen war rein, er benutzte es nie.
(S. J. Lec, poln. Satiriker, 1909-1966)

Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
(Ödön von Horvath, österr. Dramatiker u. Erzähler, 1901-1938)

1,9 Prozent sind rechnerisch gesehen auch noch rund zwei Prozent.
(Bernd Pfaffenbach, Chefökonom des Bundeskanzleramtes, in der »Börsen-Zeitung« zu den Aussichten für die Konjunktur in Deutschland)




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