| Die Unmoralische |
Der Aphorismus ist wie die Biene mit Gold beladen und mit einem Stachel versehen. (Carmen Sylva) |
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Zitate 15
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Zitate und Aphorismen, Teil 15
Man kann einen Menschen einen Lügner, Betrüger, Schurken nennen, er wird es hinnehmen - wenn man ihn aber einen schlechten Autofahrer nennt, wird er rabiat.
Es ist schwerer, Gefühle, die man hat, zu verbergen, als solche, die man nicht hat, zu heucheln. LiteraturtippFranzösische Moralisten. La Rochefoucauld, Vauvenargues, Montesquieu, Chamfort. Dieser Band enthält die Aphorismensammlungen von La Rochefoucauld, Chamfort und Vauvenargues. 712 Seiten. [Buch bei AMAZON bestellen]
Wer morgens vor neun auf der Straße anzutreffen ist, der ist nichts und wird nichts.
Das Halbverstandene und Halberfahrene ist nicht die Vorstufe der Bildung, sondern ihr Todfeind.
Die beste Fitneßübung ist das rechtzeitige Aufstehen vom Eßtisch.
Wo es den Rednern an Tiefe fehlt, da gehen sie in die Breite.
Der Satz des Pythagoras umfaßt 24 Worte, das Archimedische Prinzip 67, die Zehn Gebote 179, die amerikanische Unabhängigkeitserklärung 300 - und allein Paragraph 19a des deutschen Einkommensteuergesetzes 1862 Worte.
Gut ist der Vorsatz, aber die Erfüllung schwer.
Besser allein sich langweilen als in Gesellschaft. Man kann ungenierter gähnen. LiteraturtippDas große Handbuch der Zitate von A - Z Thematisch geordnete Zitate auf 1136 Seiten. Ein ideales Nachschlagewerk für unter 30 DM. [Buch bei AMAZON bestellen]
Das Mitgefühl mit allen Geschöpfen ist es, was Menschen erst wirklich zum Menschen macht.
Wir denken alle viel zuwenig daran: Zärtliches Berühren, liebevolles Streicheln, sanftes Massieren voller Zuneigung können eine medizinische Hilfe sein, wenn jemand krank ist.
Diktatoren verstopfen den Kritikern den Mund mit Knebeln, Demokraten tun das mit Kaviar.
Wer zu Handeln versäumt, ist noch keineswegs frei von Schuld.
Niemand erhält seine Reinheit durch Teilnahmslosigkeit.
Selbst wenn alle Fachleute einer Meinung sind, können sie sehr wohl im Irrtum sein.
"Und ich habe mich so gefreut!" sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut - ist das nichts? LiteraturtippMarie von Ebner-Eschenbach - Aphorismen Sämtliche Aphorismen aus der Hand der bekannten österreichischen Schriftstellerin [Buch bei AMAZON bestellen]
Gesunder Menschenverstand in ungewöhnlichem Maße ist das, was die Welt Weisheit nennt.
Folge niemals der Menge.
Schreiben ist die Onanie der Intellektuellen.
Vertrauen wird dadurch erschöpft, daß es in Anspruch genommen wird.
Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde zu sein, muß man vor allem ein Schaf sein.
Die Ungebildeten haben das Unglück, das Schwere nicht zu verstehen, dagegen verstehen die Gebildeten häufig das Leichte nicht, was ein noch viel größeres Unglück ist.
Ehe man anfängt, seine Feinde zu lieben, sollte man seine Freunde besser behandeln.
Die Empfindlichkeit einer Mimose steht in keinem Verhältnis zur Empfindlichkeit eines Beamten. LiteraturtippHarenberg Lexikon der Sprichwörter und Zitate. Mit über 50.000 Zitaten auf 1.600 Seiten sowohl der umfangreichste als auch der beste Zitatenband auf dem Markt. Mit knapp 98 DM leider auch der teuerste. Ideal für Leute, die beruflich häufig Zitate benötigen. [Buch bei AMAZON bestellen]
Der Reiche hat nie das schöne Gefühl, die letzte Rate zu zahlen.
Wer einen Fehler gemacht hat und nicht korrigiert, der begeht einen zweiten.
Das Gesetz macht alle auf erhabene Weise gleich: Es verbietet allen Menschen unter Brücken zu schlafen und Brot zu stehlen - den Armen ebenso wie den Reichen.
Wer dir sagt, er hätte noch nie gelogen, dem traue nicht, mein Sohn!
Die Feder ist das mächtigste Instrument des kleinen Mannes.
Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.
Es ist wichtiger, etwas im kleinen zu tun, als im großen darüber zu reden.
Versuchungen sind wie Vagabunden: Wenn man sie freundlich behandelt,
kommen sie wieder und bringen andere mit.
Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft
durch die Vernachlässigung kleiner Dinge.
Jede Minute, die man lacht, verlängert das Leben um eine Stunde.
Neid ist die deutsche Form der Anerkennung.
Wenn man glücklich ist, soll man nicht noch glücklicher sein wollen.
Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter als durch das, was sie lächerlich finden.
Es liegt in der Natur, vernüftig zu denken und unlogisch zu handeln.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst. Er gibt auch anderen eine Chance.
Nie hat ein Dichter die Natur so frei ausgelegt wie ein Jurist die Wirklichkeit.
Lernen wir besser uns freuen, so verlernen wir am besten, anderen weh zu tun.
Engel? Geflügel für Menschenfresser. LiteraturtippStanislaw Jerzy Lec - Sämtliche unfrisierte Gedanken. Sämtliche Aphorismen des brillanten polnischen Satirikers Stanislaw Jerzy Lec. Dazu Prosa und Gedichte. [Buch bei AMAZON bestellen]
Es wäre besser an der Verhütung des Elends zu arbeiten, als die Zufluchtsorte für die Elenden zu vermehren.
Wenn wir fehlerfrei wären, würde es uns nicht so viel Vergnügen bereiten, sie an anderen festzustellen.
Ich glaube nicht, daß Worte den Lauf der Dinge aufhalten werden. Aber ich meine doch, daß sie gesprochen werden müssen, damit nicht spätere Generationen - wenn es solche überhaupt gibt - unsere Periode für wahnsinnig halten.
Ich glaube nicht an die Kollektivschuld. Die Schuldigen sind schuldig, aber die Kinder der Schuldigen sind Kinder.
Man weiß selten was Glück ist, aber man weiß meistens, was Glück war.
Kirchen und Telekom - haben sie nicht viel gemeinsam?
Von den Menschen verkannt zu werden, ohne Verbitterung zu spüren -- ist das nicht auch eine Eigenschaft des Edlen?
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
Männer sind wie ein Armreif: Leicht behämmert passen sie sich am besten an.
Heutzutage kennen die Leute vor allem den Preis und nicht den Wert. LiteraturtippOscar Wilde - Aphorismen Sämtliche Aphorismen des irischen Schriftstellers in einem Band [Buch bei AMAZON bestellen]
Mit dem Wort 'Zufall' gibt der Mensch nur seiner Unwissenheit Ausdruck.
Konjunkturprognosen sind die erstoßenen Kinder der Wettervorhersage.
Das Fernsehen macht die Klugen klüger und die Dummen dümmer.
Es gab noch nie einen guten Krieg oder einen schlechten Frieden.
Wir kümmern uns nicht, daß wir nicht dagewesen sind, ehe wir geboren
wurden. Warum uns kümmern, nicht mehr da zu sein, wenn wir gestorben sind?
Der einzige Weg, eine Versuchung loszuwerden, ist, ihr nachzugeben.
Durch das Fernsehen wird kein Mensch, aber wahrscheinlich viel Geist getötet.
Stellt Columbus als den Schuft dar, der er war - verantwortlich für den Völkermord an den Indianern!
Jedes Problem erlaubt zwei Standpunkte: unseren eigenen und den falschen.
Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das große vergebens warten.
Denn früh belehrt ihn die Erfahrung: Sobald er schrie, bekam er Nahrung.
Das Herz hat seine Gründe, die die Vernunft nicht kennt.
Ich kann die Welt nicht verändern, aber einen einzelnen Menschen, mich selber.
Sie finden sich jedoch in anderen Bereichen als der Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie, z.B. in der Frage: wie sinnvoll ist es, mit beträchtlichen Aufwand, zu repräsentativen Aussagen über die Fluktuationsquote der saarländischen Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten in der Textilbranche im Jahr 1973 zu gelangen?
Frei ist der Mensch, der ohne Begründung eine Einladung ablehnen kann.
Oder: wer ohne zu kränken sagen kann, ich habe keine Lust.
Der Besitz macht uns nicht halb so glücklich, wie uns der Verlust unglücklich macht.
Aber da ich kurz zuvor gesagt habe, unsere Vorfahren sollten uns zum Muster dienen, so gelte als erste
Ausnahme, daß man nicht ihre Fehler nachahmen muß.
Sprich leise und höflich, aber trage stets einen dicken Knüppel bei dir.
Man hat nur dann ein Herz, wenn man es hat für andere.
Als Gott die Welt erschuf, da schuf er den Mann und das Weib, nicht Herrn und Knecht, nicht Juden und Christen, nicht Arme und Reiche.
Nichts nehmen die Menschen so übel, als wenn sie keine Einladung bekommen.
Konzentrier' Dich darauf, Sachen besser und nicht größer zu machen.
Alle reden vom Zeit totschlagen, dabei schlägt die Zeit uns tot.
Zur Wahrscheinlichkeit gehört auch, daß das
Unwahrscheinliche eintreten kann!
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