Die Unmoralische
Von den meisten Büchern bleiben bloß Zitate übrig.
Warum nicht gleich Zitate schreiben?

(Stanislaw Jerzy Lec)
 
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Zitate 11




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Zitate, Aphorismen und Bonmots , Teil 11



Ich stimme mit der Mathematik nicht überein. Ich meine, daß die Summe von Nullen eine gefährliche Zahl ist.
(Stanislaw Jerzy Lec, pol. Satiriker, 1909-66, Unfrisierte Gedanken)

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In neunundneunzig von hundert Fällen lohnt es sich nicht, ein Ding aufzubewahren. Es nimmt nur Raum fort, belastet dich; hast du schon gemerkt, daß du nicht die Sachen besitzt, sondern daß sie dich besitzen ?
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)

Wer unter Toren schweigt, läßt Vernunft, wer unter Vernünftigen schweigt, Torheit vermuten.
(Ernst Frhr. von Feuchtersleben, österr. Lyriker, 1806-1849)

The trouble with being a pioneer is that pioneers get killed by the indians.

Verallgemeinerung ist die Philosophie der Primitiven.
(M. Y. Ben-Gavriel, israel. Schriftsteller österr. Herkunft, 1891-1965)

Eine schöne Frau gefällt den Augen, eine gute dem Herzen, die eine ist ein Kleinod, die andere ein Schatz.
(Napoleon Bonaparte)

Für den Heroismus von wenigen ist das Elend von Millionen zu teuer.
(Erich Maria Remarque, dt. Schriftsteller, 1898-1970)

Das Entscheidende am Wissen ist, daß man es beherzigt und anwendet.
(Konfuzius, chin. Philosoph, 551-479 v.Chr.)

Ein Neurotiker ist ein Mensch, der ein Luftschloß baut. Ein Psychotiker ist der Mensch, der darin lebt. Und ein Psychiater ist der, der die Miete kassiert.
(Jerome Lawrence, amerikan. Schriftsteller)

Tugenden und Mädchen sind am schönsten, ehe sie wissen, daß sie schön sind.
(Ludwig Börne, dt. Schriftsteller, 1786-1837)

Entwirf deinen Reiseplan im großen - und laß dich im einzelnen von der bunten Stunde treiben. Die Größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie dir an.
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)

Mein Haß ist gealtert - nun ist er Verachtung.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966)

Ich habe kaum jemals einen Mathematiker kennengelernt, der in der Lage war, vernünftige Schlußfolgerungen zu ziehen.
(Plato, griech. Philosoph, 428-347 v. Chr.)

Andere beherrschen erfordert Kraft. Sich selbst beherrschen fordert Stärke.
(Laotse, chin. Philosoph, 3/4 Jhd. v.Chr.)

Um für eine Party fünfzig Menschen aufzutreiben muß man in New York hundert Einladungen verschicken. In Hollywood genügen fünfundzwanzig.
(Sir Peter Ustinov, engl. Schauspieler, *1921)

Wo man am meisten drauf erpicht: gerade das bekommt man nicht.
(Wilhelm Busch, dt. Schriftsteller, Zeichner u. Maler, 1832-1908)

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Die Politik ist ein Versuch der Politiker, zusammen mit dem Volk mit den Problemen fertig zu werden, die das Volk ohne die Politiker niemals gehabt hätte.
(Dieter Hildebrandt, dt. Kabarettist, *1927)

Auch die Stimme des Gewissens kennt den Stimmbruch.
(Stanislaw Jerzy Lec, polnischer Satiriker, 1909-1966)

Die Menschen drängen sich zum Lichte, nicht um besser zu sehen, sondern um besser zu glänzen.
(Friedrich Wilhelm Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)

Die Erkenntnis der eigenen Unwissenheit ist der erste Schritt zum Wissen.
(Benjamin Disraeli, brit. Staatsmann u. Schriftsteller, 1804-1888)

Viel von sich reden, kann auch ein Mittel sein, sich zu verbergen.
(Friedrich Nietzsche, Jenseits)

Wer in europäischen Angelegenheiten nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.
(Walter Hallstein, dt. Politiker u. Diplomat, 1901-1982)

Wenn ein Mensch behauptet, mit Geld lasse sich alles erreichen, darf man sicher sein, daß er nie welches gehabt hat.
(Aristoteles Onassis, griech. Großreeder, 1906-1975)

Das gegenseitige Aufrechnen der Unmenschlichkeit entschuldigt nicht für die eigene Barbarei.
(Harold Nash, engl. Bomber-Pilot im 2. Weltkrieg, *1921)

Meine These ist: Die scheinbar neuen Herausforderungen sind so neu nicht. Wir haben sie nur jahrelang vor dem Hintergrund einer blühenden Weltkonjunktur verdrängen können. Wir sind von der Konjunktur verwöhnt worden.
(Dr. Heyo Schmiedeknecht, Deutsche Babcock AG)

Daß uns der Anblick der Tiere so ergötzt, beruht hauptsächlich darauf, daß es uns freut, unser eigenes Wesen so vereinfacht vor uns zu sehn.
(Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)

Wenn man einen Riesen sieht, so untersuche man erst den Stand der Sonne und gebe acht, ob es nicht der Schatten eines Pygmäen ist.
(Novalis, Pseudonym von Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg, dt. Dichter, 1772-1801)

Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden. Es ist nicht genug, zu wollen, man muß auch tun!
(Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter, 1749-1832)

Autoverkäufer verkaufen Autos, Versicherungsvertreter Versicherungen. Und Volksvertreter?
(Stanislaw Jerzy Lec, polnischer Satiriker, 1909-1966)

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Ein Panzer, ein U-Boot oder die 'Concorde' sind viel ästhetischer als alle heute zur Verfügung stehenden Kunstwerke von Picasso bis zu meinem Mist.
(Joseph Beuys, dt. Künstler, 1921-1986)

Seien Sie vorsichtig mit Gesundheitsbüchern - Sie können an einem Druckfehler sterben.
(Mark Twain, amerikan. Humorist, 1835-1910)

Für Euch besteht Management darin, die Ideen aus den Köpfen der Manager in die Köpfe der Mitarbeiter zu bringen. Wir hingegen sind jenseits des Taylorismus. Wir wissen, daß das wirtschaftliche Umfeld heute so komplex und schwierig, zunehmend unvorhersagbar und gefährlich ist, daß das Überleben des Unternehmens letztendlich von der alltäglichen Aktivierung des letzten Gramms von Intelligenz abhängen wird. Nur unter Ausnutzung der kombinierten Denkleistung aller Mitarbeiter kann sich ein Unternehmen den Turbulenzen und Zwängen erfolgreich stellen und überleben. Für uns besteht Management exakt in der Kunst, das intellektuelle Potential aller Mitarbeiter des Unternehmens zu mobilisieren und zusammenzubringen.
(Konsuke Matsushita, 1989)

Fünf zerbrochene Ehen haben mich gelehrt, daß eine glückliche Ehe eines jener zahllosen Dinge ist, die kein Mensch kaufen kann, wie viele Millionen er auch besitzen mag.
(J. Paul Getty, amerikan. Ölindustrieller und Milliardär, 1892-1976, in dem Buch 'Wie wird man reich?')

Im Menschen sitzt ein Verräter, der 'Eitelkeit' heißt und die Geheimnisse gegen Schmeichelei preisgibt.
(Paul Valery, frz. Dichter, 1871-1945)

Die fortschreitende Mathematisierung hat den Vorteil, daß man sich viel genauer irren kann.
(unbekannt)

Derartige Angelegenheiten werden vom Minister entschieden. Ist der Minister nicht zu erreichen, entscheidet sein Stellvertreter. Ist dieser auch nicht da, entscheidet der gesunde Menschenverstand.
(James Callaghan, ehemaliger brit. Premierminister, *1912)

Touristen - laufendes Kapital
(Hans-Horst Skupy)

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein.
(Albert Einstein, Begründer der Relativitätstheorie, 1879-1955)

Arm ist nicht der, der wenig hat, sondern der, der nicht genug bekommen kann.
(Jean Guehenno, frz. Schriftsteller, 1890-1978)

Ein Scherz hat oft gefruchtet, wo der Ernst nur Widerstand hervorzurufen pflegte.
(August Graf von Platen-Hallermünde, dt. Dichter, 1796-1835)

Bei den meisten Erfolgsmenschen ist der Erfolg größer als die Menschlichkeit.
(Daphne Du Maurier, engl. Schriftstellerin, 1907-1989)

Man muß die Ämter mit Leuten und nicht die Leute mit Ämtern versehen.
(August, Kurfürst von Sachsen, 1526-1586)

Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück: es kommt nicht darauf an, wie lang es ist, sondern wie bunt.
(Seneca, röm. Dichter u. Philosoph, 4-65 n. Chr.)

Unter Telegrafie mußt du dir einen riesenlangen Dackel vorstellen, der beispielsweise von London bis Edinburgh reicht. Wenn du jetzt dem Dackel in Edinburgh in den Schwanz kneifst, dann bellt er in London.
(Erklärung eines Schotten auf die Frage von Thomas Alva Edison, was 'Telegrafie' sei)

Komisches nehmen die Menschen nicht ernst. Als wäre ein Toter, mit einer Lachgaspistole totgeschlagen, nicht tot.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, Allerletzte unfrisierte Gedanken)

Eine der verbreitetesten Krankheiten ist die Diagnose.
(Karl Kraus, österr. Schriftsteller, 1874-1936)

Ängstlich zu sinnen und zu denken, wie es man hätte tun können, ist das übelste, was man tun kann.
(Georg Christoph Lichtenberg, dt. Schriftsteller u. Physiker, 1742-1799)

Für den Dichter ist die Perle eine Träne aus dem Meer, für den Orientalen ein erstarrter Tautropfen, für die Damen ist sie ein Schmuck, den sie an Finger, Hals oder Ohr tragen. Für den Chemiker jedoch ist sie ein Gemisch aus Phosphat und Kalziumkarbonat mit etwas Gelantine. Und für den Biologen ist sie einfach eine krankhafte Sekretion des Organs, das in gewissen zweischaligen Muscheln Perlmutt produziert.
(Jules Verne, frz. Schriftsteller, 1828-1905, 20.000 Meilen unter dem Meer)

Der Weise ist nicht gelehrt, der Gelehrte ist nicht weise.
(Laotse, chin. Philosoph, 3/4 Jhd. v.Chr.)

Gedanken sind wie Haare. Die meisten sind wertlos, sobald sie den Kopf verlassen haben.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Jedermann will einen Freund haben, aber niemand gibt sich die Mühe, auch einer zu sein.
(Alfred Kerr, dt. Schriftsteller, 1867-1948)

Die Woche fängt ja gut an.
(Matthias Kneissl, bayerischer Wilddieb und Räuber, als er 1902 an einem Montag hingerichtet wurde)

Seitdem er verkalkt ist, hält er sich für ein Denkmal.
(Stanislaw J. Lec, polnischer Satiriker, 1909-1966)

Als unverlierbaren Kinderglauben habe ich mir den an die Wahrheit bewahrt. Ich bin der Zuversicht, daß der aus der Wahrheit kommende Geist stärker ist als die Macht der Verhältnisse.
(Albert Schweizer, ev. Theologe, Arzt u. Philosoph, 1875-1965)

'Aber zum Teufel, wenn die Kuh viel Milch gibt, verdient die Wiese keinen Orden!'
(Sir Frederick Banting, 1891-1941, kanadischer Arzt und neben Charles Best der Entdecker des Insulins, über Professor MacLeod, in dessen Laboratorium in Toronto 1921 das Insulin entdeckt wurde.)

Man muß viel gelernt haben, um über das, was man nicht weiß, fragen zu können.
(Jean-Jacques Rousseau, franz. Philosoph u. Schriftsteller, 1712-1778)

Wer sich in einer Streitfrage auf die Autorität beruft, gebraucht nicht die Vernunft, sondern eher das Gedächnis.
(Leonardo da Vinci, ital. Maler, Bildhauer u. Erfinder, 1452-1519)

Eines Tages werden Maschinen vielleicht denken, aber sie werden niemals Phantasie haben.
(Theodor Heuß, dt. Bundespräsident, 1884-1963)

Es gibt vielerlei Lärme, aber es gibt nur eine Stille.
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)

Jedermann weiß, wie sich der Nachfrager zu verhalten hätte, nur der Nachfrager nicht.
(Peter Drucker, amerikan. Managementprofessor)

Endlich weiß ich, was den Menschen vom Tier unterscheidet: Geldsorgen.
(Jules Renard, frz. Schriftsteller, 1864-1910)

Wenn ein Politiker stirbt, kommen viele zur Beerdigung nur deshalb, um sicher zu sein, daß man ihn wirklich begräbt.
(Georges Clemenceau, frz. Staatsmann, 1841-1929)

Nichts ist so gefährlich wie das Allzumodernsein. Man gerät in Gefahr, plötzlich aus der Mode zu kommen.
(Oscar Wilde, engl. Schriftsteller, 1854-1900)

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Wer in der Zukunft lesen will, muß in der Vergangenheit blättern.
(Andre Malraux, frz. Schriftsteller u. Politiker, 1901-1976)

Die glücklichen Zeiten der Menschheit sind die leeren Blätter im Buch der Geschichte.
(Leopold von Ranke, dt. Historiker, 1795-1886)

Heucheln, das Wort klingt schlecht, drum nennt man es Takt.
(Carl Spittler, schwed. Schriftsteller, 1845-1924)

Erfolg ist so ziemlich das letzte, was einem vergeben wird.
(Truman Capote, amerikan. Schriftsteller, 1924-1984)

Du bist ein Genie! -
Nenn mich bloß nicht so, ich bemühe mich lediglich, die mir angeborene Inteligenz durch ständiges Üben voll zu entfalten.
(Justus Jonas, erster Detektiv)

Man soll es nicht glauben! 168 Österreicher stehen auf der Liste um von den Sowjets in's All geschossen zu werden. Wenn's nach mir ginge, kämen noch einige dazu.
(Hans Leitinger, Moderator bei der österr. Rundfunkstation Ö3)




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