Die Unmoralische

 
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Militarismus



Abrüstung

Abrüstungskonferenzen sind die Feuerwehrübungen der Brandstifter.
(John Osborne, brit. Schriftsteller, 1921-1994)
  



Abschreckung

Gott gebe mir ein gutes Schwert und keine Gelegenheit, es zu gebrauchen.
(unbekannt)
  
Wir wollen die Waffen auf dem Fechtboden niederlegen, aber weggeben wollen wir sie nicht.
(Bismarck, dt. Staatsmann, 1815-1898)
  
Und trotzt getrost der ganzen Welt, bewaffnet, doch als Friedensheld.
(Wilhelm Busch, dt. Dichter u. Zeichner, 1832-1908, 'Fuchs und Igel')
  



Afghanistan

New Yorks Bürgermeister Guiliani kann die Zahl der unschuldigen Opfer des 11. September nach oben korrigieren. Seit den Angriffen der USA auf Afghanistan am 7.Oktober steigt sie jeden Tag.
(Dirk Wetzel, SPIEGEL 45/01)
  
Amerika ist ein Dinosaurier, ein riesiges Tier mit einem winzigen Gehirn.
(Walter Mayr, SPIEGEL 45/01)
  
In Afghanistan geht es nicht um Menschenrechte; das Vorgehen der Amerikaner widerlegt das Tag für Tag.
(Christian Esch, Berliner Zeitung vom 08.11.01)
  
   Für jeden Terroristen sterben hunderte unschuldige Zivilisten. Und an deren Stelle treten ein paar künftige Terroristen. Wie soll das enden?
(Arundhati Roy,indische Schriftstellerin [zitiert aus: SPIEGEL 44/01])
  
Terroristen lassen sich nicht besiegen wie Staaten. Der Sieg über Afghanistan macht die Gefahr nicht kleiner, sondern größer.
(Frank Herold, Berliner Zeitung 13./14.10.01)
  
Nach drei Jahren anhaltende Dürre ein Airline-Mahl vom Himmel hoch in Dschalabad. Wer hinläuft, riskiert, von Landminen zerrissen zu werden.
(Arundhati Roy, indische Schriftstellerin [zitiert aus: SPIEGEL 44/01])
  
Warum soll es den USA anders ergehen,als den Mazedzonen, Alexander der Große, den Mongolen Dschingis Kahns, den Kolonialtruppen der britischen Königin Victoria und schließlich der Sowijetarmee?
(Amil.)
  
   11.September 2001 - Für den Hochmut, die Arroganz und die Unduldsamkeit amerikanischer Weltmachtpolitiker und ihrer Stadthalter mußten bisher und müssen am heutigen Tag tausende Unschuldiger schrecklich büßen.
(Amil.)
  
Der Krieg in Afghanistan kann das Problem des internationalen Terrorismus nicht lösen; er ist unverhältnismäßig, da er über die richtige Verfolgung einer gefährlichen Verbrecherbande weit hinausgeht und ein ganzes Land zum Ziel eines Krieges macht.
(Christian Ströbele, 'Die Grünen')
  
Es ist eine leicht modifizierte Form der Pax Americana: Die Amerikaner führen Krieg und entscheiden, wie weit es ihnen recht ist, daß andere sich um den Frieden kümmern.
(Frank Herold, Berliner Zeitung vom 21.12.01)
  
Kein Wort der Kritik aus Berlin. Nach dem Motto, was die Amerikaner machen, ist immer richtig. Und wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und wenn sie ein paar Frauen und Kinder treffen: Kollateralschaden eben.
(Fernsehmoderator Klaus Bednarz zu den Streubomben über Afghanistan)
  
Bin Laden wurde aus der Rippe einer Welt gemacht, die durch die amerikanische Außenpolitik verwüstet wurde.
(Arundhati Roy, ind. Schriftstellerin, *1960, in SPIEGEL 52/01)
  
Krieg kann gar nicht gerecht sein, denn dann würde er ausschließlich die Regierungen oder Staatschefs treffen, die das eigene Volk oder andere unterdrücken. Krieg trifft aber immer Zivilisten, egal ob in den USA oder Afghanistan.
(Cornelia Mereth, SPIEGEL 51/01)
  
Deutschland gedenkt heute, zusammen mit Europa, der Opfer in New York. Wer gedenkt gleichzeitig der Opfer im Gazastreifen, in Ramallah und in Hebron, die heute sterben?
(Amil, 14.11.2001)
  
Wer so vorgeht,wie die Amerikaner in Afghanistan, der sorgt nicht für eine Eindämmung von Terror, sondern für seine Ausbreitung.
 (Rudolf Augstein, SPIEGEL 45/01)
  
Die USA zerstören ihre Glaubwürdigkeit,wenn sie vorgeben für das Recht einzutreten und dabei wiederholt internationale Regeln brechen.
(Amil.)
  
Was gegenwärtig in Afghanistan stattfindet, ist der erste Kreuzzug des 21.Jhrhunderts.
(Eric Schneider ,SPIEGEL 47/01)
  
Die Berliner Grünen sind gegen einen Militäreinsatz, aber für den Erhalt der Rot-Grünen Bundesregierung. Das entspricht Geschlechtsverkehr mit dem Ziel der Jungfrauenschaft.
(Amil, 15.11.2001)
  
NeuDie Amerikaner werden diesen Krieg (in Afghanistan) militärisch bestimmt gewinnen, verlieren aber gleichzeitig das Recht, wie ein zivilisiertes Volk zu sprechen, denn ihre Reaktion ist nicht zivilisiert und die Luftangriffe auf Afghanistan sind nicht die richtige Antwort auf die schrecklichen Anschläge auf New York und Washington.
(Der deutsche Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass über die US-Luftangriffe auf Afghanistan)

 



Amerika / US-Außenpolitik

"Unbegrenzete Gerechtigkeit" gibt es nur für die USA, nicht gegen sie.
(Amil, 14.11.2001)
  
Für die irakische Bevölkerung ist klar, daß den Amerikanern es nicht um die Einführung der Demokratie oder dem Schutz der Menschenrechte in ihrem Land geht - sondern um geostrategische und wirtschaftliche Interessen.
(Aziz Al Kazaz, Mitarb. d. Orientinstituts in Hamburg, "Berliner Zeitung" vom 23.03.2002)
  
Amerika möchte von der Welt geliebt werden. Aber wen liebt Amerika, außer sich selbst?

Es ist wohl kein Antiamerikanismus,wenn man feststelle,daß innerhalb des gesamten Terrorismus auch der CIA eine terroristische Organisation ist.
(Günter Grass, Tagung der Akademie d. Künste in Berlin, 24.1.2002)
  
Wir, die Amerikaner, können uns nicht gut in andere hineinversetzen. Das ist ein Problem für unsere Außenpolitik.
(Ivo Daalder, amerikan. Soziologe. Berliner Ztg. vom 21.12.2001)

Die USA  handeln multilateral, wenn wir können und unilateral, wenn wir müssen.
(Madelaine Albright, ehem. US_Außenministerin, geb. 1937)
  
Sie wissen nicht ob gut oder böse?- Fragen Sie den amerikanischen Präsidenten!
(Amil.)
  
Das Gerede die Vereinigten Staaten oder die westliche Welt befänden sich nach den Terroranschlägen in einem "Krieg", läßt befürchten, daß eine blutige Perpetuierung dieser Praxis droht. Vergeltung war noch nie vernünftig,in diesem Falle wäre sie absurd. Denn sie würde nicht nur geltendes Völkerrecht in einem weiteren Falle in Frage stellen - sie würde vor allem ignorieren, daß die Geltung des Völkerrechts schon längst in Frage steht.
(Christian Bommarius, "Berliner Zeitung" Nr.216 vom 15./16.09.2001)
   
NeuDie im Ausland stationierten amerikanischen Streitkräfte [...] sind die Kavallerie im neuen amerikanischen Grenzland.
(Rebuilding America's Defenses, 2000 - PANC-Studie i.A. von Vizepräsident Cheney, Verteidigungsminister Rumsfeld, Wolfowitz u. Libby)

Neu"Amerika tut, was es will. Internationale Regeln gelten, wenn es den eigenen Interessen nutzt, werden gebrochen, ignoriert oder gar nicht erst akzeptiert, wenn sie irgendwelche Opfer abfordern." Kurzum: "Die USA wollen totale Handlungsfähigkeit für sich: Weltpolitik nach Gutsherrenart."
(Harald Müller, Hessische Stiftung für Friedens- u. Konfliktforschung, über die Bush-Administration)



Feigheit

Es gibt Fälle, in denen vernünftig sein, feig sein heißt.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Schriftst., 1830-1916)
  
Vorsicht ist das, was die anderen Feigheit nennen.
(Oscar Wilde, engl.Schriftsteller, 1854-1900)
 



Feind

Wer im Feind den Menschen ignoriert, ist des Menschen Feind.
(www.Initiative-Dialog.de)
  
  Oft ist der Mensch sich selbst sein größter Feind.
(Cicero)
  
  Wer für den Frieden kämpft, nicht aber für des Feindes Frieden, der ist des Friedens Feind.
(www.Initiative-Dialog.de)
  
  Feindbilder sind die Väter des Krieges.
(Amil.)
  
  Feindbilder sind sicher nicht die Ursache für einen Krieg; sie erleichtern aber das Marschieren.
(Max Frisch, schweiz. Schriftst., 1911-1991)

Wie gut klingen schlechte Musik und schlechte Gründe, wenn man auf einen Feind losmarschiert.
(Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 'Auf einen Feind los', Morgenröte 5. Buch)
  
  



Frieden

Den ungerechtesten Frieden finde ich immer noch besser als den gerechtesten Krieg.
(Marcus Tullius Cicero, röm. Politiker, 106-43 v.Chr.)
  
Es gab noch nie einen guten Krieg oder einen schlechten Frieden.
(Benjamin Franklin, amerik. Politiker, 1706-1790)
  
Der Krieg ist gewonnen - aber nicht der  Friede.
(Albert Einstein, dt. Physiker, 1879-1955)
  
Ein Friede ist besser als zehn Siege.
(Sprichwort)
  
Man muß Frieden schließen, solange man noch kämpfen kann.
(Sprichwort)
  
Es soll kein Friedensschluß für einen solchen gelten, der mit dem geheimen Vorbehalt des Stoffs zu einem künftigen Kriege gemacht worden.
(Immanuel Kant, dt. Phil., 1724-1804, 'Zum ewigen Frieden')
  
Am Krieg ist nur eine Sache gut: der Frieden, der ihm folgt.
(Spanisches Sprichwort)
  
Um einen dauerhaften Frieden zu erreichen, muß man falsche Entwicklungen rechtzeitig anhalten, ohne von einer Kriegs-Hysterie erfaßt zu werden.
(Bernard-Henri Levy, französischer Philosoph)
  
Frieden ist viel wertvoller als ein Stück Land.
(Muhamad Anwar Al Sadat, ägyptischer Präsident, 1918-1981)
  
Ich erhoffe mir Frieden, Frieden, Frieden auf der Welt! Aber ich glaube nicht, daß es das geben wird, denn die Menschen bringen es einfach nicht fertig, in Frieden zu leben.
(Astrid Lindgren, schwedische Kinderbuchautorin)
  
Es gibt keinen Weg zum Frieden. Der Frieden ist der Weg.
(Mahatma Gandhi, indischer Politiker, 1869-1948)
  
Den Frieden kann man weder in der Arbeit noch im Vergnügen, weder in der Welt noch in einem Kloster, sondern nur in der eigenen Seele finden.
(William Somerset Maugham, brit. Schriftsteller, 1876-1965)
  
Fighting for peace is like fucking for virginity.
(Spontispruch)

Sie schaffen eine Wüste und nennen es Frieden.
(Tacitus, röm. Geschichtsschreiber, 55-120 n.Chr.)

Friede gefährdet Arbeitsplätze.
(Klaus Staeck, satirischer Plakatemaler)

Frieden ist nicht die Abwesenheit von Gewalt, sondern die Anwesenheit von Gerechtigkeit.
(Aram I., Katholikos der Armenischen Apostolischen Kirche, 2oo1)

Frieden ist nicht die Abwesenheit von Krieg.
(Amil.)

Eine friedliche und einträchtige Welt ist der Alptraum der Offiziere und Advokaten.
(Norman Mailer, amerikan. Schriftsteller, *1923)

Pacem volo, bellum paro - Den Frieden will ich, daher rüste ich zum Krieg.
(Der Heilige Augustinus, 354-430)

Ich glaube,daß das Problem der Friedenssicherung in der Welt auf internationaler Grundlage ohne Anwendung von Gandhis Methode nicht gelöst werden kann.
(Albert Einstein)

  Nicht der Krieg, der Friede ist der Vater aller Dinge.
(Willi Brandt, SPD-Politiker u. ehem. Bundeskanzler, 1913-1992)




Gehorsam

Wenn das Gesetz dich zum Arm des Unrechts macht, dann brich das Gesetz.
(Henry David Thoreau, amerikan. Romancier, 1817-1862)
  
Ungehorsam ist für jeden, der die Geschichte kennt, die recht eigentliche Tugend des Menschen.
(Oscar Wilde, engl. Schriftsteller, 1854-1900)
  
Leider ist es eine typisch deutsche Eigenschaft, den Gehorsam schlechthin für eine Tugend zu halten. Wir brauchen die Zivilcourage, 'nein' zu sagen.
(Fritz Max Bauer, dt. Jurist u. Generalstaatsanwalt, 1903-1968)
  
Empörend bei einem Befehlsverhältnis ist nicht das Kommando, aber der Gehorsam.
(Rudolf Leonhard)
  
Handle niemals gegen das Gewissen, selbst wenn der Staat es fordert!
(Heinrich Heine, dt. Dichter, 1797-1856)
  



Gewalt

Gewalt zieht stets moralisch Minderwertige an, und es ist nach meiner Überzeugung Gesetz, daß geniale Tyrannen Schurken als Nachfolger haben.
(Albert Einstein, dt. Physiker, 1879-1955)
  
Gewalt ist die letzte Zuflucht der Unfähigen.
(Isaak Asimow, amerik. Wissenschaftsautor, 1920-1992)
  
Gewalt war ihm, Hannibal, ein Mittel der Korrektur, aber Vernichtung als Endziel etwas Verabscheuungswürdiges.
(Joachim Fernau, deutscher Schriftsteller)

Der Einsatz militärischer Gewalt ist nie das Normale. Ihr geht immer ein Scheitern der Politik voraus.
(Der evang. Landesbischof von Berlin H. Huber in ND vom 07.11.2001)
  
     



Golfkrieg

Wenn der Irak statt Öl Möhren produzieren würde, gäbe es die US-Intervention am Golf nicht.

Amerika hat sich blindlinks in ein politisch-militärisches Unternehemen gestürzt....Der angekündigte Krieg ähnelt jenen Kriegen, die niedergehende Reiche führen, um sich selbst zu beweisen, daß sie noch zu bestimmen haben.
(Die Pariser Publikation "Liberation" zum Golfkonflikt)

Vielleicht ist die Nachkriegsperiode vorbei, aber jetzt beginnt wieder mindestens eine Vorkriegsperiode.
(Heiner Müller, dt. Dramatiker, 1925-1995, zu Beginn des Golfkrieges)

Wir haben sie mit heruntergelassenen Hosen erwischt.Sie lagen noch in ihren Schlafsäcken.Es war wie beim Truthahnschießen.
(Jess Fairington, nach einem Hubschrauberangriff am Golf 1991)

Neu312 Säuglinge hatten die Schergen des irakischen Diktators Saddam Hussein angeblich umgebracht. Öffentlich und mit bebender Stimme entrüstete sich der damalige Präsident George Bush: »Die Babys wurden wie Brennholz auf dem Boden vertreut.« Die globale Empörung blieb nicht ohne Folgen. Noch im Sommer 1990 hatten nur 34 Prozent der US-Bürger einen amerikanischen Militärschlag gegen den Irak befürwortet. Nach dem Babymord-Hearing stieg die Zustimmungsquote laut einer Umfrage des Gallup-Institutes auf 72 Prozent.
(Frank Nicolaus, PM 4/2003 zur Babymord-Lüge)




Golfkrieg II

NeuDie Hardliner in Washington wollen ein Exempel statuieren. Die nötigen Machtmittel dazu haben sie. Und niemand wird sie davon abringen, sie einzusetzen, um 'das Problem Saddam' zu beseitigen. Was die UN-Inspekteure dazu sagen, zählt nicht.
(Die 'Nürnberger Nachrichten' zur US-Haltung)

NeuWas Tony Blairs Geheimdienst-Bosse den US-Kollegen als sensationelle Information über den Irak zusteckten, entpuppt sich als eine Altlast - von einem Studenten bereits Anfang der 90er Jahre veröffentlicht, getreu bis in die Tippfehler kopiert. Das ist dreist.
(Der 'Trierischer Volksfreund' zum britischen Irak-Dossier)

NeuAbschreiben ist ein sehr ernsthaftes Vergehen, und Studenten, die dabei erwischt werden, müssen mit ernsthaften Konsequenzen rechnen.
(Brit. Studentengewerkschaft an Blair, nachdem sich ein Geheimdossier des MI6 als veralterte studentische Arbeit entpuppte)

NeuDas durfte nicht fehlen. [...] Mit einem perfekten Timing, das sich nicht einmal um eine Sekunde irrt und immer den Verdacht einer Fälschung weckt, hat er seine raue Stimme vernehmen lassen. Und er hat den 'Beweis' geliefert, den Bush und seine Geheimdienste nicht finden konnten.
(Die Mailänder Gazette 'Corriere della Sera' zum Bin-Laden-Aufruf)

NeuGestern noch als 'Partner in Leadership' hofiert, heute zum Aussätzigen der Weltpolitik erklärt - härter als ihrem ehemaligen Zögling Deutschland haben die USA noch niemanden die Freundschaft aufgekündigt. Fehlt eigentlich nur noch, dass Präsident Bush Deutschland in die Achse des Bösen eingemeindet.
(Der Münchner Merkur zu Rumsfelds Attacken auf Berlin)

NeuUS-Verteidigungsminister Rumsfeld stellt die Bundesregierung auf eine Stufe mit den Regimes in Kuba und Libyen. Als nächstes folgen wahrscheinlich ein Wirtschafts-Embargo, der Einmarsch von US-Truppen im Berliner Regierungsviertel, der Sturz des rot-grünen 'Terror-Regimes'.
(Der Trierischer Volksfreund zu Rumsfelds Attacken auf Berlin)

NeuDeutschland muss sich entscheiden, ob es ein souveräner Staat mit einer Flagge sein will, die Deutschland repräsentiert, oder ob es seine Flagge gegen die amerikanische tauschen will und sagen: „Wir sind eine amerikanische Kolonie“.
(Scott Ritter, ehemaliger UN-Waffeninspekteur u. Golfskriegveteran, sueddeutsche.de vom 2.11.2002)

NeuDie Absicht, die hinter all dem steht, ist, unser Land in den Militarismus zu führen.
(Norman Mailer)

NeuIndem Bush den Krieg ohne Zustimmung der Uno führt, bringt er die Weltorganisation als erstes zur Strecke. So wie es die USA vormachen, könnten sich bald andere das Recht des Stärkeren herausnehmen.
Welche Überzeugungskraft hätte das Votum der Uno, wenn sich Russland etwa gegenüber Georgien oder anderen Republiken auf Gewalt besinnen würde? Mit welchen Argumenten könnte China gestoppt werden, wenn es neuen Appetit auf Taiwan bekommt? Und ließe sich Indien mit Hilfe des Völkerrechts von einem Krieg gegen Pakistan abhalten?
(Markus Schlesag, Braunschweiger Zeitung)

NeuBush, seine Kriegstreiber und Finanziers aus Rüstung und Ölindustrie gehören - wenn es so etwas wie Weltgerechtigkeit gäbe - neben Saddam Hussein und Milosevic auf die Anklagebank.
(Günter Wallraff, dt. Schriftsteller)

NeuGeorge W. Bush hat noch vor dem ersten Schuss die irakische Generalität vor Kriegsverbrechen gewarnt und damit gedroht, dass kein Verbrecher seiner gerechten Strafe entgehen werde. Die Warnung ist angesichts der Erfahrungen, die man mit den menschenverachtenden Verhalten der irakischen Despotie gemacht hat, unbedingt angebracht. Sie übergeht nur den Zynismus, dass auch die amerikanische und die britische Führung ein Verbrechen ins Werk setzen, indem sie den Krieg durchführen. Auch dafür müssten die Verantwortlichen, ginge es in der Weltpolitik mit rechten Dingen zu, zur Rechenschaft gezogen werden.
(Andreas Zielcke, Süddeutsche.de vom 21.3.2003)

NeuDoch klar ist auch: Ein Krieg gegen den Irak wird das Gegenteil von dem bewirken, was beabsichtigt ist. Er wird die Region chaotisieren und den islamistischen Extremisten scharenweise Sympathisanten zutreiben.
(Stefan Reinecke, TAZ vom 10.2.03)

NeuBush hat gesagt: Das Spiel ist aus. Berlin und Paris sagen: Das Spiel geht weiter. Dies ist eine offene Revolte gegen die USA. Und mehr: Es ist der Versuch, die UNO zu stärken. Ein Ziel, das das Risiko zu scheitern lohnt.
(Stefan Reinecke, TAZ vom 10.2.03)

NeuBush interessiert sich nicht für die Welt, sondern für die amerikanische Kontrolle über die Welt. Amerika will die Welt nicht besetzen oder besiedeln. Amerika will die Welt in den nächsten 100 Jahren dominieren. China hat das Potential, die USA in den nächsten 30 oder 40 Jahren abzulösen. Unsere Konservativen haben Angst vor China - und sie wollen den Chinesen die Angst vor uns einbläuen. Also: Zeig ihnen deine Stärke... vernichten wir einfach mal ein Land. Das ist Bushs Botschaft an die Welt.
(Norman Mailer, US-amerikan. Schriftsteller)

NeuEs ist kein Krieg gegen Saddams Mikroben. Es ist ganz einfach ein Krieg um Weltherrschaft, wirtschaftlich, politisch, militärisch und kulturell.
(Uri Avnery, israelischer Publizist und Friedenskämpfer)

NeuEs ist kein Krieg mehr nur gegen Terrorismus, es ist ein Krieg, um die Welt zu dominieren. Niemandem darf erlaubt werden, Weltpolizist zu sein.
(Mahathir Mohamad, Premier von Malaysia)
  
NeuEs war das glatte Gegenteil einer Verschwörung: In aller Öffentlichkeit schmiedeten ultrarechte US-Denkfabriken schon 1998 Pläne für eine Ära amerikanischer Weltherrschaft, für die Entmachtung der Uno und einen Angriffskrieg gegen den Irak. Lange wurden sie nicht ernst genommen. Inzwischen geben die Falken in der Bush-Regierung den Ton an.
(Jochen Bölsche, Bushs Masterplan - Der Krieg, der aus dem Think-Tank kam, Spiegel-Online vom 4.3.2003)

NeuIn den Visionen der Falken wird das Völkerrecht durch das Recht des Stärkeren ersetzt. Am allerstärksten soll, natürlich, stets die einzig verbliebene Supermacht sein.
Zu diesem Zweck müssten die USA dauerhaft in der Lage sein, die Rohstoffvorräte des Planeten zu kontrollieren und jeden möglichen Konkurrenten klein zu kriegen und klein zu halten - mit allen Mitteln diplomatischer und publizistischer, ökonomischer und militärischer Macht, notfalls auch per Präventivkrieg.
(Jochen Bölsche, Bushs Masterplan - Der Krieg, der aus dem Think-Tank kam, Spiegel-Online vom 4.3.2003)

NeuKaum hatte George W. Bush nach seinem umstrittenen Wahlsieg die Clinton-Administration abgelöst, hievte er die Hardliner von der PNAC in seine Regierung. [...] Mit atemberaubendem Tempo setzten die neuen Herren die PNAC-Strategie um. Bush kündigte reihenweise internationale Verträge aus der Clinton-Ära, brüskierte die Uno und behandelte Verbündete wie Vasallen. Und als nach den Anschlägen vom 11. September 2001 die blanke Angst in Amerika regierte und im Land Milzbrandbriefe kursierten, war aus Sicht der Bushisten offenbar die Zeit reif dafür, auch die alten Irak-Pläne aus der PNAC-Schublade zu holen.
(Jochen Bölsche, Bushs Masterplan - Der Krieg, der aus dem Think-Tank kam, Spiegel-Online vom 4.3.2003)

NeuDer Diktator, verlangte Perle, müsse von den USA nicht zuletzt deshalb beseitigt werden, "weil er das Symbol für die Missachtung aller westlichen Werte ist". Das allerdings war Saddam auch schon gewesen, als er sich 1979 mit US-Hilfe an die Spitze des Landes putschte.
(Jochen Bölsche, Bushs Masterplan - Der Krieg, der aus dem Think-Tank kam, Spiegel-Online vom 4.3.2003)

NeuEs gibt einen positiven Aspekt, wenn wir Saddam loswerden. Wir können den Irak und seine ölfördernden Kapazitäten neu aufbauen. Dann sind wir eines unserer Hauptprobleme los, die wir über Jahre hinweg hatten, nämlich dass wir uns hinsichtlich unserer Ölreserven auf Saudi-Arabien als Schlüssellieferant verlassen mussten.
(Gary Schmitt vom Think-Tank 'Project for the New American Century' (PNAC))

NeuDas ist der Schund aus rechten Denkfabriken, in denen Falken mit Spatzenhirnen hocken - Leute, die nie die Schrecken des Krieges erlebt haben, aber verliebt sind in die Idee des Kriegs. Leute wie Cheney, die sich während des Vietnamkriegs vor dem Wehrdienst drückten.
Das ist ein Plan für die Weltherrschaft der USA - für eine neue Weltordnung nach ihrem Gusto. Diese sind die Gedankengänge amerikanische Phantasten, die die Welt kontrollieren wollen. Ich bin entsetzt, dass ein britischer Labour-Premier mit einer Bande von solcherart moralischer Statur ins Bett steigt.
(Tam Dalyell, brit. Labour-Abgeordneter u. rangältestes Mitglied des Unterhauses)

Neu1996 veröffentlichte Perle ein Strategiepapier, wie die USA und Israel ihre Vorherrschaft im Nahen Osten zurückerlangen können. Dessen Punkt 1, der ersatzlose Abbruch des Oslo-Friedensprozesses, ist bereits erledigt. Punkt 2, der Sturz der Regierung in Bagdad, ist nur noch eine Frage von Tagen, maximal Wochen. Als nächster "Dominostein" (Perle) soll die Regierung in Damaskus fallen.
(Andreas Zumach, taz Nr. 7015 vom 27.3.2003)

NeuWer auch immer den Persischen Golf kontrolliert, der kontrolliert die Weltwirtschaft. Es geht um Macht.
((Michael Clare, Mitglied der amerikanischen Wissenschaftlervereinigung u. Friedensforscher am Hampshire Colllege in Massachussets)

NeuDer Krieg gegen den Irak ist vor allem ein Krieg gegen Europa und Japan. [...] Die amerikanische Besatzung des Irak wird die amerikanische Kontrolle nicht nur über die ausgedehnten Ölreserven des Irak selbst, sondern auch die des Kaspischen Meeres und der Golfstaaten sichern. Die US-Hand auf dem Ölhahn der Welt kann Deutschland, Frankreich und Japan abwürgen, weil sie nach Belieben den Preis in aller Welt manipulieren kann. Den Preis herabzusetzen, wird Russland abwürgen - den Preis zu erhöhen, wird Deutschland und Japan treffen. Deshalb liegt das Verhindern eines Krieges im Wesentlichen im europäischen Interesse, abgesehen vom tiefen Wunsch der europäischen Völker nach Frieden.
(Uri Avnery, israelischer Publizist und Friedenskämpfer)

NeuViele Verbündete der USA fürchten, dass der Irak den Beginn einer neuen militärischen Expansion der USA markiert mit dem Ziel, die Welt nach den eigenen Vorstellungen zu formen. Die UN sind ein weiteres Opfer. Sie laufen Gefahr, durch die imperiale Arroganz von US-Präsident George W. Bush zu einer Hilfsorganisation degradiert zu werden.
(Die spanische Zeitung El Paìs)

NeuDer Irak-Krieg ist nicht dazu gedacht, die USA oder die internationale Sicherheit zu verteidigen. Der Irak ist die erste Schlacht in einem fortdauernden Krieg amerikanischer imperialistischer Aggression. Ich werde nicht für mein Land kämpfen, um amerikanischen Imperialismus zu verteidigen.
(Scott Ritter, ehemaliger UN-Waffeninspekteur u. Golfskriegveteran, sueddeutsche.de vom 2.11.2002)

NeuWir sind nicht länger eine Demokratie, wenn es unter der Diktatur einer Person zu einem Krieg gegen den Irak kommt. Dann nennt ihn nicht mehr Präsidenten, nennt ihn „King George“.
(Scott Ritter, ehemaliger UN-Waffeninspekteur u. Golfskriegveteran, sueddeutsche.de vom 2.11.2002)

NeuWir leben in einer Zeit, in der uns ein Mann mit fadenscheinigen Gründen in einen Krieg schickt. Wir sind gegen diesen Krieg, Mr. Bush. Schämen sie sich, Mr. Bush. Schande über sie! Wenn Sie den Papst und die 'Dixie Chicks' gegen sich haben, dann ist ihre Zeit abgelaufen.
(Michael Moore, amerikan. Dokumentarfilmer, auf der 75. Oscarverleihung 2003)

NeuKonnten gerade wir Deutschen 1945 dem Herrgott danken, dass uns 1945 ausgerechnet die Amerikaner vom Nazi-Joch befreiten, so ist es jetzt, 2003, leider Zeit für den Abschied vom undifferenzierten Bild des 'friendly American'. Die USA zementieren heute rücksichtslos ihre Stellung als einzige politische, wirtschaftliche und militärische Supermacht - gegen Feind UND Freund: Sie schwächen die EU durch Förderung eines Türkei-Beitritts, boykottieren Klimaschutz, Abkommen gegen Biowaffen (!), den Weltgerichtshof, und sie führen Krieg... Dieser wird nicht ihr letzter sein.
(Peter Geburek, Recklinghäuser Zeitung vom 21.3.2003)

NeuDie Invasion in den Irak beschert der Welt einen neuen Schub der Illusionslosigkeit, zumal es mit dem einen Krieg, geht es nach den Absichten Bushs, nicht sein Bewenden haben wird. Dieser Krieg soll Schule machen.
(Andreas Zielcke, Süddeutsche.de vom 21.3.2003)

NeuSchon jetzt macht die Frage die Runde, wem nach dem Irak ein ähnliches Schicksal droht. Syrien oder Iran gehören zu den üblichen Verdächtigen.
(Mannheimer Morgen)

NeuDurch die arrogante Unfähigkeit der USA, ihre militärische Übermacht unter Kontrolle zu halten, werden sich zwangsläufig neue Allianzen bilden, die nicht wollen, dass die Welt allein am amerikanischen Wesen genesen wird. Doch das bringt wieder eine Polarisierung mit all ihren Gefahren mit sich.
(Schwäbische Zeitung)

NeuWenn der Irak-Krieg erfolgreich sein wird, wenn die Amerikaner ihn als erfolgreich werten, und zwar nicht nur in der Propaganda, dann werden wir beobachten können, was es heißt, wenn es nur eine einzige Supermacht gibt.
(Die ungarische Zeitung Nepszabadsag)

NeuAuf die Zweipoligkeit zu Zeiten des Ost-West-Gegensatzes folgte, das wird jetzt klar, nur ein kurzes Zwischenspiel der multipolaren, aus vielen festen Größen gebildeten Weltgemeinschaft. Absehbar ist die Zuspitzung auf eine, von niemand anderem als sich selbst zu beeinflussende Supermacht Amerika. Das kann nicht gut sein.
(Westfalen-Blatt)

NeuEs gibt in dieser Situation nichts Gefährlicheres für Amerika als einen ehemaligen Alkoholiker als Präsidenten.
(Oliver Stone, US-amerikan. Filmregisseur)

NeuFast alle werden Opfer, ohne zuvor Täter gewesen zu sein, Sadam und seine Clique ausgenommen. Das verbindet sie mit den tausenden Toten vom 11.September 2001.
(Uwe Vorkötter, Berliner Zeitung vom 21.03.03)

NeuZwar weiß keiner so recht, wie es danach weiter gehen soll, aber die Propaganda für den Krieg und gegen den bösewichtigen Schnauzbart hat sich schon jetzt sämtliche Werbe-Preise verdient.
(Süddeutsche Zeitung, 6.3.2003)

NeuDieser Krieg hat medial eine neue Qualität: Mit den nun via Satellit übertragenden Stationen wie al-Dschasira ist es mit der Version vom präzisen, sauberen Krieg vorbei. Das ist widerlich und abstoßend, aber eben auch nicht anders als der Krieg selbst.
(Karim El-Gawhary, TAZ vom 25.3.2003)

NeuDer Kampf um die richtigen Bilder gehört inzwischen zur traditionellen Kriegführung. Doch die immer bessere Technik verbessert nur die Geschwindigkeit, nicht aber die Genauigkeit der medial verbreiteten Informationen. Die US-Armee nimmt hunderte von Kriegsreportern mit auf Irak-Safari - aber was die "Eingebetteten" liefern, ist bestenfalls der gesäuberte Rohstoff für zukünftige Heldensagas mit Mel Gibson in der Hauptrolle.
(Bernd Pickert, TAZ vom 25.3.2003)

NeuDie bloße Existenz von al-Dschasira entreißt den US-Militärstrategen das Informationsmonopol. Jetzt steht die Bilderflut der Angreifer gegen die Bilder der Angegriffenen. Es ist ein und derselbe Krieg, der unterschiedlich beschrieben wird. Dem, was wirklich passiert, kommen wir damit zumindest ein Stückchen näher.
(Bernd Pickert, TAZ vom 25.3.2003)




Grafiti/Sponti

Make love - not war!

Lieber arm und gesund als reich beim Bund.
(Demo-Transparent)
  
Lieber 007 als 08/15.

Lieber an einer Quelle sitzen als vor einer Mündung stehen.

Die letzten Worte des Generals: „Sie können ja noch nicht einmal ein Scheunentor treffen auf dieser Entfernung!“

Enthauptet die Sprengköpfe!

Wer zuerst schießt, stirbt als zweiter!

Besser Jägermeister als Düsenjäger.

Besser `ne freundliche U-Bahn, als `n freundliches U-Boot.

Stell dir vor - es ist Krieg - und nur Schröder und Scharping gingen hin.

Lieber nicht studieren als in Uniform marschieren.




Heldentum

Die Kutte macht nicht den Mönch, ebensowenig wie die Uniform eines Generaladjutanten den Helden macht.
(Heinrich Heine, deutscher Dichter, 1797-1856)
  
Die toten Soldaten derer, die den Krieg gewonnen haben, nennt man Helden.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)
  
Ein Feigling ist ein Mann, bei dem der Selbsterhaltungstrieb normal funktioniert.
(Amil.)
  
Lieber fünf Minuten feige, als ein Leben lang tot.
(Sprichwort)
  
Sei tapfer, aber gehe aus der Schußlinie!
(Kaukasisches Sprichwort)
  
Im Krieg werden mutige Menschen Helden.
Feiglinge kehren lebendig nach Hause zurück.
(Andrija Talic)
  


Indien

Schön, daß wir Inder Atomraketen produzieren, aber man kann sie nicht essen.
(Amil.)
  
   In Indien, dem Land der Software-Spezialisten und der Atombombe, leiden 225 Millionen Menschen an Hunger.
(UN-Ernährungs-Gipfel, Rom 2002)
  



Irak

Jede Regierung, die auf einen Angriff auf den Irak mitwirkt,sei es durch militärischen Beistand, durch materielle Hilfe oder politische Unterstützung, übernimmt Mitverantwortung für die Folgen, die Opfer und die Toten.
(Tagung 'Friedensgutachten 2002', Berlin, 6.6.2002)
  
Wenn von einem Staat keine Agression ausgeht, ist ein Militärschlag bloße Willkür und nicht vom Recht auf Selbstverteidigung gedeckt.
(Bruno Schoch, Tagung 'Friedensgutachten 2002', Berlin, 6.6.2002)
  
Die größte Errungenschaft der UNO, das rechtlich fixierte Gewaltverbot wird ausgehebelt, wenn der stärkere Staat dazu übergeht, gefährliche Regime durch Gewalt zu beseitigen.
(Tagung 'Friedensgutachten 2002', Berlin, 6.6.2002)
  



Israel/Palästina

Gefährlicher für Israel als Arafat - ist Scharon.
(Martina Doering, Berliner Zeitung vom 3.4.2002)
  
Die aggressive Politik Scharons gegen das palästinensische Volk schädigt nicht nur das Ansehen Israels, sondern leider auch des gesamten Judentums in aller Welt. Dem Antisemitismus wird so Tür und Tor geöffnet.
(Amil., 2.4.2002)
  
Als wir in dieses Land kamen,lebten dort auch schon Menschen.
(Yitzhak Rabin, israelischer Politiker u. ehem.General, 1922-1995)
  
Scharon ruft den "Totalen Krieg gegen den Terrorismus" aus.
(Hauptüberschrift der "Berliner Zeitung" vom 02.04.2002)
  
Die israelische Politik der Stärke, die ständigen Demonstrationen seiner militärischen Überlegenheit, schadet dem Ansehen Israels auch unter seinen besten Verbündeten.
(Arno Widmann, Berliner Zeitung Nr.141 vom 20.06.2002)
  
  
  


Kosovo

Kurt Tucholsky hatte doch recht: Leute,die zum Töten ausgebildet werden, werden auch irgendwann zum Töten eingesetzt. Nach dem 2.Weltkrieg wollte kein Deutscher mehr eine Waffe in die Hand nehmen. Was ist aus dieser Haltung übriggeblieben? Eine hochgerüstete Armee,die an Agressionshandlungen teilnimmt.
(Peter Müller, "Sächsische Zeitung" zum Kosovo-Krieg 1999)
  
  


Krieg

Die Menschheit muß dem Krieg ein Ende setzen oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende.
(John F. Kennedy, 35. Präsident der USA, 1917-1963)
  
Der Krieg ist schrecklich wie des Himmels Plagen.
(Schiller, Wallensteins Tod)
  
Der Krieg ist ein Winterschlaf der Kultur.
(Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)
  
Der Krieg hat einen sehr langen Arm. Noch lange, nachdem er vorbei ist, holt er sich seine Opfer.
(Martin Kessel, dt. Schriftsteller 1901-1990)
  
Der Krieg zwischen zwei gebildeten Völkern ist ein Hochverrat an der Zivilisation.
(Carmen Sylva, Königin von Rumänien, 'Vom Amboß')
  
Ein Krieg, selbst der siegreichste, ist ein nationales Unglück.
(H. v. Moltke)
  
Wer nicht weiß, was Krieg ist, der gehe in den Krieg.
(Spanisches Sprichwort)
  
Der Krieg ist ein Massaker von Leuten, die sich nicht kennen, zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren.
(Paul Valery, frz. Schriftsteller, 1871-1945)
  
Es ist alles im Krieg sehr einfach,aber das Einfachste ist schwierig.Diese Schwierigkeiten häufen sich und bringen eine Friktion hervor,die sich niemand richtig vorstellt,der den Krieg nicht gesehen hat.
(Karl von Clausewitz, preuß. General, 178o-1831)
  
Jeder Krieg ist eine Niederlage des menschlichen Geistes.
(Henry Miller, amerik. Schriftsteller, 1891-1980)
  
Ältere Herren erklären den Krieg. Aber es ist die Jugend, die kämpfen und sterben muß.
(Herbert Hoover, 31. Präsident der USA, 1874-1964)
  
Gerechtigkeit im Krieg hat mit Gerechtigkeit soviel zu tun wie militärische Musik mit Musik.
(Groucho Marx, amerik. Filmkomiker, 1893-1964)
  
Der Krieg ist kein Abenteuer. Der Krieg ist eine Krankheit. Wie der Typhus.
(Antoine de Saint-Exupéry, frz. Schriftsteller, 1900-1944)
  
Krieg ist zuerst die Hoffnung, daß es einem besser gehen wird, hierauf die Erwartung, daß es dem anderen schlechter gehen wird, dann die Genugtuung, daß es dem anderen auch nicht besser geht, und hernach die Überraschung, daß es beiden schlechter geht.
(Karl Kraus, östr. Schriftsteller, 1874-1936)
  
Der Invalide spricht gern vom Krieg.
(Amil.)
  
Krieg ist Menstruationssucht. Männer wollen auch mal bluten.
(Amil.)
  
Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, daß es welche gibt, die nicht hingehen müssen.
(Erich Maria Remarque, dt. Schriftsteller, 1898-1970)
  
"Der Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln."
Dann wären Krankheit und Tod die Fortsetzung des Lebens mit anderen Mitteln.
(Amil.)
  
Alle Kriege sind Raubzüge.
(Voltaire, frz. Philosoph, 1694-1778)
  
Krieg kann gar nicht gerecht sein, denn dann würde er ausschließlich die Regierungen oder Staatschefs treffen, die das eigene Volk oder andere unterdrücken. Krieg trifft aber immer Zivilisten, egal ob in den USA oder Afghanistan.
(Cornelia Mereth, SPIEGEL 51/01)
  
Krieg ist das Versagen der Politik und nichts sonst. Diese Definition wird oft kritisiert, weil sie von und für Leute gemacht worden ist, die eine Legitimation für ihr Versagen brauchen.
(nach Rambouillet)
  
Der Krieg ist darin schlimm, daß er mehr böse Menschen macht, als er deren wegnimmt.
(Immanuel Kant, dt. Philosoph, 1724-1804)
  
Ein Krieg hinterläßt drei Armeen in einem Land: Eine Armee von Krüppeln, eine Armee von Trauernden und eine Armee von Dieben.
(Amil.)
  
Krieg ist kein Gesellschaftsspiel bei dem sich die Planer brav an Regeln halten. Wenn es um Sein und Nichtsein geht, werden Regeln und Verpflichtungen machtlos. Nur die bedingungslose Abkehr vom Krieg überhaupt kann da helfen.
(Albert Einstein, dt. Physiker, 1879-1955)
  
Krieg ist ein Spiel, bei dem man lächelt.
Wenn man nicht lächeln kann, sollte man grinsen.
Wenn man nicht grinsen kann, sollte man sich für eine Zeit nicht blicken lassen.
(Winston Churchill)
  
Krieg ist in wachsendem Umfang kein Kampf mehr, sondern ein Ausrotten durch Technik.
(Karl Jaspers, dt. Philosoph, 1883-1969)
  
Die Erfahrung hat gelehrt, daß Kriege sich nicht mehr begrenzen lassen; alle modernen Kriege werden am Ende zu Weltkriegen. Und keine der großen Nationen zumindest kann sich beraushalten. Wenn wir uns aber nicht aus dem Krieg heraushalten können, bleibt uns nur die Hoffnung ihn zu verhüten.
(Robert H.Jackson, Hauptanklagevetrtreter 1947 in den Nürnberger Prozessen)
  
Der Krieg geht an keinem vorbei: Ob du willst oder nicht, der Krieg ist jetzt in jedem Leben gegenwärtig, in der Feigheit des einen, in der Tapferkeit des anderen wie in der eingeigelten Teilnahmslosigkeit des dritten.
(Konstatain Simonow, russischer Schriftsteller, geb.1915)
 



   Krieg & Religion

Wer Krieg predigt, ist des Teufels Feldprediger.
(Sprichwort)
  
Klerus und Krieg: Man kann auch den Mantel der Nächstenliebe nach dem Wind hängen.
(Karl Kraus, östr. Schriftsteller, 1874-1936)
  
Kriege und Geschäftsbücher werden mit Gott geführt.
(Karl Kraus, östr. Schriftsteller, 1874-1936)
  
Gläubige meinen,daß gesgnete Waffen besser töten.
(Amil.)
  
Die Bemerkung ist nichts weniger als neu, daß keine Kriege zugleich so ehrlos und unmenschlich geführt werden als die, welche Religionsfanatismus und Parteienhaß im Inneren eines Staates entzünden.
(Schiller)
  
Mehr Opfer, als in allen Kriegen der Welt
Im Namen des Herrn!
Betrogen, hintergangen und geblendet
Bloßgelegtes Fundament - morsche Basis zum Vorschein kommt
Die Kirche ist reich, gewaltig
Für macht über Leichen!
(Relatives Menschsein)
  
Was hat man denn gegen den Krieg? Etwa daß Menschen, die doch einmal sterben müssen, dabei umkommen?
(Augustinus, 354-430, abendländischer Theologe u. Kirchenlehrer)
  
In solch einem Krieg ist es christlich und ein Werk der Liebe, die Feinde getrost zu würgen, zu rauben, zu brennen und alles zu tun, was schädlich ist, bis man sie überwinde. Ob es wohl nicht so scheint, daß Würgen und Rauben ein Werk der Liebe ist, weshalb ein Einfältiger denkt, es sei kein christliches Werk und zieme nicht einem Christen zu tun: so ist es doch in Wahrheit auch ein Werk der Liebe.
(Martin Luther über 'Heilige Kriege')
  
Christen, die ihren Kriegsdienst unter den Augen Gottes ableisten, haben ihr Handwerk des Tötens immer so verstanden, daß sie es im Namen der Liebe übten.
(Der protestantische Theologe Thielicke nach dem zweiten Weltkrieg)
  
Selbst Atombomben können in den Dienst der Nächstenliebe treten.
(Der Theologe Künneth 13 Jahre nach Hiroshima)
  
Wir haben Soldaten nötig, gläubige Soldaten. Gläubige Soldaten sind die wertvollsten. Die setzen alles ein.
(Adolf Hitler zu Bischof Wilhelm Berning von Osnabrück)
  
Hat eigentlich die Skepsis auf die Schlachtfelder geführt oder der Glaube?
(Karlheinz Deschner, dt. Autor)
  
Wenn aber Christus, der gesagt hat: 'Du sollst nicht töten!'
an seinem Kreuz sehen muß, wie sich die Felder blutig röten;
wenn die Pfaffen Kanonen und Flugzeuge segnen
und in den Feldgottesdiensten beten, daß es Blut möge regnen;
und wenn die Vertreter Gottes auf Erden
Soldaten-Hämmel treiben, auf daß sie geschlachtet werden;
und wenn die Glocken läuten: 'Mord! und die Choräle hallen:
'Mord! Ihr sollt eure Feinde niederknallen!'
Und wenn jemand so verrät den Gottessohn-:
Das ist keine Schande.
Das ist Religion.
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)
  
Welche Entscheidung der Christ auch fällt, ob für den Weg des Soldaten oder für den Weg des Kriegsdienstverweigerers, es darf nicht sein,daß der eine für sich eine höhere Qualität von Christsein in Anspruch nimmt oder gar dem anderen das Christsein abspricht, weil er eine andere Position vertritt.
(Erklärung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland 1989)
  
Lieber Gott, hilf mich und wenn du mich nicht hilfst, hilf auch die Schweine, die Feinde nicht!
(Feldmarschall Derfflinger, 1606-1695)
  
Solange der Staat das Tötungshandwerk durch Gottes Segen verschönern möchte, ist die Militärpfarrstelle ein anständig bezahlter Beruf. Ein Prosit der Gemütlichkeit!
(Amil.)
  
Zum Glück haben wir unsere Militärgeistlichen. Bedingungslos unterstützen sie den Einsatz unserer Soldaten und gehen selbstverständlich mit ins Feld. Wer soll denn sonst auch unsere Waffen segnen?
(Amil.)
  
Das große Verdienst der Weltreligionen ist, daß sie den Soldaten die Angst vor dem Jenseits genommen haben.
(W. Schneyder, dt. Kabarettist, ND vom 7.11.2001)
 
Ein Geistlicher, der Gewehre segnet: Ein Beispiel mehr dafür, wie der Zweck die Mittel heiligt.
(Wieslaw Brudzinski)
  
Zur Unterstützung der Religion gehören heutzutage viele Bajonette.
 (Heinrich Heine, dt. Dichter, 1797-1856)
  
NeuWer Kriege im Namen Gottes führt, ist stets des Teufels.
(Kurt Tucholsky)
  


Kriegsfolgen

Das große Karthago führte drei Kriege.
Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
(Berthold Brecht, dt. Schriftsteller, 1898-1856)
  
Der Krieg ist eine Seuche. Er kann Staaten und Völker verschlingen, die vom ursprünglichen Schauplatz der Feindseligkeiten weit entfernt sind.
(Franklin Roosevelt, 32. Präs. d. USA, 1882-1945)
  
Die Erfahrung hat gelehrt,daß Kriege sich nicht mehr begrenzen lassen; alle modernen Kriege werden am Ende zu Weltkriegen. Und keine der großen Nationen zumindest kann sich beraushalten. Wenn wir uns aber nicht aus dem Krieg heraushalten können, bleibt uns nur die Hoffnung ihn zu verhüten.
(Robert H.Jackson, Hauptanklagevetrtreter 1947 in den Nürnberger Prozessen)
  
Der Preis des Krieges ist das Leben.
Und dieser Preis ist immer zu hoch.
(Amil.)

.....denn wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen.
(Matthäus 26,52)




Militär

Militärische Intelligenz ist ein Widerspruch in sich.
(Groucho Marx, amerikan. Komiker, 1895-1977)
  
Das Militär ist eine Pflanze, die man sorgfältig pflegen muss, damit sie keine Früchte trägt.
(Jaques Tati, franz. Schauspieler & Komiker, 1908-1982)
  
Armee: Schicht von Nichtproduzenten; verteidigt die Nation, indem sie alles verschlingt, was einem Feind zum Überfall reizen könnte.
(Ambrose Bierce, amerikan. Journalist, 1842-1914)
  
In Uniform dabei - beim absurden Theater unserer Epoche.
(unbekannt)
  
  Zapfenstreich - teutonische Militäroperette.
(unbekannt)
  
Militärmärsche - Musik zur Ezeugung heiligen Schauers. Schon Schimpansen bringen, wenn sie sich zu sozialem Angriff aufstacheln, rhythmische Geräusche hervor.
(unbekannt)
  
Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann verachte ich ihn schon; er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde.
(Albert Einstein)
  
Die Traditionspflege der aktiven Militärs wird der Eitelkeit eines Berufsstandes, aber nicht der politischen Lage gerecht.
(unbekannt)
  
Ohne Unterschiede macht die Gleichheit keinen Spaß.
(unbekannt)
  
Nicht das Bild einer nackten Frau, die ihre Schamhaare entblößt, ist obszön, sondern das eines Generals in vollem Wichs.
(Herbert Marcuse, dt. Sozialphilosoph, 1898-1979)
  
Lieber eine schmutzige Unterhose als eine saubere Uniform.
(Spontispruch)
  
Lieber einen Bund fürs Leben, als ein Leben für den Bund.
(Spontispruch)
  
Eine freundliche und einträchtige Welt ist der geheime Alptraum aller Militärs und Advokaten.
(Norman Mailer, amerik. Schriftsteller)



Patriotismus

Nicht so sehr jenen Patriotismus liebe ich, der unsere Söhne auf das Schlachtfeld jagt und sie dort sterben heißt, sondern jenen, der für das Vaterland leben lehrt.
(P. Rosegger, östr. Schriftsteller, 1843-1918)
  
Diejenigen Tugenden werden am lautesten gepriesen, zu deren Ausübung weder Gedankenarbeit, noch Energieentfaltung, noch Selbstüberwindung gehört, vor allem also diese beiden: Patriotismus und Gottesfurcht.
(Arthur Schnitzler, 'Buch der Sprüche und Bedenken')
  
Zuletzt steckt in jedem Patriotismus der Krieg, und deshalb bin ich kein Patriot.
(Jules Renard, frz. Schriftsteller, 1864-1910, 'Ideen, in Tinte getaucht')
  
Fahne - nationaler Stoff.
(unbekannt)
  
Patriotismus ist nichts als ein Gefühl der Wohlfahrt; und der Furcht, daß sie gestört werden könnte.
(Stanislaus I. Leszczynski, polnischer König, 1677-1766)
  
Gegen Patriotismus habe ich nichts, solange der Kopf nüchtern bleibt.
(Jens Reich, dt. Molekularbiologe u. Schriftsteller)
  
Patriotismus ist die Überzeugung, daß unser Vaterland allen anderen Ländern überlegen ist, weil wir darin geboren wurden.

Patriot: Jemand, dem die Interessen eines Teils über die Interessen des Ganzen gehen. Der Gimpel der Politiker und das Werkzeug der Eroberer.
(Ambrose Bierce, amerikan. Journalist, 1842-1914)
  
Patriotismus ist die Tugend der Bosheit.
(Oscar Wilde, engl. Schriftsteller, 1854-1900)
  
In Deutschland wählte der Patriotismus die aggressive Form. Die Liebe zum Heimischen kleidete sich in Haß gegen Fremdes.
(Walther Rathenau, dt. Politiker & Schriftst., 1867-1922)
  


  Pazifismus

Pazifisten sind wie Schafe,die glauben der Wolf sei ein Vegetarier.
(Ives Montand, frz. Schauspieler, 1921-1991)
 
Der Krieg kann nur auf eine einzige Weise verhindert werden: durch die Weigerung der Menschen, in den Krieg zu gehen.
(Albert Einstein, 'Warum Krieg?')
  
Ein Friedlicher ist einer, der sich totschießen lässt, um zu beweisen, dass der andere der Aggressor gewesen ist.
(Ludwig Marcuse, dt. Philosoph, 1894-1971, 'Argumente und Rezepte')
  
Es gibt auch so etwas wie genozidalen Pazifismus.
(Stefan Schwarz, dt. CDU-Politiker)
  
Das Ziel des Pazifismus ist nur durch eine übernationale Organisation erreichbar. Die bedingungslose Befürwortung dieses Zieles ist das Kriterium des wahren Pazifismus.
(Albert Einstein)
  
Es gibt nur eine Sorte Pazifismus: Den, der den Krieg mit allen Mitteln bekämpft. Ich sage: Mit allen, wobei also die ungesetzlichen eingeschlossen sind....
 Da lesen wir in der demokratischen Presse etwas von der "Gefährdung des Wehrgedankens". Aber wir wollen ihn so gefährden, daß ihm die Luft ausgeht....
(Kurt Tucholsky, 'Gesunder Pazifismus, 1928)
  
  Pazifist - heute wieder ein Schimpfwort,wer hätte das gedacht?
(Prof.W.Jens, Weltbühnen-Tagung der Kurt-Tucholsky-Gesellschaft, Okt.2001)
  
 
 



Prävention

Wir müssen unseren Kindern den Krieg erklären, damit sie nicht anderen den Krieg erklären.
(Amil.)
  
   Laßt doch alle Minister,Generäle und Soldaten lieber zu ihren Freundinnen,anstatt an die Fronten fliegen,dann ist endlich einmal Schluß mit den Kriegen.
(Roswitha Quadflieg zum SPIEGEL-Titel 'Kanzler in Not - Das Scharping-Debakel' (39/01))
  
Wie viel Mühe kostet die Niederschlagung und Verhütung von Aufständen: Geheimpolizei, andere Polizei, Spitzel, Gefängnisse, Verbannungen, Militär. Und wie leicht sind die Ursachen für Aufstände zu beseitigen!
(Leo Tolstoj, russ. Schriftsteller, 1828-1910)
  
Das Unglück der Erde war bisher, dass zwei den Krieg beschlossen und Millionen ihn ausführten und ausstanden, indes es besser, wenn auch nicht gut gewesen wäre, das Millionen beschlossen hätten und zwei gestritten.
(Jean Paul, dt. Dichter, 1763-1825)
  
Nicht ein Zehnteil würd´ ein Herr des Bösen tun, müßt er es selbst mit eignen Händen tun.
(Heinrich von Kleist, dt. Dramatiker, 1777-1811, 'Michael Kohlhaas')
  
Politiker an die Front! Dann gibt es keinen Krieg mehr.
(Amil.)
  
   Wehret den Anfängen! Dies muß der oberste Grundsatz der Konfliktvorbeugung sein.
(Klaus Kinkel, dt. Politiker)
  
Das Denken der Zukunft muss Kriege unmöglich machen.
(Albert Einstein)
  
Der Krieg ist nicht undenkbar, aber es ist unangenehm, an ihn zu denken. Deshalb gibt es nur einen Weg, ihn zu vermeiden: Man muß ständig an ihn denken.
(Edward Teller, ungar.-amerik. Physiker)
  
Es gibt nichts, was Krieg erreicht hätte, das nicht besser ohne Krieg erreicht worden wäre. (Havelock Ellies)
  
Es gibt kein Recht auf praeventive Militärschläge, auch nicht gegen Länder, die Massenvernichtungswaffen besitzen.
(Tagung 'Friedensgutachten 2002', Berlin, 6.6.2002)
  
 


Propaganda

Prinzipien der Kriegspropaganda:
1.Wir haben diesen Krieg nicht gewollt.
2.Personifizierung des Feindes.
3.Unsere Zielstellungen sind humanitärer Art. Man muß die Tatsache verschweigen,daß es wirtschaftliche Ziele des Krieges gibt. Man stelle humanitäre Gründe in den Vordergrund.
4.Berichte über Grausamkeiten des Gegners. Vermeide ungünstige Berichte über die eigene Seite.
(Lord Ponsonby, brit. Diplomat, 1871)
 
Das ist das Geheimnis der Propaganda; den, den die Propaganda fassen will, ganz mit den Ideen der Propaganda zu durchtränken, ohne daß er überhaupt merkt, daß er durchtränkt wird.
(Reichsminister J. Goebbels, 1933)
  
NeuJe größer die Lüge, desto mehr Menschen folgen ihr.
(Adolf Hitler, dt. Reichskanzler u. Führer d. 3. Reichs, 1889-1945)

NeuDie Lüge ist die Mutter aller Schlachten.
(Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung vom 6.3.2003)
 
NeuSelbst ins Kino gelangen nur selten Bilder vom Krieg, die aussehen wie Bilder vom Krieg. Zwar wurden in den vergangenen dreißig Jahren genug Filme gedreht, in denen Soldaten auftraten, Kampfeinsätze geflogen, Geiseln befreit oder feindliche U-Boote gejagt wurden, aber das amerikanische Verteidigungsministerium sorgte nach Möglichkeit für die richtige Einstellung.
(Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung, 6.3.2003)
 
NeuDa die Welt nun einmal so schlecht ist, wie sie ist, muss sie wenigstens im Kino besser aussehen. Dafür sorgen in Kriegsfilmen die so genannten production-values. In den USA gibt es keine nennenswerte staatliche Filmförderung, aber es gibt das Pentagon. Wer den Amtsweg wählt und bereit ist, auf die Wünsche des Militärs einzugehen, der darf Flugzeuge, Hubschrauber und Schlachtschiffe beinahe kostenlos nutzen. Wird der Antrag aber abgelehnt, fällt ein Filmprojekt schnell ganz aus.
(Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung, 6.3.2003)

NeuOhne die Mitwirkung des Verteidigungsministeriums, sagt der Produzent Jerry Bruckheimer, „wäre ein Film wie ,Pearl Harbor‘ (2001) niemals entstanden“. Auch „Top Gun“ (1986), der Film, mit dem die Karriere von Tom Cruise begann, wurde so lange bearbeitet, bis die Navy ihre Freude daran hatte. Möglicherweise handelt es sich hier um das erste dual use-Produkt des militärisch-filmindustriellen Komplexes: Als der Film anlief, richtete die Navy im Foyer mehrerer großer Kinos Stände ein, an denen man sich nach Verlassen des Films sogleich zur Navy melden konnte.
(Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung, 6.3.2003)

NeuDarstellungen des Militärs haben sich zu Werbeclips für uns entwickelt.
(Aus der Pentagon-Akte zum Film: 'Das Kartell', 1994)
 
Neu„Mit der Unterstützung des US-Militärs wird ,Armageddon‘ 1998 der größte Film werden und damit das Können, die Führungsstärke und den Heroismus des amerikanischen Militärs verdeutlichen.“
(Disney-Manager Philip Nemy in einem Bittbrief an das Pentagon)
 
NeuWenn du einmal angefangen hast zu lügen, dann bleibe auch dabei!
(Tagebucheintrag des NS-Propagandaministers Joseph Goebbels)
 
NeuDie Medien der Krieg führenden Länder wandeln sich von einem kritischen Kontrolleur der Staatsmacht zu einer vierten Waffengattung neben Heer, Luftwaffe und Marine.
(Studie vom schwedischen 'Amt für psychologische Verteidigung', Dezember 2002)
 
NeuZivilgesellschaft und Öffentlichkeit sollen betrogen werden, indem das reale Geschehen und das öffentliche Wissen voneinander getrennt werden. Angefangen von der Sprache (>Angriff auf die Zivilisation<) über die Darstellung des Gegners (>Schurkenstaat<) bis hin zur Selbststilisierung als human: Wir wissen im wesentlichen nur, was durch die Filter der Militärs gegangen ist.
(Prof. Dr. Friedrich Krotz vom Institut für Kommunikationswissenschaft an der Universität Münster)
 
NeuPropaganda hat volkstümlich zu sein und ihr geistiges Niveau einzustellen auf die Aufnahmefähigkeit des Beschränktesten unter denen, an die sie sich zu richten gedenkt.
(Adolf Hitler, 'Mein Kampf')
 
NeuDie Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür jedoch die Vergesslichkeit groß. Aus diesen Tatsachen heraus hat sich jede wirkungsvolle Propaganda auf nur sehr wenige Punkte zu beschränken und diese schlagwortartig so lange zu verwenden, bis auch bestimmt der Letzte unter einem solchen Worte das Gewollte sich vorzustellen vermag.
(Adolf Hitler, 'Mein Kampf')
 
NeuDen Krieg kann man nur mit der Sprache des Krieges bekämpfen.
(John Heartfield, dt. Grafiker, 1891-1968)
 



Rüstung

Die Rüstungsindustrie ist in der Tat eine der größten Gefährdungen der Menschheit.
(Albert Einstein)
  


Scharping

Scharping ist die personifizierte Aufforderung zur Fahnenflucht.
(Karl-Heinz Klaiber in SPIEGEL 37/01)
 
Das Schlimme ist,daß der Minister (Scharping d.R.) zu einer Witzblattfigur der Bundesregierung geworden ist.
(Bernhard Gertz, Vors. d. Deut.Bundeswehrverbandes in d. Chemnitzer "Freie Presse" vom 15.02.2002)

In Scharpings Reich geht die Sonne nicht unter - bezahlen müssen wir!
(Amil.)

Laßt doch alle Minister, Generäle und Soldaten lieber zu ihren Freundinnen, anstatt an die Fronten fliegen, dann ist endlich einmal Schluß mit den Kriegen.
(Roswitha Quadflieg zum SPIEGEL-Titel "Kanzler in Not - Das Scharping-Debakel".(39/01))




Soldaten

Ein Soldat ist nicht nur ein potentieller Mörder, sondern auch ein potentieller Sellbstmörder oder Mordopfer.
(unbekannt)
  
Ein Soldat, der anfängt zu denken, ist schon fast keiner mehr.
(Heinrich Böll, dt. Schriftsteller, *1917)
  
Soldaten stehlen nicht, sie beuten nur.
(Deutsches Sprichwort)
  
Der unbewaffnete Reiche ist die Belohnung des armen Soldaten.
(Niccolò Machiavelli, ital. Politiker u. Schriftst., 1469-1527, 'Kriegskunst')
  
Der Berufsoffizier: ein Mann, den wir in Friedenszeiten durchfüttern, damit er uns im Krieg an die Front schickt.
(Gabriel Laub, tschech. Schriftst. u. Satiriker, *1928)
  
Generäle denken nicht mit dem Gehirn, sondern mit der Pickelhaube.
(unbekannt)
  
Ab Oberleutnant verliert man die Verbindung zur Truppe.
(unbekannt)
  
Daß männliche Eidechsen und bestimmte Buntfische noch bunter werden, wenn sie kämpfen oder lieben,gehört zu den gesicherten Erkenntnissen der Verhaltensforschung. Warum sich Soldaten selbst im Atomzeitalter putzen, bleibt rätselhaft.
(unbekannt)
  
Die kleinsten Unteroffiziere sind die stolzesten.
(unbekannt)
  
Wenn ein Soldat die Nerven verliert,wird er erschossen. Verliert der Offizier die Nerven, dann läßt er erschießen.
(unbekannt)
  
Unter Generalsmützen ist oft ein inoperables Vakuum.
(Dieter Hildebrandt, dt. Kaberettist, *1927)
  
Soldaten sind keine Mörder - im Gegenteil!
(Roman Herzog, Versprecher in einer Rede 1997)
  
Wessen Brust Orden beschwert, der kann sich leichter bücken, aber auch schwer wieder aufrichten.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966)
  
Admiral - der Teil des Kriegsschiffes, der das Reden besorgt - das Denken übernimmt die Galionsfigur.
(Ambrose Bierce, amerikan. Schriftsteller, 1842-1914)
  
  Kadett - junger Krieger, der in zehn Jahren vielleicht die Welt erschüttert und Völker zugrunde richtet.
(Ambrose Bierce, amerikan. Schriftsteller, 1842-1914)
  
  Ich bin Soldat. Ich bin gerne Soldat. Immer freut es mich,in Reih und Glied zu stehen.Jetzt hat mein Dasein plötzlich wieder Sinn! Ich war ja schon ganz verzweifelt, was ich mit meinem jungen Leben beginnen sollte!
(Ödöm von Horváth, österr. Schriftsteller, 1901-1938, aus: 'Ein Kind unserer Zeit')
  
  Berufssoldaten sind desertierte Zivilisten.
(Werner Mitsch)
  
  Gute Eisen macht man nicht zu Nägeln, gute Menschen nicht zu Soldaten.
(Chinesisches Sprichwort)
  
     


Terrorismus

Nützen sie dir, dann sind es Terroristen - nützen sie mir dann sind es Patrioten.
(Amil.)
  
   Gegen Terroranschläge oder grobe Fahrlässigkeit ist niemand gefeit.
(Ernst Archilles, dt. Brandschutzexperte)
  
Die Koalition gegen den Terror ist zum Scheitern verurteilt, weil es zur gleichen Zeit keine Koalition gegen den Hunger gibt.
(Jean Ziegler (geb. 1934), UN-Sonderberichterstatter für Recht und Nahrung. UN-Vollversammlung Nov.2001)
 
Der Terrorist des einen ist der Freiheitskämpfer des anderen.
(Herbert Mertin, Justizminister von Rheinland-Pfalz, geb. 1958)
  
Die reichen Länder schicken zukünftig unbemannte Tötungsmaschinen, die Armen kämpfen mit Selbstmordattentätern gegen diese Übermacht.
(Oskar Lafontaine, 'Die Wut wächs', 2002)
  
   Es ist wohl kein Antiamerikanismus,wenn man feststelle,daß innerhalb des gesamten Terrorismus auch der CIA eine terroristische Organisation ist.
(Günter Grass, Tagung der Akademie d. Künste in Berlin, 24.1.2002)
  
USA - 11.September 2001 - die Terroristen schlugen zurück. Tausende mußten unschuldig sterben, die wahrhaft Schuldigen blieben ungeschoren.
(Amil.)
  
  Deutschland gedenkt heute, am 14.Sept.2001, zusammen mit Europa, der Opfer in New York. Wer gedenkt gleichzeitig der Opfer im Gzastreifen, in Ramallah und in Hebron, die heute starben?
(Amil.)
  
Für jeden Terroristen sterben hunderte unschuldige Zivilisten. Und an deren Stelle treten ein paar künftige Terroristen. Wie soll das enden?
(Arundhati Roy,indische Schriftstellerin [zitiert aus: SPIEGEL 44/01])
  
Terroristen lassen sich nicht besiegen wie Staaten. Der Sieg über Afghanistan macht die Gefahr nicht kleiner, sondern größer.
(Frank Herold, Berliner Zeitung 13./14.10.01)
  
   NeuTerrorismus ist der Krieg der Armen und Krieg ist der Terrorismus der Reichen.
(Sir Peter Ustinov)



Ursachen

Wie wird die Welt regiert und in den Krieg geführt? Diplomaten belügen Journalisten und glauben es wenn sie`s lesen.
(Karl Kraus, östr. Schriftsteller 1874-1936)
  
Doch der Mensch führt nicht mit dem Menschen Krieg, sondern mit sich selbst, und gerade aus dem eigenen Inneren fällt uns die feindliche Schlachtreihe an.
(Erasmus von Rotterdam, 'Handbüchlein eines christlichen Streiters')
  
Ich erhoffe mir Frieden, Frieden, Frieden auf der Welt! Aber ich glaube nicht, daß es das geben wird, denn die Menschen bringen es einfach nicht fertig, in Frieden zu leben.
(Astrid Lindgren, schwedische Kinderbuchautorin)
  
Was sich nicht ausdrücken kann, droht mit der Faust.
(kaukasisches Sprichwort)



Vergeltung

Auge um Auge - und die ganze Welt wird blind sein.
(Mahatma Gandhi)
  
Die Politik "Auge um Auge - Zahn um Zahn" kann letztlich nur zu einer Gesellschaft von Blinden und Zahnlosen führen.
(Ernst Jünger, dt. Essayist u. Erzähler, 1895-1998)
 


Verweigerung

Wem bewusst ist, dass er im Atomzeitalter lebt, und sich dem Militärdienstzwang trotzdem nicht widersetzt, gedankenlos in die Kasernen trottet, obwohl er den Kriegsdienst verweigern kann – den kann ich nicht einmal mehr bedauern. Er hat nur durch einen Irrtum sein Großhirn bekommen, das Rückenmark hätte ihm vollkommen genügt.
(Albert Einstein)
  
Scharping ist die personifizierte Aufforderung zur Fahnenflucht.
(Karl-Heinz Klaiber in SPIEGEL 37/01)
 
Je weiter ich im Alter voranschreite, und je mehr ich die Frage des Krieges durchdenke, desto überzeugter bin ich, daß die einzige Lösung der Frage die Weigerung der Bürger ist, Soldat zu werden.
(Leo Tolstoi an Betha von Suttner, 28.August 1901)
 
Ehre den Deserteuren,die sich dem organisierten Töten und Sterben aus Anstand entziehen.
(Amil.)
  
Ich glaube,daß nur international organisierte Verweigerung von Militärdienst und Kriegsdienst ernsthafte Fortschritte bringen kann.
(Albert Einstein, dt. Physiker, 1879-1955)
  
Wenn das Gesetz dich zum Arm des Unrechts macht, dann brich das Gesetz.
(Henry David Thoreau, amerikan.Romancier, 1817-1862)
 
Ich persönlich kann nur hoffen, daß - sollte jemals wieder in Europa ein Krieg ausbrechen - möglichst viele Soldaten desertieren.
(Klaus Bednarz in einer Fersehsendung am 11.07.1889)
  
NeuDeserteure müßte man gleichzeitig wegen Feigheit erschießen und wegen Klugheit auszeichnen.
(Charles Maurice de Talleyrand, französischer Politiker, 1754-1838)
 


   Waffen

Nicht, wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt.
(N. Machiavelli, ital. Politiker u. Schriftst., 1469-1527)
  
Waffen sind die schlechtesten Argumente.
(Schwedisches Sprichwort)
  
Wir wollen die Waffen auf dem Fechtboden niederlegen, aber weggeben wollen wir sie nicht.
(Bismarck, dt. Staatsmann, 1815-1898))
  
Eine Waffe ist nirgends gefährlicher als in der Hand eines Schwachen.
(Emmanuel Monier, vor der Unesco 1947)
  
Es trifft der Mann. Und nicht die Waffe.
(unbekannt)
  
Ein gutes Produkt muß Hand und Fuß haben. Deutsche Landminen begnügen sich aber mit einem von beiden.
(Amil.)
  
Je mehr militärische Waffen ein Land herstellt, um so unsicherer wird es. Wenn man Waffen hat, wird man zur Zielscheibe für Angriffe.
(Albert Einstein)
  


Waffentechnik

Der Krieg ist in waschendem Umfang kein Kampf mehr, sondern ein Ausrotten durch Technik.
(Karl Jaspers, dt. Philosoph, 1883-1969)
  
Ich weiß nicht, welche Waffen im nächsten Krieg zur Anwendung kommen, wohl aber, welche im übernächsten: Pfeil und Bogen.
(Albert Einstein, dt.-am. Physiker, 1879-1955)
  
Den Fortschritt erkennt man schon daran, dass in jedem neuen Krieg die Menschen auf andere Art getötet werden.
(Will Rogers, amerikan. Humorist, 1879-1935)
  
Nichts hat sich in den letzten 500  Jahren verändert, nur die Waffen sind tödlicher geworden.
(Amil.)
  


Wahrheit

Das erste, was im Krieg auf der Strecke bleibt, ist die Wahrheit.
(Hiram Johnson)
  
Im längsten Frieden spricht der Mensch nicht so viel Unsinn und Unwahrheit als im kürzesten Kriege.
(Jean Paul, Friedenspredigt)
  
Nie wird so viel gelogen wie nach der Jagd, im Krieg und vor Wahlen.
(Otto von Bismark, dt. Staatsmann, 1815-1898)
  
Im Krieg ist die Wahrheit so kostbar, daß sie immer von einer Leibwache von Lügen umgeben sein sollte.
(Winston Churchill, ehem. brit. Premierminister, 1874-1965)
  
NeuIm Krieg ist die Wahrheit das erste Opfer.
(Rudyard Kipling, engl. Schriftsteller)
 
NeuDie Lüge ist die Mutter aller Schlachten.
(Süddeutsche Zeitung, 6.3.2003)
 
NeuEin Krieg ohne anständige Fälschungen ist nur die Hälfte wert.
(Süddeutsche Zeitung, 6.3.2003)
 
NeuWenn du einmal angefangen hast zu lügen, dann bleibe auch dabei!
(Tagebucheintrag des NS-Propagandaministers Joseph Goebbels)
 
NeuWahrheit wird in Krisenzeiten auf ihren strategischen Wert reduziert.

NeuAlle Kriegsherren haben einen gemeinsamen Feind: Die Wahrheit.
(Kurt Tucholsky)
 



Wehrdienst

Der Wehrdienst demoralisiert die Menschen überhaupt, denn er überantwortet sie einem völligen Müssiggang, das heisst, es fehlt ihnen jede vernünftige und nutzbringende Arbeit und entbindet sie von allen allgemeinschaftlichen Pflichten. Diese werden ersetzt durch den konventionellen Ehrbegriff des Bataillons, der Uniform, der Fahne und einerseits durch grenzenlose Macht über Menschen, andererseits durch sklavische Unterwürfigkeit gegen Höherstehende.
(Tolstoi)
  
Die Wehrpflicht ist ein so tiefer Einschnitt in die individuelle Freiheit des jungen Bürgers,daß ihm der demokreatische Rechtsstaat nur fordern darf, wenn es die äußere Sicherheit des Staates wirklich gebietet. Sie ist also kein allgemeingültiges ewiges Prinzip, sondern sie ist auch abhängig von der konkreten Sicherheitslage.
(Roman Herzog,ehemaliger dt. Bundespräsident, auf einer Kommandeurstagung 1995)
 





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