| Die Unmoralische |
'Ich weiß daß ich nichts weiß' (Sokrates) |
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Atheistische Zitate 2
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Zitate und Aphorismen über Religion, Kirche und Moral, Teil 2
'...nennen sich Christen,
'...auf hundert verschiedene Weise will ich wiederholen, daß man niemals Gott etwas Gutes tut, wenn man den Menschen Böses tut.'
Die Grundsuppe der Dieberei sind unsere Fürsten und Herrren, nehmen alle Creaturen zu ihrem Eigenthum, die Fisch im Wasser, die Vögel in der Luft, das Gewächs auf Erden muß alles ihre seyn. Aber den Armen sagen sie: Gott hat geboten, du sollst nicht stehlen. Sie selber schinden und schaben alles, was da lebt; so aber ein Armer sich vergreift am Allergeringsten, muß er henken. Dazu sagt denn der Doctor Lügner Amen.
Die Geistlichkeit war von jeher eine Stütze der königlichen Macht und mußte es sein. Ihre goldene Zeit fiel immer in die Gefangenschaft des menschlichen Geistes, und wie jene sehen wir sie vom Blödsinn und von der Sinnlosigkeit ernten.
Was nicht der Wahrheit oder Sittennorm entspricht, hat kein Recht auf Existenz.
Was hat man denn gegen den Krieg? Etwa daß Menschen, die doch einmal sterben müssen, dabei umkommen?
In solch einem Krieg ist es christlich und ein Werk der Liebe, die Feinde getrost zu würgen, zu rauben, zu brennen und alles zu tun, was schädlich ist, bis man sie überwinde. Ob es wohl nicht so scheint, daß Würgen und Rauben ein Werk der Liebe ist, weshalb ein Einfältiger denkt, es sei kein christliches Werk und zieme nicht einem Christen zu tun: so ist es doch in Wahrheit auch ein Werk der Liebe.
Plädierte die unterdrückte Catholica mit Engelszungen für Religionsfreiheit,
verlangte die siegende beinah augenblicklich die Ausrottung aller und jeder Konkurrenz. Noch im 4. Jahrhundert errichtete sie das Kreuz über Ruinen und Leichen.
Der glaubwürdige Gott ist nicht denkbar, ein denkbarer Gott ist nicht glaubwürdig.
Man veranstaltet prunkvolle Autodafés, bei denen man, manchmal vor 200.000 Zuschauern, Menschen massenweise ermordet. Man steckt sie auf ihrem letzten Weg noch unter einen Narrenhut, zwickt sie mit glühenden Zangen, schlägt ihnen zuweilen die rechte Hand ab und singt dann, während sie, je nach Windrichtung, ersticken oder langsam verbrennen: 'Großer Gott, wir loben dich.'
Ist Jesus Christus?
'Solange man nicht die Moral des Christentums als Kapitalverbrechen am Leben empfindet, haben dessen Verteidiger gutes Spiel.'
Die bedeutendste negative Leistung des Christentums war die 'Problematisierung' der Sexualität...
Wir brauchen eine Geisteshaltung, die in der Sexualität kein 'Problem', sondern ein 'Vergnügen' sieht.
Den meisten Leuten fehlt dazu die Sicherheit - und oft auch die Liebe.
Niemand vor Stalin und Hitler hat in Europa das menschliche Leben so unentwegt aufs äußerste verachtet und in den Staub getreten, ja, dies noch - Gipfel zynischer Perversion - als 'gottgewollt' verkündet, wie die christliche Kirche.
Christen, die ihren Kriegsdienst unter den Augen Gottes ableisten, haben ihr Handwerk des Tötens immer so verstanden, daß sie es im Namen der Liebe übten.
Jeder Versuch eines Gottesbeweises ist - strenggenommen - bereits ein Grenzfall der Blasphemie.
'...auf hundert verschiedene Weise will ich wiederholen, daß man niemals Gott etwas Gutes tut, wenn man den Menschen Böses tut.'
Ein erhebendes Schauspiel sozialer Vollkommenheit.
... Pius XII. beispielsweise, der in einem Schreiben an die katholische Hierarchie der USA Ende 1939 als Ursache des 'heutigen Elends' natürlich nicht den Faschismus sah, der die Welt eben in den größten Krieg der Geschichte gestürzt, sondern u.a. die kurzen Röcke der Damen.
Das Erste Gebot, man solle sich kein Bild von IHM machen, muß wohl vor allem als Berufsverbot für Theologen verstanden werden.
Glaubt nicht bedingungslos den alten Manuskripten, glaubt überhaupt nicht an etwas, nur weil die Leute daran glauben - oder weil man es Euch seit Eurer Kindheit hat glauben lassen.
Selbst Atombomben können in den Dienst der Nächstenliebe treten.
In einer Gesellschaft von Menschen gleichen Glaubens genügt es, daß einer behauptet, etwas Übernatürliches
zu sehen oder zu hören, damit die anderen es auch sehen oder hören.
Keine Religion hat so viele Menschenopfer gefordert und auf eine so schmähliche Weise hingeschlachtet als diejenige, die sich rühmt, sie für immer abgeschafft zu haben.
Weshalb ich überhaupt den epd-Wochenspiegel lese? Nun - zum einen benötige ich ihn als
zitierfähige Quelle. Zum anderen gibt er mir jede Woche die Gewißheit, daß die Evangelische
Kirche selbst viel effektiver an ihrem eigenen Ast sägt, als ich das jemals tun könnte.
Das Christentum ist theoretisch der friedliebendste, praktisch aber der blutrünstigste Glaubensverband der Weltgeschichte.
In der Kirche gibt es Angst, Schuld und Opfer, gebraucht werden Vertrauen, Selbstwerdung und Befreiung.
Der wesentliche Wert der Frau liegt in ihrer Gebärfähigkeit und in ihrem hauswirtschaftlichen Nutzen.
Es gibt nur wenige Männer...und zu diesen großen Männern gehört unstreitig der Mann, der heute seinen 52.Geburtstag feiert - Adolf Hitler -. Am heutigen Tag versprechen wir ihm, daß wir alle Kräfte zur
Verfügung stellen, damit unser Volk den Platz in der Welt gewinnt, der ihm gebührt.
Die Frau muß das Haupt verhüllen, weil sie nicht das Ebenbild Gottes ist.
Denn der von der Kirche stets so eifrig als der kraftvoll Große gefeierte Asket, der Bezwinger des 'Tiers in uns', des 'niederen Triebs', ist in Wahrheit natürlich gar nicht willensstark, sondern das Gegenteil: ein kleiner bigotter Befehlsempfänger bloß, der nicht aus eigenem Antrieb keusch sein will, sondern nur, weil man es ihm eingetrichtert hat, von klein auf schon; ist gar nicht innerlich fest, geistig autark, sondern tief unselbständig und schwach, so schwach, daß er sich ganz in einen Wahn verrennen muß, um überhaupt bestehen zu können. Wie denn Nietzsche Fanatismus die einzige 'Willensstärke' nennt, zu der auch der Schwache gebracht werden kann.
Die Kirche hat den Menschen ein größeres Maß unverdienten Leids zugefügt als irgendeine andere Religion.
Da haben wir es also: Eine kirchliche Ordnung mit Priesterschaft, Theologie, Kultus, Sakrament; kurz, alles das, was Jesus von Nazareth bekämpft hatte...
Potente Offenbarungs-Religionen kennen -wenn man ihnen den Freiraum läßt- allzu häufig nur eine Maxime, den Umgang mit dem Andersdenkenden betreffend: Du wirst dran glauben - oder: Du wirst dran glauben! Eine
Maxime, die nicht nur zur Zeit der Kreuzzüge brutal umgesetzt wurde.
Ja, es muß ein eigentümliches Vergnügen sein, von Jahrhundert zu Jahrhundert im Blut der Menschheit zu schwimmen und Halleluja zu rufen!
Man sollte sich zur heiligsten Pflicht machen, dem Kinde nicht zu früh einen Begriff von Gott beibringen zu wollen. Die Forderung muß von innen heraus geschehen, und jede Frage, die man beantwortet, ehe sie
aufgeworfen ist, ist verwerflich. Das Kind hat vielleicht seine ganze Lebenszeit daran zu wenden, um jene irrigen Vorstellungen wieder zu verlieren.
Wenn man lange genug gelebt hat, erkennt man, daß es am Ende doch nicht auf den Himmel, sondern auf die Menschen ankommt.
Ja, die Hirten, die Ober-Hirten. 'Weide meine Lämmer!'.
Jeder vernünftige Verstand beginnt mit einem lebensbejahenden Atheismus.
Er befreit die Seele von Aberglauben, Schrecken, Duckmäusertum, gemeiner
Willfährigkeit und Heuchelei und schafft Raum für das Licht des Himmels.
Seit Konstantin wurden Heuchelei und Gewalt zum Kennzeichen der Kirchengeschichte, wurde der Massenmord zur Praxis einer Religion. Einen zu töten war strikt verboten, Tausende umzubringen ein gottgefälliges Werk. Das Ganze nennt man nicht Geisteskrankheit, das Ganze heißt Christentum.
Im christlichen Glauben hat die Vernunft nichts zu suchen
und die Naturwissenschaft nichts zu melden.
Was Moralisten übersehen: Die Menschheit verdankt ihre Existenz den sogenannten niedrigen Instinkten.
Ein männlicher Fötus wird nach 40 Tagen, ein weiblicher nach 80 Tagen ein Mensch. Mädchen entstehen durch
schadhaften Samen oder feuchte Winde.
Es ist leicht zu verstehen, warum das Christentum Jesu sich politisch und sozial nicht durchsetzen und durch Polizei und Kirche leicht unterdrückt werden konnte, während der Paulinismus die ganze westliche
zivilisierte Welt...überflutete.
Die Notwendigkeit, Christentum und Theologie gleichwohl aufs neue zu
kritisieren, ergibt sich aus der simplen Tatsache, daß sie fortbestehen.
Der Strahl der Vernunft muß erneut gegen die heutigen Repräsentanten der
Religion gerichtet werden, die vom universalen Trend zum Vergessen
profitieren.
Auch nach der Schulzeit gibt es kein Entrinnen vor den Bibelwerfern. In
der Bundeswehr wird man nun als Erwachsener vor die Alternative gestellt
Latrinen zu putzen oder den Gottesdienst zu besuchen. |
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Das Neue Testament ist keine Heilige Schrift, keine Historiographie, sondern Literatur, und zwar Tendenz- und Propagandaliteratur.
Wer sich über das Christentum nicht empört, kennt es nicht.
Zum Christentum wird man nicht geboren, man muß dazu nur krank genug sein.
Die beiden Testamente zusammengenommen gaben dem Rechthaber, dem Frömmler, dem Parteigänger, dem Wortklauber, dem Bürokraten, dem Zuchtmeister und dem Sadisten die Möglichkeit, ihren Willen mit dem
Schein einer Rechtfertigung zu versehen, und dies ist so bis auf den heutigen Tag geblieben.
Ist Weltfrieden ohne religiöse Abrüstung überhaupt möglich?
Die Kirche rollt durch die neue Zeit dahin wie ein rohes Ei. So etwas von Empfindlichkeit war überhaupt noch nicht da. Ein scharfes Wort, und ein ganzes Geheul bricht über unsereinen herein: Wir sind verletzt!
Wehe! Sakrileg! Unsere religiösen Empfindungen... Und die unseren-? Halten Sie es für richtig, wenn fortgesetzt eine breite Schicht des deutschen Volkes als "sittenlos", "lasterhaft", "heidnisch" hingestellt
und mit Vokabeln gebrandmarkt wird, die nur deshalb nicht treffen, weil sie einer vergangenen Zeit entlehnt sind? Nehmt ihr auf unsere Empfindungen Rücksicht? Ich zum Beispiel fühle mich verletzt, wenn ich einen katholischen Geistlichen vor Soldaten sehe, munter und frisch zum Mord hetzend, das Wort der Liebe in das Wort des Staates umfälschend - ich mag es nicht hören. Wer nimmt darauf Rücksicht?
Glauben und Wissen vertragen sich nicht wohl im selben Kopfe: sie sind darin wie Wolf und Schaf in einem Käfig; und zwar ist das Wissen der Wolf, der den Nachbar aufzufressen droht.
Es ist die Pflicht eines jeden Katholiken, Ketzer zu verfolgen.
Die Bibel - und zwar nicht nur das Alte, sondern auch das Neue Testament
- ist in zentralen Teilen ein gewalttätig-inhumanes Buch, als Grundlage
einer heute verantwortbaren Ethik ungeeignet.
Kein Wort im Evangelium ist in unseren Tagen mehr befolgt worden als das: Werdet wie die Kindlein.
So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn.
Wo Klerus herrscht, hat Kreuz kein Ende.
Angesichts schwerstleidender Menschen und Tiere darf man die Behauptung "Gott ist Liebe" als ebenso beleidigend empfinden wie das berüchtigte "Arbeit macht frei" über dem Eingang zu den Konzentrationslagern.
Wenn du eine Frau siehst, denke, es sei der Teufel! Sie ist eine Art Hölle!
Zur selben Stunde, in der Unser Herr Jesus Christ es zuließ, daß er für und den Kreuzestod erlitt, flohen die Verteidiger von den Mauern durch die Stadt, und die Unsrigen folgten ihnen und trieben sie vor sich her, sie tötend und niedermetzelnd, bis zum Tempel Salomos, wo es ein solches Blutbad gab, daß die Unsrigen bis zu den Knöcheln im Blut wateten...
Aber es gibt keinen Zweifel: Die blühenden Landschaften, wie der Kanzler sie verkündet hat, gehören zu den realen Utopien, nicht ins Reich der Träume. Dorthin jedoch muß man jene Vorstellungen verweisen, die Ströme von Ostdeutschen durch ihre blühenden Landschaften zum Pfarrbüro eilen sahen, um sich zum Taufunterricht anzumelden oder ihren einst von den Kommunisten erzwungenen Kirchenaustritt rückgängig zu machen.
Das Neue Testament ist ein Manifest der Unmenschlichkeit, ein großangelegter Massenbetrug; es verdummt die Menschen, statt sie über ihre objektiven Interessen aufzuklären.
Ich tat reinen Gewissens und gläubigen Herzens meine Pflicht.
Der Glaube ist wie die Liebe: er läßt sich nicht erzwingen.
Kindliche Wundermärchen über Wandeln auf dem Wasser und Wiederauferstehung eines Toten werden um so eher als Wunder geglaubt je weniger die eigene Bildung dazu befähigt, die tatsächlichen Wunder des
Mikrokosmos des Universums und der unendlich komplizierten Systeme des Lebens auch nur annähernd als solche wahrzunehmen.
Was hilft alle Aufklärung, alles Licht, wenn die Leute entweder keine Augen haben oder die, die sie haben, vorsätzlich verschließen.
Wir haben Soldaten nötig, gläubige Soldaten. Gläubige Soldaten sind die wertvollsten. Die setzen alles ein.
Wenn Gott so verklemmt wäre wie seine Beamten auf Zeit, hätte er den Orgasmus nicht erfunden.
Wenn ich aber suche, mir vorstellig zu machen, daß ich vor einem individuellen Wesen stände, zu dem ich sagte: "mein Schöpfer! ich bin einst nichts gewesen: du aber hast mich hervorgebracht, so daß ich jetzt
etwas und zwar ich bin;" - und dazu noch: "ich danke dir für diese Wohltat;" - und am Ende gar: "wenn ich nichts getaugt habe, so ist das MEINE Schuld;" - so muß ich gestehn, daß in Folge philosophischer und
Indischer Studien mein Kopf unfähig geworden ist, einen solchen Gedanken auszuhalten.
Ein Leichnam kann nicht wieder lebendig werden und aus dem Grabe steigen.
Wehe dem, der ein Kind in Furcht erzieht, und wenn es die Furcht vor Gott wäre! Denn er schändet unabsehbare Menschengeschlechter.
Nicht in einer Kirche zu sein, keiner Religion anzuhängen, gehört hier
zu den wenigen Errungenschaften aus vierzig DDR-Jahren, die sich ohne Nachteil verteidigen lassen.
Was hat Christus die Welt gelehrt?: Schießt einander tot; hütet den Reichen die Geldsäcke; unterdrückt die Armen, nehmt ihnen das Leben in meinem Namen, wenn sie zu mächtig werden.. Die Kirche soll Schätze
sammeln aus dem Leid ihrer Kinder, sie soll Kanonen und Granaten segnen, Zwingburg um Zwingburg errichten, Ämter erjagen, Politik treiben, im Verderben schwelgen und meine Passion wie eine Geißel schwingen.
Was wäre aus dem Christentum als Religion der Liebe geworden - wir wissen es nicht.
Es ist in institutionalisierter Form als die Religion des Schwertes und des Hasses alt geworden.
Niemals ist jemand weniger Priester gewesen als Jesus, niemals ein größerer Feind der Formen, welche die Religion unter dem Vorwande, sie zu beschützen, ersticken.
Wenn man sich auf der Welt umsieht, so muß man feststellen, daß jedes
bißchen Fortschritt im humanen Empfinden, jede Verbesserung der
Strafgesetze, jede Maßnahme zur Verminderung der Kriege, jeder Schritt
zur besseren Behandlung der farbigen Rassen oder jede Milderung der
Sklaverei und jeder moralische Fortschritt auf der Erde durchweg von den
organisierten Kirchen der Welt bekämpft wurde. Ich sage mit vollster
Überzeugung, daß die in ihren Kirchen organisierte christliche Religion
der Hauptfeind des moralischen Fortschrittes in der Welt war und ist.
Wir haben gerade Religion genug, um einander zu hassen, aber nicht genug, um einander zu lieben.
Die katholische Kirche hat 1500 Jahre lang die Juden als Schädlinge angesehen...Ich gehe zurück auf die Zeit, was man 1500 Jahre lang getan hat...und vielleicht erweise ich dem Christentum den größten Dienst.
Wenn die Welt erst ehrlich genug sein wird, um Kindern vor dem 15. Jahre
keinen Religionsunterricht zu erteilen, dann wird etwas von ihr zu hoffen sein.
Wenn man das Kreuz anbetet, an dem Christus gestorben ist, muß man auch
den Esel anbeten, auf dem er geritten ist.
Ein religiöser Mensch denkt nur an sich.
Gottgläubig war ich im Leben, und gottgläubig sterbe ich.
Die Religion der Liebe, die christliche, ist seit mehr als achtzehn Jahrhunderten gegen alle Andersdenkenden eine Religion des Hasses, der Verfolgung, der Unterdrückung gewesen. Keine Religion der Welt hat der Menschheit mehr Blut und Tränen gekostet als die christliche, keine hat mehr zu Verbrechen der scheußlichsten Art Veranlassung gegeben; und wenn es sich um Krieg und Massenmord handelt, sind die Priester aller christlichen Konfessionen noch heute bereit, ihren Segen zu geben, und hebt die Priesterschaft der einen Nation gegen die feindlich ihr gegenüberstehende Nation flehend die Hände um Vernichtung des Gegners zu einem und demselben Gott, dem Gott der Liebe, empor.
Fragt man sich doch überhaupt, warum der Herr nur seinen Jüngern erschien und nicht auch seinen Anklägern und Richtern, vor denen er den Glauben an seine Auferstehung ja viel wirksamer hätte begründen können.
Der religiöse Mensch liebt es, für sein Brauchtum zu kämpfen, aber er haßt es, nach dessen ursprünglichen Sinngehalt zu leben.
Als die christliche Nacht hereinbrach und die Menschheit auf Zehen zur Liebe schleichen mußte, da begann sie sich dessen zu schämen, wass sie tat.
Als Christus die Menschen lehrte, einander zu lieben, erregte er eine solche Empörung, daß die Menge schrie: 'Kreuzige ihn!' Von jeher sind die Christen eher der Masse gefolgt als dem Stifter ihrer Religion.
Und um die Menschen in harter Knechtschaft zu halten, verbietet ihnen der Priester den Vernunftgebrauch. Der Priester ist ehrgeizig, aber der Ehrgeiz beim Laien ist ihm verhaßt; denn dieser durchkreuzt seine Pläne.
Im Mittelalter sühnte eine Frau mitunter schon einmalige Onanie drei Jahre lang; drei Jahre keinen Geschlechtsverkehr etwa; oder drei Jahre bloß Wasser und Brot. Für einen Mord im Krieg aber, für Mord auf Befehl im Frieden, gab's nur vierzig Tage Buße!
Glaube nichts auf bloßes Hörensagen hin; glaube nicht an Überlieferungen, weil sie alt sind.
Fanatismus findet sich nur bei solchen, die einen inneren Zweifel zu übertonen versuchen.
Die positiven ganzheitlichen Erfahrungen vieler Naturreligionen hat das Christentum ausgemerzt. An die Stelle des Sanften, Lebensbewahrenden ist das Harte, Zerstörerische getreten. Die weißen Europäer, die als
Konquistadoren, als Eroberer mit dem Schwert ihren Glauben verbreiteten, haben den Völkern Amerikas und Afrikas nicht nur die Lebensgrundlagen geraubt, sondern mit der Zerstörung der Religionen auch die kulturelle Identität. Und sie haben überall hin ihre unchristliche Philosophie mitgebracht: Besitz- und Profitsucht.
Ich verurteile das Christentum, ich erhebe gegen die christliche Kirche die furchtbarste aller Anklagen, die je in Ankläger in den Mund genommen hat. Sie ist mir die höchste aller denkbaren Korruptionen...sie hat aus jedem Wert einen Unwert, aus jeder Wahrheit eine Lüge, aus jeder Rechtschaffenheit eine Seelen-Niedertracht gemacht... Ich heiße das Christentum den einen großen Fluch, die eine große innerlichste
Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist - ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit.
Nein, nichts ist deutlicher, als daß Jesus gar nicht daran gedacht hat, eine Kirche zu gründen.
Religion ist das als eine Lebensnotwendigkeit tief empfundene Gefühl der Abhängigkeit.
Alles, was im Christentum Wahres ist, findet sich auch im Brahmanisnus und Buddhaismus.
Wer mit dem Weibe aber verkehrt, der ist der Befleckung seines Geistes so ausgesetzt wie jener, der durchs Feuer geht, der Versengung seiner Sohlen.
Ich habe gesehen, wie ein kleiner Junge, sechs oder sieben Jahre alt, dreimal mit der Reitpeitsche über seinen nackten bloßen Kopf geschlagen wurde, ehe ich dazwischentreten konnte, weil er mir ein Glas Wasser gereicht hatte, das nicht ganz sauber war. Und solche Handlungen werden von Leuten ausgeführt und verteidigt, die vorgeben, ihren Nächsten wie sich selbst zu lieben, welche an Gott glauben und welche beten, daß sein Wille auf Erden geschehe!
Alle in theologischen Werken üblichen Verherrlichungen des Christentums, daß es im Mittelalter wenigstens die Sklaverei abgeschafft habe, beruhen auf krasser Unwissenheit oder verlogender Apologetik. Ungefähr das Gegenteil ist wahr...Wo sie in Europa aufhörte, sind politische und ökonomische Verhältnisse die Ursache; niemals aber ein Verbot der Kirche. Ja, die Sklaverei nimmt in Südeuropa gegen Ende des Mittelalters einen Aufschwung, und die Kirche ist nicht bloß am Sklavenbesitz beteiligt, sondern verhängt auch geradezu Versklavung als Strafe in den verschiedensten Fällen.
Gott hat es zugelassen, daß das Vergeltungsschwert gegen England in unsere Hände gelegt wurde. Wir sind die Vollzieher seines gerechten göttlichen Willens.
Was Sie da sagen, grenzt an Gotteslästerung. Zu fliegen ist das Vorrecht der Engel!
Auf Dauer Himmel ist die Hölle.
Es ist erstaunlich, wie daß zwei Pfaffen einander ansehen können ohne zu grinsen.
Gott ist nur eine Arbeitshypothese. Es zeigt sich, daß alles auch ohne
Gott geht und zwar ebenso gut wie vorher.
In früheren Jahrhunderten war die Religion ein Wald, hinter welchem Heere halten und sich decken konnten. Aber nach so vielen Fällungen ist sie nur noch ein Buschwerk, hinter welchem gelegentlich Gauner sich
verstecken.
Glaubt nicht, daß ich fasele, daß ich dichte;
Die unumschränkte Freiheit des Denkens und die öffentliche Bekanntmachung der Gedanken eines Menschen gehören nicht zu den Rechten der Bürger.
Ich will zugeben, daß eine einzige Vorhersage Jesu Christi unbestreitbar eingetroffen ist: Ich komme nicht Frieden zu bringen auf Erden, sondern das Schwert.
Gott ist der einzige Herr der Welt, der weniger zu sagen hat als seine Diener.
[...XXX...]
Ich frage mich vieles, vor allem das eine: Wie ist es möglich, daß 800 Millionen Christen diese Welt so wenig zu verändern vermögen, eine Welt des Terrors, der Unterdrückung, der Angst.
Das Volk hat lange graue Ohren, und seine Treiber nennen sich Rabbiner, Pfarrer und Pastoren.
Das Christentum ist heute ein Leichnam, der nur noch dank der künstlichen Sauerstoffzufuhr seitens interessierter Politiker, Theologen und Kirchenfunktionäre den Anschein von Lebendigkeit zu erwecken vermag.
Der donnernde Gott, der zürnende Gott, der rächende Gott.
Was für ein Choleriker.
Alles wohl erwogen glaube ich nicht, daß religiöser Glaube eine Kraft zum Guten gewesen ist.
Christentum, Religion überhaupt ist ihm nicht bloß ein Greuel, es ist ihm ein Ekel.
Die Geschichte des guten Jesus hab ich nun so satt, daß ich sie von keinem, außer von ihm selbst, hören möchte.
Und ich weiß, daß heute die wirkliche Religiosität erst durch die materialistischen Physiker und die atheistischen Kritiker möglich geworden ist, die für uns die unumgängliche einleitende Operation vollzogen haben, uns gänzlich von der Unwissenheit und dem Wust von Aberglauben zu befreien, der uns, als wir hilflose Kinder waren, in die Kehlen gestopft wurde.
Die Kirche ist ein Ort, wo Menschen vom Himmel Wunderdinge erzählen, die niemals dort waren, und dies Menschen gegenüber, die nie dort eintreffen werden.
Weil der glückliche Mensch gewöhnlich keine Religion braucht, können Religionen gewöhnlich keine glücklichen Menschen gebrauchen.
Man kompromittiert sich weniger, wenn man von der Kanzel gegen unkeusche Bademode und gegen die Bordelle loszieht als gegen faschistische Diktatur und Konzentrationslager.
Wer zu laut und zu oft seinen eigenen Namen kräht, erweckt den Verdacht, auf einem Misthaufen zu stehen.
Es gibt den Menschen guten Willens zu denken, daß eine Organisation, die damit prahlt, die wahre Hochreligion und das Gebot der Nächstenliebe zu vertreten, aus ideologischen wie wirtschaftlichen Gründen so viele Kulturen niedermachte.
Der Christ braucht Strafe, der Klerus liebt die Strafe, vom Beichtvater bis zum Himmelsvater straft alles.
Und da sagt Jean Paul: Freude am Strafen hat nur der Teufel.
Übrigens stellen die Priester uns nur darum als Stellvertreter Gottes hin, um sich selbst als Werkzeuge und Dolmetscher der Gottheit auszugeben.
Wer irgendeine Art von Religion zur Stütze seiner Sittlichkeit bedarf, dessen Moralität ist nicht rein, denn diese muss ihrer Natur nach in sich selbst bestehen.
1210 hatte de Montfort die Burg Bram erobert, tötete aber die Gefangenen nicht.
Tote sind schlechte Nachrichtenüberbringer. Er befahl seinen Soldaten, ihnen die Nasen abzuschneiden und die Augen auszureißen. Ein Mann durfte ein Auge behalten, um die anderen zu führen. Jeder legte seinem Vordermann eine Hand auf die Schulter, und wie ein riesiges, blutiges, heulendes Insekt quälten sie sich nach Cabaret, um das Lager dort die Furcht Gottes zu lehren.
Niemand ist weiter von der wahren Religion entfernt, als wer sich selbst für sehr religiös hält.
Die persönlichen Lehren Christi: Demut, Feindesliebe, Unweltlichkeit werden nirgends befolgt.
Vielmehr ist es im gesamten Abendlande Sitte, sich mit seinem Nächsten nicht zu befassen, gegen Feinde vorzugehen, das Leben auf die Sorge für den kommenden Tag zu stellen, den, der einem auf den rechten Backen schlägt, niederzuschießen und die geistig Armen als minderwertig anzusehen.
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