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Neben den Seiten zum Thema Atheismus findet sich hier unter anderem auch Chroniken über die kuriosesten Namen, dämlichsten Verbrecher und seltsamsten Gesetze. Ein Besuch lohnt immer.
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Zitate und Aphorismen über Religion, Kirche und Moral, Teil 5
Die Atheisten, die Wotan und Zeus leugnen - wieso sind sie anders zu beurteilen als die Atheisten, die Jahwe leugnen?
(Gregor Brand)
Eine Frömmigkeit, die nur dann, verstaubt und verrostet, aus der Schublade geholt wird, wenn und weil der Träger im Dreck sitzt, ist keine. Sage mir, zu wem du betest, wenn es dir gut geht, und ich will dir sagen, wie fromm du bist. Not lehrt beten; aber das echte Gebet ist das nicht.
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)
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Literatur-Tipp:
M.S. Salomon - Stollbergs Inferno
Der Atheist und Religionskritiker Jan Stollberg stirbt und findet sich zu seiner maßlosen Überraschung in der katholischen Vorhölle wieder, wo er zusammen mit anderen kritischen Geistern von geläuterten NS-Schergen bewacht und gequält wird. Der unmittelbar bevorstehende Abtransport Ludwig Feuerbachs zur "Himmlischen Rampe" wird für eine Gruppe Gepeinigter zum Anlaß, die höllischen Zustände nicht länger widerstandslos zu akzeptieren - sie planen den Sturz und den Tod Gottes...
Urteil: Teuflisch gut
>>> Das interessiert mich
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GOTT muss tot sein, schliesslich kann er sich in 2000 Jahren Christentum nur zu Tode geärgert haben.
(Erhard Blanck)
Aus der Sicht eines Bandwurms wurde der Mensch von Gott erschaffen, um den Hunger der Bandwürmer zu stillen.
(Edward Abbey, amerikan. Schriftsteller u. Humorist, 1927-1989)
Kein einziger deutscher Bischof aber war als Häftling in einem Hitler-KZ. Bischof Berning hat sogar einige KZs besucht, hat die Lagereinrichtungen, die Wachen gelobt, die Häftlinge zu Gehorsam und Treue gegen Volk und Führer ermahnt und seine Predigt mit einem dreifachen 'Sieg Heil' beschlossen.
(Karlheinz Deschner, Der Anti-Katechismus)
Wie viele atheistische Babys hat man schon aus Versehen - oder gar mit Absicht! - getauft?
(Gregor Brand)
Erzbischof: ein christlicher Kirchenmann, der im Rang höher steht als Christus.
(Henry Louis Mencken, amerikan. Journalist und Literaturkritiker, 1880-1956)
Gott braucht weder Weihrauch noch Myrrhen, weder Kerzen noch Gebet, Gesang und Musik,
weder Messen noch Predigten noch Tempel, und daher bleibt das Wort Gottesdienst ein dummes Wort.
(Karl Julius Weber, Demokritos)
Der Arzt sieht den Menschen in seiner ganzen Schwäche, der Advokat in seiner ganzen Schlechtigkeit und der Priester in seiner ganzen Dummheit.
(Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, Psychologische Bemerkungen)
Es ist ein Irrtum, die Zivilisation eines Volkes der Einwirkung der Religion zuschreiben zu wollen, und eine Torheit, wenn die Regierungen eine Religion in Schutz zu nehmen suchen. Paßt dieselbe für das Volk, so wird sie keinen Schutz brauchen, paßt sie nicht dafür, so wird sie nichts Gutes wirken.
(Henry Thomas Buckle, Kulturhistoriker, 1821-1862, Geschichte der Zivilisation 5)
Die gewöhnlichen Menschen trachten, so scheint es mir wenigstens, nach nichts weniger als nach einem der heiligen Schrift entsprechenden Leben. Vielmehr sehen wir, daß sie fast alle ihre Hirngespinste für Gottes Wort ausgeben und nur darauf bedacht sind, unter dem Deckmantel der Religion andere Leute zu zwingen, daß sie denken wie sie selbst.
(Spinoza, Theologisches Traktat)
Das Volk beurteilt die Macht Gottes nach der Macht seiner Priester.
(Napoleon I., Maximen und Gedanken)
Wir benehmen uns aus Gründen des Geschmacks in den Kirchen anständig - man kann nicht sagen, daß sich die Katholiken in den Bezirken des Geistes ebenso anständig benehmen.
(Kurt Tucholsky)
Ich mißtraue Menschen, die immer wissen, was Gott von ihen erwartet, weil sich Gottes Erwartung immer mit ihren eigenen Wünschen deckt.
(Susan Brownell Anthony, amerikan. Pionierin der Frauenbewegung, 1820-1906)
Gott ist ein Wort, welches Menschen benutzen, wenn sie zu Müde zum Denken sind.
(Edward Abbey, amerikan. Schriftsteller u. Humorist, 1927-1989)
Glauben heisst nicht wissen. Aber Religion heisst nichts wissen wollen.
(Erhard Blanck)
Was ist der Unterschied zwischen dem 'Lone Ranger' und Gott? - Den 'Lone Ranger' gibt es tatsächlich.
(Edward Abbey, amerikan. Schriftsteller u. Humorist, 1927-1989)
Frauen schulden keiner einzigen Religion Dank für auch nur einen Impuls der Freiheit.
(Susan Brownell Anthony, amerikanische Pionierin der Frauenbewegung, 1820-1906)
Wenn das kein Wunder ist: ein toter Gott, ein totes Christentum, eine tote Kirche - und Generationen von Pfaffen, die fort und fort davon leben!
(Karlheinz Deschner, dt. Schriftsteller u. Historiker)
Man fragte einmal jemanden, ob es wahre Atheisten gäbe. Glauben Sie, erwiderte er, daß es wahre Christen gibt?
(Denis Diderot, frz. Schriftsteller u. Philosoph, 1713-1784)
Es ist meine ehrliche und aufrichtige Meinung, daß das Christentum unendliches Elend über die Welt gebracht hat! Das Gute, welches es erzeugte, wäre auf anderen Wegen gewiß weit herrlicher erreicht worden, und dann steht es mit dem Bösen, dessen Ursache es war, in gar keinem Verhältnis...
(Otto von Corvin, 1812- , 'Der Pfaffenspiegel')
Einen Gott, der die Objekte seines Schaffens belohnt und bestraft, der überhaupt einen Willen hat nach Art desjenigen, den wir an uns selbst erleben, kann ich mir nicht einbilden. Auch ein Individuum, das seinen körperlichen Tod überdauert, mag und kann ich mir nicht denken (...).
(Albert Einstein, Mein Weltbild)
Jede Religion ist gut, die beste aber - die dümmste.
(Papst Alexander VI.)
Mit Fanatikern zu diskutieren heißt, mit einer gegnerischen Mannschaft Tauziehen spielen, die ihr Seilende um einen dicken Baum geschlungen hat.
(Hans Kasper, dt. Hörspielautor)
Such nach dem Tapferen im Gefängnis und den Dummen bei der Geistlichkeit
(Russisches Sprichwort)
Gott ist die gewinnendste Maske des Teufels.
(Ernst Wilhelm Eschmann, dt. Schriftst., 1904-1987)
Wenn die Vögel sich Götter erfinden, wie sie es höchstwahrscheinlich tun, sehen diese Götter sicher aus wie sie selbst.
(Michel Eyquem de Montaigne, Die Essais)
Das Christentum lehrt - seit Jesus -, alles zu hassen was nicht Gott dient.
(Karlheinz Deschner, dt. Autor u. Historiker, 1924-)
Wir dürfen auch nicht übersehen, daß wahrscheinlich die stetige Einschärfung eines Glaubens an Gott in dem Geist der Kinder eine starke und vielleicht sogar vererbte(?) Wirkung auf ihr noch unentwickeltes Gehirn hervorbringt, so daß es für sie schwierig wird, ihren Glauben abzulegen, ähnlich wie für den Affen seine instinktive Angst vor Schlangen.
(Charles Darwin)
Des großen Alexander Reich zerfiel; das der alten Römer und das Napoleons ging in Trümmer; sie waren gebaut auf die Gewalt der Waffen. Aber das Reich von Neu-Rom besteht schon fast anderthalbtausend Jahre und wird wer weiß wie lange bestehen, denn es ruht auf dem solidesten Fundament - auf der Dummheit der Menschen.
(Otto von Corvin, 1812- , 'Der Pfaffenspiegel')
Die Menschen stellen sich sowohl die Gestalt als auch die Lebensweise der Götter ähnlich ihrer eigenen vor.
(Aristoteles, Politik)
Solange jeder Narr, jeder Theolog, jeder Betbruder und jeder Feuilletonist sich erlauben darf, das Wort Gott so zu verstehen und anzuwenden, wie es ihm gerade genehm ist, wird jede Diskussion über religiöse Fragen unfruchtbar bleiben.
(Arthur Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken)
Geht man allen Religionen auf den Grund, so beruhen sie auf einem mehr oder minder widersinnigen System von Fabeln. Es ist unmöglich, dass ein Mensch von gesundem Verstand, der diese Dinge kritisch untersucht, nicht ihre Verkehrtheit erkennt.
(Friedrich der Große, Politisches Testament)
Meines Wissens verbietet keine freireligiöse oder atheistische Gemeinschaft ihren Mitgliedern das Lesen katholischer oder protestantischer Schriften. Warum aber die Verbote der katholischen Kirche? Warum der Index? Warum der Antimodernisteneid? Warum die kirchliche Druckerlaubnis? Sind die Gläubigen und Theologen geistig weniger autark als die Anhänger ihrer Feinde? Nein, die Geschichte, die Logik und das Ethos richten sich eindeutig gegen die Lehre und Praxis der Kirche, weshalb sie die Aufklärung scheuen und die Lektüre kritischer Werke verbieten muß, während ihre Gegner es sich sogar leisten können, zum Studium des kirchlichen Schrifttums aufzufordern.
(Karlheinz Deschner, dt. Autor u. Historiker, 1924-)
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