| Die Unmoralische |
I can not see the light you're seeing, I have my own thoughts to believe in, I will not heed the words you're hearing, I will not be accused, my liberty abused You choose the cross that you are bearing. (Nazareth, I will not be led) |
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Atheistische Zitate 4
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Zitate und Aphorismen über Religion, Kirche und Moral, Teil 4
Ich war aber in dieser Zeit allmählich dahin gekommen, einzusehen, daß dem alten Testament - mit seiner offensichtlich falschen Weltgeschichte, mit seinem babylonischen Turm, mit dem Regenbogen als Zeichen usw. und seiner Art, Gott Gefühle eines rachedurstigen Tyrannen zuzuschreiben - nicht mehr Glauben zu schenken sei als den heiligen Schriften der Hindus oder dem Glauben irgendeines Wilden.
Die Bibel berichtet mehr als hundertmal von durch Gott befohlenem Mord und Völkermord sowie von 600 weiteren Morden und Massenmorden und rund 1000 Zorn- u. Strafaktionen eines blindwütigen Gottes.
Wird man es für möglich halten, daß es bei den Papisten Gerichtshöfe gegeben hat, die so schwachsinnig, niederträchtig und barbarisch waren, arme Bürger zum Tode zu verurteilen, die kein anderes Verbrechen begangen hatten, als in der Fastenzeit Pferdefleisch gegessen zu haben? Dieses Vorkommnis ist nur zu wahr: ich halte ein solches Urteil in Händen...
Lass den Teufel in die Kirche, und schon steigt er auf die Kanzel.
Wer an einen Glauben glaubt,
Wenn die Vernunft ein Geschenk des Himmels ist und wenn man vom Glauben das gleiche sagen kann, so hat uns der Himmel zwei unvereinbare, einander widersprechende Geschenke gemacht.
Was ein Mensch glaubt LiteraturtippMarie von Ebner-Eschenbach - Aphorismen Sämtliche Aphorismen aus der Hand der bekannten österreichischen Schriftstellerin [Buch bei AMAZON bestellen]
Religionen sind Fertighäuser für arme Seelen.
Ein jeder kann bei mir glauben, was er will, wenn er nur ehrlich ist. Was die Gesangsbücher angeht, so steht einem jeden frei zu singen: 'Nun ruhen alle Wälder' oder dergleichen dummes oder törichtes Zeug mehr. Aber die Priester müssen die Toleranz nicht vergessen, denn ihnen wird keine Verfolgung gestattet werden.
Was kümmert die Kirche die Tyrannei mißratener Könige, sofern sie an deren Macht teilhat!
Glauben heißt: Dinge für wahr halten, für die es keine Parallele und keinen Beweis gibt und die jemand verkündet, der über kein Wissen verfügt. LiteraturtippAmbrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch. Gesellschaftskritisches Wörterbuch eines Zynikers. Ledereinband, 551 Seiten. [Buch bei AMAZON bestellen]
Viele, vielleicht die meisten Menschen scheuen sich, gröbsten Betrug gerade auf dem für sie »heiligsten« Gebiet anzunehmen. Gleichwohl wurde nie gewissenloser, nie häufiger gelogen und betrogen als im Bereich der
Religion.
Religion: Versicherung im Diesseits gegen Feuer im Jenseits.
Der gemeine Mann betrachtet die Religion als richtig, der Weise als falsch und der Politiker als nützlich.
Es gibt keine Menschen, die sich besser verstehen als Priester und Soldaten.
Der Klerus schützt das keimende Leben. Wenn Hunderttausende junger Menschen zu Dreck und Brei zerfetzt
werden, tritt der Klerus nicht dagegen auf ... Aber Fahnen und Kanonen segnen.
Sowenig man die Liebe den Prostituierten anvertrauen darf, sowenig die Religion den Pfaffen.
Vor dem Sieg des Christentums verlangt man, daß der Staat keinen zu einer bestimmten Gottesverehrung zwingen darf, dann aber verlangt man im dem gleichen Ton, daß er alle zur eigenen Gottesverehrung der Christen zwingen muß, und zwar mit Anwendung aller Gewalt.
Ging ein Hund tausend Stund zur Kirche, er wär doch ein Hund.
Je geringer der geistliche Einfluß der Kirchen wird, desto hartnäckiger suchen sie ihre politischen un sozialen Positionen auszubauen. Je weniger Gläubige es gibt, desto herrschsüchtiger verlangen Staat und Gesellschaft den Lippendienst der Bürger.
Wann bist du eigentlich lieb, lieber Gott?
Wenn Heiligkeit genügen würde, um die Welt zu erlösen, dann wäre
die Welt offenbar schon längst erlöst worden.
Ebenso wie der ein schlechter Soldat ist, dessen einziges Ziel darin besteht,
der Gefangennahme zu entkommen, ist jener ein schlechter Christ, dessen einziges Ziel ist, der Hölle zu entgehen.
Mit dem Ende des 'Dritten Reiches' schlägt die Stunde der Reinwäscher. ... Die Weißwäscherei gelingt meist so vollkommen, daß sich braune Uniformen zu weißen Westen verwandeln.
Allein an einem Morgen ermordeten die Ustascha in der orthodoxen Kirche des Dorfes Glina mehr als 700 Serben auf brutale Weise. Die Mordtaten wurden nicht nur von den örtlichen römisch-katholischen Priestern unterstützt, sondern von zahlreichen Priestern und Mönchen begannen, die an der Spitze von Mordkommandos standen.
Ein einziger der in der Ustascha tätig gewesenen Angehörigen des katholischen Klerus wurde zur Verantwortung gezogen, keiner vom Vatikan seines Priesteramtes entkleidet, keiner exkommuniziert.
Nur zu oft sind die Götter bloße Drahtpuppen ihrer Priester.
Wo Gott eine Kapelle hat, baut der Teufel eine Kirche daneben.
Fragt man sich doch überhaupt, warum der Herr nur seinen Jüngern erschien und nicht auch seinen Anklägern und Richtern, vor denen er den Glauben an seine Auferstehung ja viel wirksamer hätte begründen können.
Du bist! du bist! sagt Lavater. Du bist!!
Die Grausamkeit gehört zu den ältesten Festfreuden der Menschheit. Folglich denkt man sich auch die Götter erquickt und festlich gestimmt, wenn man ihnen den Anblick von Grausamkeit anbietet. Und so schleicht sich die Vorstellung in die Welt, daß freiwillige Leiden, die selbsterwählte Marter einen guten Sinn und Wert haben.
Wir sollen glauben, weil unsere Urväter geglaubt haben. Aber diese unsere Ahnen waren weit unwissender als wir, sie haben an Dinge geglaubt, die wir heute unmöglich annehmen können. Die Möglichkeit regt sich, daß auch die religiösen Lehren von solcher Art sein könnten.
Die Christen werden mit Volksmärchen aus Arabien, Chaldäa, Assyrien, Ägypten, Babylon, Persien, Kanaan aufgezogen.
Man raubt, stiehlt, lügt, plündert. Wie aber nennt man's? Kolonisieren, zivilisieren, Kultur verbreiten. Man mordet, meuchelt, massakriert. Die 'logificatio post festum' aber nennt es: Seelsorge, Christentum, Dienst am Ideal. So sind denn die Ideale nur Masken der Bestie Mensch. Wehe jedem, der dieses Spiel ernst nimmt. Wehe jedem, der daran glaubt.
Das ist der Grundgedanke: daß wir alle schlecht wären, hielten wir uns nicht an die christliche Religion. Mir scheint es, daß der größte Teil der Menschen, die sich daran gehalten hatte, außerordentlich schlecht war. Es ergibt die seltsame Tatsache, daß die Grausamkeit um so größer und die allgemeine Lage um so schlimmer waren, je stärker die Religion in ihrer vollen einer Zeit und je fester der dogmatische Glaube war.
Niemand ist weiter von der Wahrheit entfernt als der, der alle Antworten weiß.
Moralisten sind Leute, die sich jedes Vergnügen versagen, außer jenem, sich in das Vergnügen anderer Leute einzumischen.
Man fragte einmal jemanden, ob es wahre Atheisten gäbe. Glauben Sie, erwiderte er, daß es wahre Christen gibt?
Gott ist nur ein erdachtes Wort, die Welt uns zu erklären.
Nec tempora perde precando! - Verliere keine Zeit durch Beten!
Jesus ist das Gegenstück eines Genies : Er ist ein Idiot.
Erst schielt dies christlich frömmelnde Geschmeiß
Ein anderer verderblicher Brauch, der mein Kindergemüt in Aufruhr versetzte, war das beständige Beten zum arabischen Gott Jehovah. Ich kniete nieder, um zu beten, ebenso, wie die christlichen Knaben es taten, aber meine innere Stimme verbot mir, ein Kriecher zu sein, und jetzt bin ich glücklich, daß ich mein Gewissen nicht an eine despotische Gottheit versklavt habe.
Ich bin sicher, käme Jesus heute, würde er von der Kirche nicht erkannt, sondern wahrscheinlich verfolgt und wieder zu Tode gemartert werden.
Pfaffen haben zwei Hände: eine zum nehmen und eine zum festhalten.
Man kann auch zum Kopf einer Sardine beten, wenn man fest daran glaubt.
Mancher hat das Evangelium im Munde und den Teufel im Herzen.
Heirate und du bist wohlauf für eine Woche! Schlachte ein Schwein und du bist wohlauf für einen Monat! Werde Priester und du bist versorgt fürs ganze Leben.
Nehmt euch vor einem Ochsen vorn, vor einem Esel hinten und vor einem Mönch von allen Seiten in acht!
Die Hölle ist nicht so heiß, wie sie der Pfaffe macht.
Gott schickt uns das Fleisch, aber der Teufel die Köche.
Besser mit Klugen in die Hölle als mit Narren ins Paradies.
Wer sich an die Kirche lehnt, dem fällt leicht ein Götze auf den Kopf.
Keine Religion hat der, der keine Humanität hat.
Die erste Kirche hatte hölzerne Kelche und goldene Priester; die neue Kirche hat hölzerne Priester und goldene Kelche.
Der Standpunkt, Glockengeläute sei eine heilige Sache, ist sicher überholt. Schließlich darf heute auch nicht jeder Atheist aus Freude an der Nichtexistenz Gottes drei Böllerschüsse abgeben.
Jedes Ding hat zwei Seiten, Fanatiker sehen nur die eine.
Du weißt es, die Religionen sind wie die Leuchtwürmer: Um zu leuchten, bedürfen sie der Dunkelheit.
Es ist selten, daß ein Mensch weiß, was er eigentlich glaubt.
Missionare in der Heimat kommen mir immer wie Seeräuber auf Urlaub vor.
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß selbst Raubtiere dem Menschen nicht so feindlich gesinnt sind wie die Christen gegeneinander.
Das Beste was das Christentum hervorgebracht hat sind seine Ketzer.
Einziger Grund, warum ich kein Kommunist bin: die Kommunisten. Der Grund, warum ich kein Christ bin: das Christentum.
Ohne Kirche - keine Hölle.
Wenn die Bibel vielen heutigen Menschen suspekt geworden ist, so doch nicht zuletzt, weil die Seelenhirten sie schonungslos gequetscht und geschüttelt haben, um für jeden privaten Bedarf ein Pflästerchen und ein Trostbonbon, um für jeden noch so politischen Bedarf die passende Auslegung zu finden.
Wenn ein spanischer Bischof politische Hinrichtungen segnet, ist er kein Bischof mehr und kein Christ, ja nicht einmal ein Mensch; dann ist er ein Hund, genau so gut wie jeder, der von der hohen Warte einer Ideologie aus die Hinrichtung befiehlt, ohne die Arbeit selbst zu verrichten.
Die größten Gaukler der Weltgeschichte.
Das Christentum ist die Religion der Sklaven; der Priester ist der Sklavenhalter, und die Sklaven sind die armen Sünder, die niederknieen und zu einem Gott beten, der auf ihre Gebete nicht hören wird.
Die Religiosität führt sich biologisch auf die langanhaltende Hilflosigkeit und Hilfsbedürftigkeit des kleinen Menschenkindes zurück, welches, wenn es später seine wirkliche Verlassenheit und Schwäche gegen die großen Mächte des Lebens erkannt hat, seine Lage ähnlich wie in der Kindheit empfindet und deren Trostlosigkeit durch die regressive Erneuerung der infantilen Schutzmächte zu verleugnen versucht.
Die Offenbarung Gottes in der Bibel folgt nicht einmal aus christlichen Begriffen. Wenn er sich offenbaren wollte, so hätte er vermöge seiner Liebe, die es ihm nicht erlaube, die Menschen irre zu führen, und vermöge seiner Allmacht, die es ihm möglich machte, ein Buch liefern zu müssen, welches über alle Mißdeutung erhaben war und von jedem erfaßt werden konnte.
Gott müßte die Frömmigkeit so zuwider sein
wie einem ehrenhaften Menschen die Schmeichelei.
Wenn die Menschen von Gott reden, so kommen sie mir vor wie Lichtenbergs Kahlenberger Bauern, die, wenn ein Messer fehlt, dafür ein Stück Holz in die Scheide stecken, damit diese nicht leer sei.
Bibel : Das heilige Buch unserer Religion, im Unterschied zu den falschen und profanen Schriften, auf denen alle anderen Glaubenslehren beruhen.
Sie glaubt an Gott, aber sie glaubt auch, daß das Radio wegen den winzigen Leuten dadrin funktioniert.
Es ist höchste Zeit, sich wieder zum Atheismus zu bekennen.
Die beste aller möglichen Welten ist eine Welt ohne Religion.
Endlich kommt noch hinzu, daß der Gott, welcher Nachsicht und Vergebung jeder Schuld, bis zur Feindesliebe, vorschreibt, keine übt, sondern vielmehr ins Gegenteil verfällt ... bis auf jene wenigen Ausnahmen, welche
durch die Gnadenwahl, man weiß nicht warum, gerettet werden. Diese aber beiseite gesetzt, kommt heraus, als hätte der liebe Gott die Welt geschaffen, damit der Teufel sie holen solle; wonach er denn viel besser
getan haben würde es zu unterlassen.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.
Wenn ein Christ wirklich kritisch ist, ist er kein Christ mehr. Er müßte ja alles über Bord werfen, was er glaubt, was ihm vorgeschrieben wird zu glauben.
Glauben heißt auf etwas zu vertrauen, von dem du weißt, dass es nicht existiert.
Die guten Christen sind am gefährlichsten - man verwechselt sie mit dem Christentum.
Der Glaube, Jesus und seine Sache könnten nicht tot sein, ließ tief in ihnen das Bild eines Jesus entstehen, der wieder bei ihnen war, beziehungsweise schlug um in die Gewißheit, daß er lebe, und diese
Gewißheit brach sich Bahn in psychogenen Visionen, in denen sie das Ersehnte und Erträumte dann auch sahen.
Christentum bedeutet heute zum großen Teil Paulus.
Ist es nicht seltsam, dass die Menschen so gern für ihre Religion fechten und so ungern nach ihren Vorschriften leben?
Das Neue Testament ist das Produkt neurotischer Spießer. Die menschliche Sexualität gilt nicht als Quelle von Lust, sondern als Quelle von Angst, nicht als Medium der Liebe, sondern als Medium der Sünde. Alles
Naturhafte und Körperliche wird - teils offen, teils versteckt - geächtet.
Die Christen lieben ihre Nächsten nicht. Und sie lieben sie nicht, weil sie an den anderen nie wirklich geglaubt haben. Die Geschichte lehrt uns, daß sie ihn, wo sie ihm begegnet sind, bekehrt oder vernichtet haben.
Das Christentum unterscheidet sich von anderen Religionen durch seine größere Bereitschaft zu Verfolgungen.
Daß Glaube etwas ganz anderes sei als Aberglaube, ist unter allem Aberglauben der größte.
Religion ist für die meisten etwas, woran man glaubt, weil man glaubt, daß der andere daran glaubt.
Ich kann auch wirklich nicht einsehen, wie jemand wünschen kann, daß das Christentum wahr wäre, denn wäre es das, so würde die klare Sprache des Textes erweisen, daß Menschen die nicht Glauben, auf ewig bestraft
würden, und das würde meinen Vater, meinen Bruder und beinahe alle meine besten Freunde einschließen. - Dies ist eine verdammungswürdige Doktrin.
Der Jesus von Nazareth, der als Messias auftrat, die Sittlichkeit des Gottesreiches verkündete, das Himmelreich auf Erden gründete und starb, um seinem Werke die Weihe zu geben, hat nie existiert. Es ist eine Gestalt, die vom Rationalismus entworfen, vom Liberalismus belebt und von der modernen Theologie in ein geschichtliches Gewand gekleidet wurde.
Statt sich beim Humoristen über seine Gottlosigkeit sollten sich manche lieber bei Gott über ihre Humorlosigkeit beklagen.
Wenn die Vertreter der Kirche Christen sind, dann bin ich kein Christ; und umgekehrt.
Religion ist Gottes Werk, vom Teufel perfektioniert.
Die Religion ist eine Art geistiger Fusel, in dem die Sklaven des Kapitals ihre
Menschenwürde und ihren Anspruch auf eine halbwegs menschenwürdige Existenz ersäufen.
Den baren Unsinn zu glauben, ist ein Privileg des Menschen.
Es ist für mich ebenso leicht, zu glauben, daß das Weltall sich selber geschaffen hat, als daß ein Schöpfer des Weltalls sich selber schuf, nein vielleicht sogar leichter, denn das Weltall existiert in sichtbarer Form und schafft sich selbst im Fortschreiten ständig neu, während ein Schöpfer dieses Weltalls eine Hypothese ist.
Nach der kirchlichen Morallehre wäre es nur konsequent, wenn der Papst das Zölibat für alle Menschen fordert.
Es kommt fast für jeden Menschen der Augenblick, wo die überkommene und angelernte Religion von ihm abfällt wie der Mörtel von der Wand. Erziehung, Haus und Familie, religiöses Milieu, alles kann nichts helfen, denn es muß so kommen, damit der Mensch er selbst wird.
Der Schein einer Religion überhebt sie der Mühe, wirklich eine zu besitzen.
Wenn man mir sagt, es gebe Dinge, die über unsere Vernunft hinausgehen, so kann mich das nicht veranlassen, Unsinn zu glauben. Zweifellos gibt es Dinge, die über unsere Vernunft gehen; aber ich verwerfe kühn alles, was ihr widerstreitet, und alles, was gegen sie verstäßt.
Seine Meinung für den Willen Gottes auszugeben, seinen Glauben unter Androhung der Todesstrafe und ewiger Seelenqualen anderen aufzuzwingen, ist bei einigen Menschen zum höchsten Grad an Geistesdespotismus geworden; umd diesen beiden Drohungen zu widerstehen, wurde bei anderen zur letzten Anstrengung der natürlichen Freiheit.
Wir leben in einem Lande, in dem einer zum Verbrecher wird, wenn er JENEN lästert, den niemand kennt.
Das Christentum braucht nur ein Jahrtausend in seiner Geschichte zurückzublättern: im Anfang war es wohl die Güte, die diese Religion hat zu gebären helfen - zur Macht gebracht hat sie die Gewalt.
Ich glaube, ich bilde mir sogar ein, daß ich zehnmal mehr "Religion", meinetwegen nenn's auch 'Christentum', im Leibe habe, als sämtliche Konsistorialräte Preußens zusammengenommen. Aber grade, weil ich so viel 'Religion', so viel wahres 'Christentum' in mir verspüre, bin ich gegen unsere kirchliche Luderpfaffenwirtschaft! Ich verwerfe jegliches Dogma! Zwischen mich und mein Gefühl soll sich nichts, aber auch nichts drängen! Das wäre wahrhaftig das Letzte, worin ich fremde Einmischung dulden würde. Ich bin also aus Religion gegen die Religion!
Ein skeptischer Katholik ist mir lieber als ein gläubiger Atheist.
Die Heiden haben das Leben vergöttert, die Christen den Tod.
Der Glaube an die Erbsünde hat die wahre Erbsünde geschaffen. Das Christentum predigte so lange die Bösheit der menschlichen Natur, bis diese wirklich böse wurde.
Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
Besser mit Klugen in die Hölle, als mit Narren ins Paradies.
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